09. Mai 2021 / 16:44 Uhr

Fan-Gesänge bei Wolfsburgs 3:0! Darum war es gegen Union plötzlich laut

Fan-Gesänge bei Wolfsburgs 3:0! Darum war es gegen Union plötzlich laut

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Ja, für wen singen sie denn? Union-Fans hatten ihr Team nach Wolfsburg begleitet, stimmten außerhalb der VW-Arena Gesänge an. Allerdings konnten sowohl der VfL- als auch der Berlin-Trainer diese nicht zuordnen.
Ja, für wen singen sie denn? Union-Fans hatten ihr Team nach Wolfsburg begleitet, stimmten außerhalb der VW-Arena Gesänge an. Allerdings konnten sowohl der VfL- als auch der Berlin-Trainer diese nicht zuordnen. © imago images/Matthias Koch
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Rund 150 Union-Fans hatten sich am Samstag auf den Weg nach Wolfsburg gemacht, um ihr Team vor der VW-Arena lautstark zu unterstützen. Die Trainer beider Teams konnten das aber gar nicht wirklich einordnen...

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Auf einmal war ein Stück weit das Gefühl von Normalität zu spüren: Zuschauer sind in der Fußball-Bundesliga aufgrund der Corona-Pandemie schon seit Monaten nicht mehr zugelassen, doch das störte rund 150 Union-Fans am Samstag nicht, den Weg nach Wolfsburg trotzdem auf sich zu nehmen. Sie unterstützten die Berliner beim 3:0-Sieg des VfL vor der VW-Arena mit Trommeln und Gesängen lautstark - für die Trainer beider Mannschaften aber nicht laut genug.

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Während es in der ersten Halbzeit noch still gewesen war, machten die Union-Anhänger nach der Pause auf sich aufmerksam. "Auf geht's Union, kämpfen und siegen" hallte es unter anderem von außen ins Stadion. Hinter der Wolfsburger Nordkurve hatten sie sich positioniert. Zu dem Zeitpunkt hatte der VfL schon mit 1:0 geführt, doch auch nach dem zweiten und dritten Tor gaben die Anhänger vor der Arena Vollgas - allerdings ohne Erfolg, nicht nur wegen des Endergebnisses. "Ich habe etwas gehört, aber ich konnte nicht einschätzen, wen sie unterstützen", sagte Berlin-Trainer Urs Fischer anschließend. Mit ihm sei diese Aktion auch nicht abgesprochen gewesen.

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Im Gegensatz zum Coach wusste aber Oliver Ruhnert Bescheid. Laut des Union-Managers hatten die Anhänger den Mannschaftsbus bereits auf der Autobahn und auf dem Weg zum Stadion begleitet, also waren sie nicht mit der Bahn oder dem Bus angereist. Unter anderem sollen einige Motorradfreunde der "Eisernen Biker" mit dabei gewesen sein, die schon häufiger in der Corona-Zeit mit zu Auswärtsspielen gefahren sind. "Ich hoffe, dass alles Corona-konform abgelaufen ist", sagte VfL-Coach Oliver Glasner. Auf ausreichend Abstand soll vor der Arena jedenfalls geachtet worden sein.

Ähnlich wie Fischer konnte auch Glasner nicht wirklich verstehen, was genau die Union-Fans gesungen haben. "Ich dachte, es sind unsere Fans", sagte der Österreicher lachend. "Ich habe nicht gehört, was sie geschrien haben. Es war auf einmal laut, aber ich dachte, dass sie uns angefeuert haben." Um das bald wieder auseinanderhalten und endlich mal wieder vor Zuschauern spielen zu können, hofft der Coach, "dass in der neuen Saison die Fans wieder im Stadion sein dürfen".

Ex-VfLer Gentner verlässt Union

Am Samstag hatte er noch in der Startelf gestanden, im Sommer wird er Union verlassen: Ex-VfLer Christian Gentner kehrt den Berlinern nach der Saison nach zwei Jahren den Rücken, das gab der Mittelfeldspieler am Sonntag bekannt. "Gemeinsam mit meiner Familie habe ich beschlossen, im Sommer noch einmal neue Wege zu gehen. Jetzt geht es darum, die letzten Spiele im Union-Trikot zu genießen und diese tolle Saison bestmöglich zu Ende zu bringen", begründete Gentner, der von 2007 bis 2010 (inklusive einjähriger Ausleihe) für den VfL aktiv war und 2009 mit Wolfsburg Meister wurde. Wohin es Gentner nun zieht, gaben weder Spieler noch Verein bekannt.

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