29. Dezember 2019 / 21:55 Uhr

Elf Turniere an vier Tagen: Viel Lob für Jacobi-Cup 2019 in Bilshausen

Elf Turniere an vier Tagen: Viel Lob für Jacobi-Cup 2019 in Bilshausen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Jacobi-Cup 2019 in Bilshausen: D2-Jugend SV Rotenberg (blau-schwarz) - JFV Eichsfeld 2
Jacobi-Cup 2019 in Bilshausen: D2-Jugend SV Rotenberg (blau-schwarz) - JFV Eichsfeld 2 © Rüdiger Franke
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Der Jacobi-Cup und der Jacobi-Junior-Cup haben sich bei Fußballern aller Altersklassen als beliebtes Turnier zum Jahresende etabliert. An vier Tagen richtet der SV Blau-Weiß Bilshausen auch 2019 elf Turniere von der G- Jugend bis zu den Herren aus.

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Vier Tage, elf Turniere, 65 Fußballmannschaften – ein volles Programm für Liebhaber des runden Leders bietet der SV Blau-Weiß Bilshausen zum 18. Mal zum Jahresende mit dem Jacobi-Cup und dem Jacobi-Junior-Cup. „Wir haben auch in diesem Jahr jede Altersklasse besetzt“, sagt Jugendwart Bernward Adler.

Den Charme des Bilshäuser Turniers mache aus, dass sich viele Teams seit langer Zeit kennen. „Es geht um den Spaß“, betont Adler. Wichtig sei, dass das Turnier fair verlaufe. In der Jugend werde nach Futsal-Regeln ohne Bande und mit kleinen Toren gespielt. Dabei lernten die Kinder besseres Fußballspielen. „Die einzige Ausnahme bildet das A-Jugend-Turnier“, erklärt Adler. Dort werde als Vorbereitung auf den Lokhallen-Cup mit Bande auf beiden Seiten und großen Toren gespielt. Alle Turniere werden in Bilshausen im Modus Jeder gegen Jeden ausgetragen. „Das ist die beste Turnierform“, ist der Jugendwart überzeugt. „Das ist auch für den Turniersieg die fairste Variante.“

„Das ist ein schönes Turnier“, sagte Martin Conrady. Und das gelte nicht nur, weil seine Mannschaft das Turnier der D2-Jugend kurz zuvor gewonnen habe. Es sei kurzweilig und mit drei Stunden nicht zu lang für die jungen Kicker. „Insgesamt ein schöner Rhythmus. Heute hatten wir dabei das Glück auf unserer Seite.“ Besonders wichtig sei gewesen, das Spiel gegen die U15 des FFC Renshausen zu gewinnen. „Ich habe meinen Jungs schon vorher gesagt: Gegen die Mädchen entscheidet sich der Turniersieg.“

Jacobi-Cup 2019 in Bilshausen

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Jacobi-Cup 2019 in Bilshausen © Franke

„Wir sind hier seit zwei Jahren dabei“, sagte Leander Beljan Trainer der Renshäuser U15. „Wir sind gern dabei. Es ist eine entspannte Atmosphäre.“ Er sei sehr zufrieden, wie sich seine Spielerinnen geschlagen haben. Sie hätten eine schöne Ordnung gehabt und Eins-zu-eins-Situationen gut gelöst. „Es kommt nicht so sehr auf das Ergebnis an“, betonte er. Wichtiger sei, sich spielerisch zu verbessern und fußballerisch etwas mitzunehmen.

Es sei wichtig, dass seine Jungs Spielpraxis sammeln, erklärte der Northeimer D1-Trainer Alexander Polle. In seinem Team spielen ausschließlich Auswahlspieler aus den Landkreisen Göttingen und Northeim. „Unser Ziel ist, die besten Jungs der Region bei uns spielen zu lassen“, sagte er. Für ihn als Trainer sei bei einem solchen Turnier auch wichtig, dass die Spieler die Sachen, die sie gelernt haben auch anwenden. Das funktionierte in Bilshausen sehr gut, auch wenn sich die Northeimer im Kampf um Platz eins der JSG Eintracht HöhBernSee den Vorrang lassen müssen.

Jacobi-Cup 2019 in Bilshausen II

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Jacobi-Cup 2019 in Bilshausen II © Franke

„Es ist schön, wenn Mannschaften so besetzt sind“, bestätigte Thomas Wüstefeld, Trainer des schwarz gekleideten D1-Teams der JSG Rhume-Oder. „Dadurch kommt schöner Fußball zustande.“ Wichtig sei lediglich, dass der Spaß nicht leide, auch wenn es mal eine Niederlage gebe. Wüstefeld hob die Arbeit der FSJler in der JSG hervor. „Die organisieren alles fast allein – vom Training, über Fußball-AGs in den Schulen bis zur Fußballschule in den Ferien.“

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Überhaupt wird der Nachwuchs in Bilshausen in das Turnier mit eingebunden. Die Spielleitung und Ansagen übernehmen junge Vereinsmitglieder. Auch die Schiedsrichter kommen bevorzugt aus Bilshausen, wie Leon Heine. „Ich war schon immer fußballverrückt“, erklärte er, warum er außer dem aktiven Fußballspiel auch mit der Pfeife unterwegs ist. Auch sein Vater und sein Großvater seien Schiedsrichter gewesen. „Ich finde es schön, Entscheidungen zu treffen“, sagte Heine, auch wenn er zugibt, dass auch er mal daneben liegen kann. Aber ob richtig oder falsch: „Man immer mindestens elf Spieler gegen sich.“ Das werde ja in den höheren Ligen so vorgelebt.

Die weitestes Anreise zum Turnier hatten die A-Jugend-Kicker des Landesligisten MTV Wolfenbüttel. „Ich bin mit dem Rhume-Oder-Trainer Jannik Strüber befreundet“, erklärte Trainer Anthony Pfitzner, wie es dazu kam. In Bad Harzburg hätten sie gemeinsam lange um den Aufstieg gespielt. Im Sommer habe ihn sein Weg nach Wolfenbüttel verschlagen. „Das Turnier gefällt mir gut“, sagte er. „Es gibt viele Derbys und es wird sehr gut von den Zuschauern angenommen.“ Mit dem Zuschauerzuspruch ist auch Ansgar Schlick aus der Turnierleitung zufrieden. Nachmittags seien rund 100 Besucher in der Halle, abends zwischen 200 und 250.

So geht es beim Jacobi-Cup weiter

Der Jacobi-Cup in der Carl-Strüber-Sporthalle in Bilshausen steuert seinem Höhepunkt am Montag entgegen. Am 30. Dezember treffen ab 18.30 Uhr die sechs Teilnehmer des Herrenturniers aufeinander. Mit von der Partie sind außer Gastgeber SV Bilshausen I und Titelverteidiger SV Germania Breitenberg auch Landesligist SVG Göttingen, der FC Lindau und der SV Rotenberg. Die A-Jugend des JFV Rhume/Oder ergänzt das Feld. Das letzte Spiel wird um 21.32 Uhr angepfiffen. Bevor das verlängerte Fußballwochenende in Bilshausen mit dem Turnier der Herren endet, stehen am Vormittag und am Nachmittag noch zwei Jugendturniere auf dem Programm. Am Vormittag ab 10 Uhr dürfen die G-Jugend-Teams der ​JSG Bi/Li/Wu, der JSG Eintracht HöhBernSee, der JSG Harztor, des FC Merkur Hattorf und des JFV Eichsfeld ihre Kräfte messen. Ab 14 Uhr spielen die E-Jugend-Mannschaften der JSG Bi/Li/Wu, der JSG Harztor / SSV Neuhof, der JSG Radolfshausen, des JFV Eichsfeld und der JSG Eintracht Höhbernsee ihren Sieger aus.

Für die Gäste aus Wolfenbüttel hat sich die Fahrt gelohnt. Die Kicker erreichten den zweiten Rang hinter dem FC Eintracht Northeim. „Es waren allerdings viele ausgeglichene Spiele“, erzählte Schlick. „Das gibt die Tabelle gar nicht so wieder.“ Am Ende habe sich dann aber doch der Favorit durchgesetzt.

Die Turniere:

Freitag, 27. Dezember

C-Jugend: 1. JFV Rhume-Oder grün (15 Punkte/19:0 Tore); 2. JSG Eintracht HöhBernSee (12/7:5); 3. JFV Rhume-Oder schwarz (9/6:4); 4. JSG Eintracht HöhBernSee (3/2:5); 5. SV Rotenberg (3/5:14); 6. JSG Harztor / SSV Neuhof (3/3:14)

B-Jugend: 1. SV Rotenberg (13 Punkte/12:3 Tore); 2. JFV Rhume-Oder schwarz (10/10:7); 3. JSG Harztor/Neuhof (9/12:8); 4. JFV Rhume-Oder grün (6/6:6); 5. JSG Eintracht HöhBernSee (6/8:10); 6. Nikolausberger SC (0/2:16)

Sonnabend, 28. Dezember

D2-Jugend: 1. SV Rotenberg (13 Punkte/13:5 Tore); 2. FFC Renshausen U15 (8/7:5); 3. JSG Harztor (7/7:8); 4. JFV Rhume-Oder grün (6/8:10); 5. JFV Rhume-Oder schwarz (4/7:8); 6. JFV Eichsfeld (4/4:10)

D1-Jugend: 1. JSG Eintracht HöhBernSee (15 Punkte/16:2 Tore); 2. FC Eintracht Northeim (9/9:4); 3. JFV Rhume-Oder grün (9/6:7); 4. JFV Rhume-Oder schwarz (5/6:10); 5. JSG Harztor/Neuhof (4/7:9); 6. SC Hainberg (1/3:15)

A-Jugend: 1. FC Eintracht Northeim (15 Punkte/13:5 Tore); 2. MTV Wolfenbüttel (12/16:5); 3. JFV Rhume-Oder grün (9/10:10); 4. SC Hainberg (4/5:11); 5. JFV Rhume-Oder schwarz (2/3:10);6. JSG Höhbernsee (1/4:10)

Sonntag, 29. Dezember

F2-Jugend: 1. JSG Harztor/Neuhof (12 Punkte/16:1 Tore); 2. JFV Leinepolder (9/13:3); 3. JSG Bi/Li/Wu (6/4:5); 4. JSG Eintracht Höhbernsee (3/5:3); 5. Nikolausberger SC (0/0:26)

F1-Jugend: 1. JFV Eichsfeld (13 Punkte/13:0 Tore); 2. JSG Höhbernsee (13/10:0); ...

Von Rüdiger Franke