16. März 2021 / 17:33 Uhr

Eine "Herzensangelegenheit": René Nitschke ist zurück bei Blau-Weiß Leegebruch

Eine "Herzensangelegenheit": René Nitschke ist zurück bei Blau-Weiß Leegebruch

Matthias Schütt
Märkische Allgemeine Zeitung
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Renè Nitschke grätscht und schießt künftig wieder für Blau-Weiß Leegebruch.
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Fußballkreis Oberhavel/Barnim: Nach 16 Jahren ist der gebürtige Hennigsdorfer wieder zurück bei seinem Heimatverein, wo er einst mit fünf Jahren mit dem Fußball begann. Er kommt vom SV Friedrichsthal.

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Zurück in die Vergangenheit heißt es in diesen Tagen für Fußballer René Nitschke. Nach fast 16 Jahren ist der gebürtige Hennigsdorfer zurück bei Blau-Weiß Leegebruch. „Damit schließt sich ein Kreis“, so der Kicker. „Für mich ist es eine Herzensangelegenheit wieder in Leegebruch Fußball zu spielen.“

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Zuletzt trat der 32-Jährige für den Kreisoberligisten SV Friedrichsthal gegen den Ball – immerhin ein Ligakonkurrent der ersten Leegebrucher Männermannschaft. Doch in den vergangenen anderthalb Jahren zog sich Nitschke berufsbedingt vom runden Leder zurück, brachte zwei Firmen zum Laufen, die viel Zeit in Anspruch nahmen. Nun soll der Fußball wieder in den Fokus rücken. Mittlerweile ist die Ummeldung von Friedrichsthal nach Leegebruch „im vollen Gange“, wie der Oberhaveler sagt. Damit könnte René Nitschke noch in der laufenden Saison für die Blau-Weißen um Coach Eberhard Janotta in der höchsten Kreisspielklasse oder für die zweite Mannschaft in der 1. Kreisklasse auflaufen. Derzeit sind diese Spielklassen coronabedingt – wie alle Ligen in Brandenburg und Oberhavel – seit November 2020 ausgesetzt. Einen Termin für den Re-Start gibt es vom Fußballkreis Oberhavel/Barnim noch nicht. Auch mögliche Saisonwertungen stehen in diesem Zusammenhang noch nicht fest.

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Für René Nitschke ist es nicht wichtig, wann er für Blau-Weiß wieder spielen wird, sondern, dass er das Trikot der Leegebrucher in Zukunft irgendwann wieder trägt. „Für mich ist es emotional, wieder zurückzukehren“, sagt Nitschke, der mittlerweile mit seinem neuen Team auch schon trainiert und erste Eindrücke sammeln konnte.



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In Leegebruch startete René Nitschke (mit der Urkunde in der Hand) mit dem Fußball. © privat

Dabei kickte der Oberhaveler seit seinem fünften Lebensjahr in Leegebruch, ehe er im C-Jugend-Alter zum Oranienburger FC wechselte. Dort verbrachte René Nitschke nicht nur die B- und A-Jugendzeit in der Brandenburgliga, sondern sammelte auch Erfahrungen im Männerbereich. „Für die erste Mannschaft hat es leider nie so richtig gereicht. Mehr als ab und zu mittrainieren war nicht drin. Dafür habe ich dann in der zweiten Mannschaft gekickt“, erinnert er sich zurück. Dann folgte vor einigen Jahren der Schritt nach Friedrichsthal in den Kreisfußball. Dort war Nitschke bis zuletzt auch aktiv. Nun folgte aber der Lockruf der alten, neuen Heimat. „Ich habe in Leegebruch gebaut und meine Eltern sowie Großeltern leben hier. Ich bin dort zur Grundschule gegangen und habe dort mit fünf Jahren mit Fußball angefangen“, so der Leegebrucher Neuzugang. „Diese Gründe haben dafür gesprochen, dass ich mich Blau-Weiß Leegebruch wieder angeschlossen habe“, sagt der Offensivspieler.

Großen Anteil an der Rückholaktion hatte Hendryk Krenz. Denn mit dem derzeitigen Leegebrucher Vorstandsmitglied kickte Nitschke schon beim OFC noch zusammen. „Er sagte mir: ,Eigentum verpflichtet’“, so Nitschke. Irgendwann war der Unternehmer dann überzeugt und konnte sich immer mehr mit der Aussicht anfreunden, wieder für die Blau-Weißen aufzulaufen. Erstmal will René Nitschke aber wieder so richtig fit werden. Denn aufgrund des Arbeitspensums in den vergangenen Monaten litt die sportliche Leistungsfähigkeit. Die soll nun in den nächsten Trainingseinheiten wieder hergestellt werden, damit der Fußballer seine neuen Verein auch auf dem Rasen sofort weiterhelfen kann. „Grundsätzlich bin ich sehr ehrgeizig, will auch im Training kein Spiel verlieren. Deshalb heißt es erst einmal, sich über die zweite Mannschaft zu empfehlen“, weiß Nitschke.

Nitschke: "Der Charme von früher"

Eines konnte der Leegebruch-Rückkehrer aber schon jetzt feststellen: „Seit meinem Abschied damals hat sich gar nicht so viel verändert. Der Sportplatz und das Gebäude haben immer noch den Charme von früher“, sagt René Nitschke, für den ab sofort die Gegenwart in Leegebruch zählt – im Privatleben und eben auch auf dem Sportplatz.

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