12. Oktober 2020 / 19:18 Uhr

Wolfsburger Sparprogramm: Nur ein Teamtraining vorm Gladbach-Spiel

Wolfsburger Sparprogramm: Nur ein Teamtraining vorm Gladbach-Spiel

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Erstes Training nach dem Bremen-Spiel: VfL-Trainer Oliver Glasner hatte seinen Profis (r. Maximilian Arnold) ein paar Tage frei gegeben.
Erstes Training nach dem Bremen-Spiel: VfL-Trainer Oliver Glasner hatte seinen Profis (r. Maximilian Arnold) ein paar Tage frei gegeben. © Roland Hermstein
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Die Länderspielpause ist noch in vollem Gange, am Mittwoch haben drei Spieler des VfL Wolfsburg noch Partien mit ihren Nationalmannschaften zu absolvieren. Das bedeutet im Umkehrschluss: Vor dem Duell mit Borussia Mönchengladbach bleibt dem Fußball-Bundesligist nur eine Einheit mit der gesamten Mannschaft.

Das Aus in der Play-Off-Runde der Europa League bei AEK Athen (1:2) hatte eigentlich bedeutet, dass der VfL künftig wieder öfter trainieren kann, der enge Zeitplan ist etwas gelockert. Doch dem ist nun erst mal nicht so. Denn vor der Partie am Samstag (20.30 Uhr) bei Borussia Mönchengladbach kann der Fußball-Bundesligist nur ein einziges Mal mit allen Profis üben.

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Vor wenigen Tagen hatte VfL-Manager Jörg Schmadtke die Länderspielreisen bereits gegenüber dem SPORTBUZZER kritisiert. "Wir müssen aufpassen, dass wir die wirtschaftlichen Aspekte nicht über die Gesundheit der Spieler stellen", hatte der 56-Jährige da gesagt. Denn die Belastung ist ohnehin schon aufgrund des vollen Terminkalenders hoch, da tun die Partien mit der Nationalmannschaft ihr Übriges. Doch nicht nur das: Die Länderspiele erschweren die Vorbereitungen auf den kommenden Liga-Spieltag ungemein.

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Immerhin: Admir Mehmedi spielt bereits am Dienstag, 20.45 Uhr, mit der Schweiz in Deutschland, könnte ebenso einen Tag früher mittrainieren wie Ridle Baku (Di., 18.15 Uhr mit Deutschlands U21 gegen Bosnien und Herzegowina) und Bartosz Bialek (Di., 18 Uhr, mit Polens U21 gegen Bulgarien).


Anders sieht es aber bei Xaver Schlager, Pavao Pervan und Josip Brekalo aus. Letzterer spielt am Mittwoch, 20.45 Uhr, gegen Frankreich, das andere VfL-Duo ist am selben Tag mit Österreich in Rumänien im Einsatz (Anstoß 20.45 Uhr). "Die Jungs kommen am Donnerstagmorgen zurück, dann müssen sie Corona-Tests machen", schildert Trainer Oliver Glasner. Mit dem Team üben können sie nur am Freitag beim Abschlusstraining. Es sei wichtig, "Lösungen zu finden", betont der Coach im Hinblick auf die Belastung. So ist es unter anderem wichtig, wie beim Freiburg-Spiel (acht Startelf-Änderungen) regelmäßig zu rotieren. Dabei erinnert sich der Trainer an die abgelaufene Spielzeit zurück. "Da konnten wir bis Ende September trainieren und dann gab’s nur englische Wochen und Länderspiele..." Damals war der VfL direkt für die Gruppenphase der Europa League qualifiziert, die im September mit den ersten Partien startete.

Für diese Saison hat sich das Thema Europa League zwar erledigt, doch durch die verspätet gestartete Saison und die Tatsache, dass es anders als sonst in diesem Jahr keine Winterpause gibt (am 2. Januar geht's weiter), haben die Wolfsburger nicht wirklich mehr Luft. "Ich habe für mich beschlossen, mich darüber nicht mehr zu beschweren", so Glasner und betont, dass es dem kommenden Gegner Mönchengladbach auch nicht besser geht als dem VfL. Denn auch die Borussen haben einige Nationalspieler, die derzeit nicht mit dem Team üben können. Glasner sagt: "Wahrscheinlich können wir bis zum Saisonende darüber reden und uns beklagen, aber es ist nun mal so."

Erschwerte Bedingungen hin oder her - beide Teams müssen sie so hinnehmen. Und für den VfL wird es nach drei Liga-Remis in Folge darauf ankommen, den ersten Saisonsieg einzufahren. Leicht wird das jedoch nicht. "Gladbach ist etwas schwer gestartet und hatte ein paar Verletzte. Aber jetzt sind Spieler wie Thuram, Plea und Embolo wieder dabei. Ich erwarte die Spieler auch gegen uns", sagt Glasner und ergänzt: "Sie haben viel Wucht und Power in der Offensive."