03. Dezember 2020 / 10:50 Uhr

"Einfach ein geiles Gefühl" - Boyd steht für Aufschwung des Halleschen FC

"Einfach ein geiles Gefühl" - Boyd steht für Aufschwung des Halleschen FC

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Terrence Boyd
Terrence Boyd hat in den vergangenen beiden Partien jeweils einen Doppelpack erzielt. © Getty Images
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Die Tore von Terrence Boyd helfen dem HFC aus der sportlichen Krise. Es gibt aber auch noch andere Gründe, warum es derzeit bei den Hallensern läuft.

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Halle. Es ist sein Markenzeichen. Mit herausgestreckter Zunge und dem mit einem Krokodilsauge tätowierten rechten Arm vor Augen feiert Terrence Boyd seine Treffer. Und sieht damit aus wie ein Zyklop. Grund zum Jubeln hatte der Stürmer des Halleschen FC in den vergangenen Tagen zur Genüge. Bei den 2:0-Erfolgen gegen Viktoria Köln am Samstag und gegen die SpVgg Unterhaching am Mittwoch gelang dem Amerikaner jeweils ein Doppelpack. "Es ist einfach nur ein geiles Gefühl, wie erfolgreich wir diese englischen Wochen gestaltet haben. Wir sind in einem Flow, dürfen aber jetzt nicht abheben", sagt der "Tor-Zyklop" auch im Wissen um den holprigen Start in die Saison.

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Vor nicht einmal vier Wochen taumelte der Hallesche FC nach dem 1:6-Desaster beim TSV 1860 München der vierten Liga entgegen, hatte nur einen Punkt Luft auf die Abstiegszone. Nach sechs Spielen in nur 18 Tagen mit drei Siegen und drei Unentschieden haben sich die Rot-Weißen auf den fünften Platz katapultiert und nur noch zwei Zähler Rückstand auf die Aufstiegsplätze.

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Am Aufschwung hat der Goalgetter natürlich einen maßgeblichen Anteil. "Der tolle Abschluss nach dem langen Sprint zum 2:0 gegen Unterhaching war schon sensationell. Damit hat er uns ungemein geholfen. Aber die ganze Mannschaft hat aufopferungsvoll für die Erfolge in den vergangenen Wochen gekämpft", sagt HFC-Trainer Florian Schnorrenberg, dem es auch gelang, die Defensive zu stabilisieren.



Schnorrenberg hält Ball flach

Mit Keeper Sven Müller, den Innenverteidigern Sören Reddemann und Stipe Vucur sowie den beiden Sechsern Antonios Papadopoulos und Jonas Nietfeld steht derzeit die zentrale Achse. Das Quintett gehörte neben Boyd in den vergangenen fünf Partien trotz der kräftezehrenden Dauerbelastung stets zur Startelf. Vor allem der als Nummer Zwei hinter Kai Eisele in die Saison gestartete Müller erwies sich als enorm wichtiger Rückhalt. Die neue Nummer Eins musste in den vergangenen drei Punktspielen nicht einmal hinter sich greifen.

Trotz des sportlichen Hochs und dem Kontakt zu den Aufstiegsplätzen hält Schnorrenberg den Ball flach: "Wir sind froh, Luft nach unten zu haben und wissen, wie eng die dritte Liga ist. Uns stehen in diesem Jahr noch harte Aufgaben mit den Duellen in Verl und bei Türkgücü München sowie gegen Dresden und Mannheim bevor. Das Pendel kann stets in beide Richtungen ausschlagen."

Die Berg- und Talfahrt hatte Boyd bereits in der vergangenen Saison mit dem Halleschen FC hinter sich, der vor einem Jahr vom Aufstieg träumte. "Damals standen wir als Zweiter sogar noch besser da. Doch ein Vierteljahr später ist unser Trainer Torsten Ziegner rausgeflogen", erinnert sich der frühere RB-Leipzig-Spieler, der auf eine Wiederholung dieses Szenarios gern verzichten würde.

Carsten Roloff

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