03. September 2021 / 07:58 Uhr

Berichte: Englische Nationalspieler Bellingham und Sterling bei Sieg gegen Ungarn rassistisch beleidigt

Berichte: Englische Nationalspieler Bellingham und Sterling bei Sieg gegen Ungarn rassistisch beleidigt

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Jude Bellingham (l.) und Raheem Sterling sollen am Rande des England-Spiels gegen Ungarn rassistisch beleidigt worden sein.
Jude Bellingham (l.) und Raheem Sterling sollen am Rande des England-Spiels gegen Ungarn rassistisch beleidigt worden sein. © IMAGO/PA Images/Getty (Montage)
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Beim WM-Qualifikationsspiel zwischen England und Ungarn ist es übereinstimmenden Medienberichten zufolge zu rassistischen Beleidigungen gekommen. Demnach seien die englischen Nationalspieler Jude Bellingham und Raheem Sterling von den Zuschauern mit Affenlauten angegangen worden.

Die englischen Nationalspieler Jude Bellingham und Raheem Sterling sind Medienberichten zufolge beim 4:0-Sieg in der WM-Qualifikation in Ungarn rassistisch beleidigt worden. Einige Zuschauer sollen während der Partie am Donnerstagabend in Budapest Affenlaute in Richtung der beiden Profis gemacht haben, wie englische Medien übereinstimmend berichteten. Mittelfeldspieler Bellingham von Bundesliga-Klub Borussia Dortmund war nicht zum Einsatz gekommen, City-Profi Sterling spielte von Beginn an.

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Der 26 Jahre alte Offensivspieler erzielte das 1:0 für die Three Lions, die nach weiteren Toren von Harry Kane, Harry Maguire und Declan Rice in der WM-Qualifikation den vierten Sieg im vierten Spiel holten. Kapitän Kane sagte im TV-Sender ITV, er habe die Rufe nicht wahrgenommen. "Ich werde mit den Jungs sprechen, ob sie es gehört haben." Falls es rassistische Beleidigungen gegeben habe, hoffe er auf eine konsequente Reaktion der Europäischen Fußball-Union.

FA fordert FIFA-Ermittlungen

Auf die mutmaßlichen Beleidigungen reagierte auch der englische Fußballverband und forderte Ermittlungen durch die FIFA. "Wir unterstützen Spieler und Staff weiterhin in ihrem gemeinsamen Bestreben, Diskriminierung in jeglicher Form aufzuzeigen und zu bekämpfen", teilte die FA in der Nacht zum Freitag mit. Der verletzte Marcus Rashford, selbst mehrfach Opfer von Rassismus, twitterte zu dem FA-Statement: "Meine Brüder. Jeder Einzelne von ihnen. Stolz auf euch Jungs."

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Ungarn war wegen diskriminierenden Verhaltens seiner Fans bei den EM-Spielen im Sommer dazu verurteilt worden, seine nächsten zwei UEFA-Heimpflichtspiele ohne Zuschauer auszutragen. Damals waren unter anderem französische Spieler rassistisch beschimpft worden. Die Partie in der WM-Qualifikation gehört jedoch zu einem Wettbewerb des Weltverbands FIFA, weshalb Zuschauer zugelassen waren.