17. April 2021 / 15:43 Uhr

Ende der Streitigkeiten: NOFV-Chef Winkler unterstützt Protestbrief an DFB

Ende der Streitigkeiten: NOFV-Chef Winkler unterstützt Protestbrief an DFB

Tom Bachmann, dpa
Hermann Winkler
Hermann Winkler möchte die Streitereien endlich beenden. © Michael Hundt
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Zahlreiche Regionalpräsidenten haben in einem Protestschreiben die Streitigkeiten innerhalb des DFB kritisiert. Es wird befürchtet, dass der Fußball in Deutschland weiteren Schaden nimmt. Auch NOFV-Vizepräsident Hermann Winkler fordert eine bessere Führungskultur. 

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Leipzig. Vizepräsident Hermann Winkler fordert von der Spitze des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) eine bessere Führungskultur und unterstützt den an die Chefetage des Verbandes gerichteten Protestbrief. "Wir haben den Brief in unseren sechs Verbänden diskutiert und sind der Meinung, dass wir eine bessere Führung brauchen. Die Streitereien müssen endlich aufhören", sagte der Präsident des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV) der Deutschen Presse-Agentur am Samstag. Winkler hoffe auf eine offene und ehrliche Diskussion bei der Konferenz der Landespräsidenten der Regionalverbände am kommenden Donnerstag.

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Klare Aussagen erwartet

Zahlreiche Regionalpräsidenten haben in einem Protestschreiben die Streitigkeiten innerhalb des DFB kritisiert und fürchten um weiteren Schaden für den gesamten Fußball in Deutschland, wie die Süddeutsche Zeitung (Samstag) berichtete. 16 von 21 Regionalpräsidenten haben ihre Unterstützung für das vom Schleswig-Holsteinischen Fußballverband (SHFV) verfasste Positionspapier zugesagt, das in der kommenden Woche dem DFB-Präsidium zugehen soll.

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In dem Brief wird der Zustand der DFB-Führungsspitze als "desolat" bezeichnet und ein Schnitt gefordert. "Eine Zusammenarbeit zwischen DFB-Chef Fritz Keller, Generalsekretär Friedrich Curtius, Schatzmeister Stephan Osnabrügge und Vize-Präsident Rainer Koch sei "in der aktuellen Konstellation undenkbar", heißt es in dem Schreiben.

Die Präsidenten erwarten nun am Donnerstag von Rainer Koch, der dem Regionalgremium vorsteht, klare Aussagen zum Stand und wollen über mögliche Auswege aus der Krise diskutieren. Denn der derzeitige Zustand werde "nicht nur den Personen selbst, sondern vor allem dem gesamten Fußball in Deutschland massiv schaden".