08. November 2021 / 13:51 Uhr

"Enorm wertvoll": Unter Kohfeldt blüht Wolfsburgs Balldieb Guilavogui wieder auf

"Enorm wertvoll": Unter Kohfeldt blüht Wolfsburgs Balldieb Guilavogui wieder auf

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Nicht nur erste Wahl, sondern auch enorm wichtig: Unter VfL-Trainer Florian Kohfeldt (r.) blüht Josuha Guilavogui wieder auf.
Nicht nur erste Wahl, sondern auch "enorm wichtig": Unter VfL-Trainer Florian Kohfeldt (r.) blüht Josuha Guilavogui wieder auf. © (c) Copyright 2021, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
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Im Sommer hatte er Wechselgedanken. Vergangenheit. Zweieinhalb Monate später ist Josuha Guilavogui beim VfL Wolfsburg so wichtig wie ganz lange nicht mehr...

Drei Spiele, drei Siege, der VfL zurück in der Spur – das steht gerade im Blickpunkt, wenn man über den zuvor kriselnden Wolfsburger Fußball-Bundesligisten spricht. Dass es in Wolfsburg der Trend wieder stimmt, hängt ganz stark mit der zurückgewonnenen Stabilität in der Defensive zusammen. Mit verantwortlich dafür: Josuha Guilavogui, den der neue VfL-Trainer Florian Kohfeldt zum zentralen Mann in der Abwehr-Dreierkette gemacht hat.

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Der Franzose blüht nach harten Wochen und Monaten sowie Wechselgedanken im Sommer gerade wieder auf. Wolfsburgs Balldieb bewahrt in brenzligen Situationen die Ruhe, hat gute Zweikampfwerte, dirigiert und lenkt seine Vorderleute. Eine Rolle, wie maßgeschneidert für den 31-Jährigen, der in Wolfsburg unter Ex-VfL-Trainer Oliver Glasner (jetzt Eintracht Frankfurt) aufs Abstellgleis geraten war. Gleichwohl hatte aber auch schon der Österreicher die Idee mit Guilavogui als Abwehrchef verfolgt und auch umgesetzt. Aber nachdem sich der Ex-Kapitän verletzt hatte und das System wieder von Dreier- auf Viererkette umgestellt worden war, war Guilavogui meist nur noch draußen.

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Vergangenheit, der zweifache Familienvater ist gerade so wichtig wie ganz lange nicht mehr für die Wolfsburger. Kohfeldt schätzt nicht nur Guilavoguis Passsicherheit und Kopfballstärke. „Kommunikation ist enorm auf dieser Position, er strebt das auch immer wieder an“, lobt Wolfsburgs neuer Trainer und fügt hinzu: „Josh ist sehr clever - auch aufgrund seiner Erfahrung. Er ist jetzt das achte Jahr in Wolfsburg, er kennt die Liga.“

Zudem wisse Guilavogui aufgrund seiner Erfahrung, „wann er mal hingehen und wann er mal weggehen muss“, sagte Kohfeldt und meinte damit das Timing in den Zweikämpfen. „Gerade diese Achse zu haben mit ihm und Max im zentralen defensiven Bereich – ich finde, das gibt uns sehr viel Sicherheit“, so der Trainer über Guilavogui und Maximilian Arnold. In der Tat: Sowohl bei den Siegen gegen Augsburg (1:0) und Leverkusen (2:0) in der Liga hatte beim VfL zweimal in Folge die Null gestanden, das war den Wolfsburgern zuletzt in der Liga am dritten und vierten Spieltag gelungen. Mit Guilavogui noch als Mittelfeldspieler, jetzt spielt er wieder hinten drin.

Hinten drin - gegen den FCA erst im Abwehrzentrum, dann nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Sebastiaan Bornauw nahm er den rechten Part in der Dreierkette ein, bei der späteren Systemumstellung auf Viererkette wechselte Guilavogui ins defensive Mittelfeld, auf seine eigentliche Lieblingsposition. Diese Flexibilität mache ihn „sehr wertvoll“, lobte Kohfeldt und fügte hinzu: „Ich muss, glaube ich, nicht betonen, wie wichtig Josh für diese Mannschaft in der Kabine ist.“ Aber eben nicht nur da: „Er ist wichtig auf dem Platz und in der Kabine – das macht ihn enorm wertvoll.“