13. Juni 2021 / 19:52 Uhr

Erstmals seit Monaten: Zuschauer erleben Galopp-Spektakel in Dresden

Erstmals seit Monaten: Zuschauer erleben Galopp-Spektakel in Dresden

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Michaela Musialova auf Planteur’s Whisky gewinnt das fünfte Rennen.
Michaela Musialova auf Planteur’s Whisky gewinnt das fünfte Rennen. © Matthias Rietschel
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Turf-Fans kommen auf ihre Kosten: Im fünften Rennen haben über 2500 Gäste einen sensationellen Außenseitersieg durch Planteur's Whiysky gesehen. Trainerin und Besitzerin Michaela Musialova ritt dabei beim Galopprenntag in Seidnitz zum 43. Sieg ihrer Karriere.

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Dresden. Endlich wieder ein Stück Normalität. Das war der Tenor am Sonntag beim dritten Renntag auf der Galopprennbahn in Dresden-Seidnitz. Denn erstmals seit Monaten waren wieder Zuschauer zugelassen. „Wir sind darüber sehr glücklich und auch unsere Besucher haben sich gefreut, dass wir wieder eine normale Veranstaltung durchführen konnten“, meinte Michael Becker.

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Top-Jockeys beim Renntag in Köln

Der Präsident des Dresdner Rennvereins hatte allen Grund zum Strahlen. Insgesamt registrierten die Veranstalter mehr als 2.500 Gäste bei einem Renntag, der voller Überraschungen steckte. Schon nach dem zweiten Rennen rieben sich die Zocker und alle Insider verwundert die Augen. Erstmals überhaupt wurden die Zweier- und auch die Dreierwette nicht getroffen. „Das habe ich in meiner ganzen Zeit als Geschäftsführer des Rennvereins noch nicht erlebt“, staunte selbst Uwe Tschirch. Zwar hatten viele Wetter den Sieger Casinomaster unter Carlos Henrique auf dem Zettel, aber die beiden tschechischen Hengste Moonlight Shadow (2. Platz) und Rabbit Spirit (3. Platz) nicht. So wandernten für das nächste Mal 3.700 Euro in den Jackpot.

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Und die starke Armada aus dem Nachbarland sorgte auch im Hauptrennen, dem mit 5.150 Euro dotierten „Preis von IDEE Kaffee“, einem Ausgleich III über 1.500 Meter, für eine kleine Sensation. Der mit 607:10 gewettete krasse Außenseiter Planteur’s Whiskey, der von Besitzerin und Trainerin Michaela Musialova geritten wurde, setzte sich am Ende gegen Birthday Prince und die ebenfalls aus Tschechien angereiste Außenseiterin Achird, und den Favoriten Domenico durch. Für Musialova, die seit 2018 als Berufsreiterin in Deutschland unterwegs ist, war es der 43. Sieg ihrer Karriere im Sattel. Diesen Einlauf hatte kein Zocker vorhergesehen und so wurde die ausgelobte Viererwette nicht getroffen. „Da gehen 11.200 Euro in den Jackpot“, konnte Uwe Tschirch verkünden.

Weil die Top-Jockeys der Szene an diesem Sonntag beim Union-Renntag in Köln zu finden waren, trugen sich in Dresden neben Musialova auch andere, eher nicht so bekannte Jockeys in die Siegerlisten ein. Zu zwei Erfolgen schaffte es dabei nur der Japaner Shuichi Terachi. Der 25-Jährige, der erst seit 2020 in Deutschland reitet und bei Trainer Michael Figge in München eine Lehre absolviert, siegte mit Saphira Dream für seinen Arbeitgeber und im letzten Rennen mit Adao aus dem Stall der Hallenser Trainerin Angelika Glodde. Nach den sieben überaus spannenden Rennen freuten sich die DRV-Verantwortlichen nicht nur über den guten Zuschauerzuspruch, sondern auch über den Gesamtumsatz von 139.533,04 Euro.