01. Dezember 2021 / 15:47 Uhr

FC Augsburg kontert Markus Söder in Corona-Debatte: Geisterspiele nicht verhältnismäßig

FC Augsburg kontert Markus Söder in Corona-Debatte: Geisterspiele nicht verhältnismäßig

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der FC Augsburg bezweifelt den Sinn der von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder angestrebten Geisterspiele.
Der FC Augsburg bezweifelt den Sinn der von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder angestrebten Geisterspiele. © IMAGO/Sven Simon
Anzeige

Der FC Augsburg wehrt sich gegen die von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder angestrebten Geisterspiele. FCA-Geschäftsführer Michael Ströll erklärt, warum der Klub die Einschätzungen des Politikers nicht teilt.

Der Geschäftsführer des FC Augsburg hat die Forderung von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, bis Jahresende wieder Geisterspiele in der Bundesliga durchzusetzen, kritisiert. "Geisterspiele finde ich nicht verhältnismäßig, weil wir den Infektionsschutz unter den bisherigen Voraussetzungen und den bestehenden Hygienekonzepten, die weltweit als vorbildlich eingestuft werden, gut umsetzen können", teilte Michael Ströll am Mittwoch auf dpa-Anfrage mit.

Anzeige

Söder hatte am Dienstag vorgeschlagen, die kommenden Spieltage auf Zuschauer in den Profi-Ligen zu verzichten. "Wir versuchen, das nochmal deutschlandweit umzusetzen, wir würden aber in Bayern da an der Stelle auch einen Alleingang machen", sagte der CSU-Politiker. Ströll bezweifelt die Sinnhaftigkeit solcher Maßnahmen. "Wenn Geisterspiele angeordnet werden, gehen die Fans in die Kneipen oder treffen sich ohne Maske privat in geschlossenen Räumen", entgegnete der 37-Jährige. "Es ist für viele nicht mehr nachvollziehbar, dass bestimmte Bereiche des Lebens das Fehlverhalten von politischen Verantwortungsträgern jetzt ausbaden sollen."

Aufgrund der stark gestiegenen Infektionszahlen sei es nachvollziehbar, dass die Zuschauerkapazität reduziert werden müsste. Dennoch würden sich Zuschauer im Freiluftstadion und Infektionsschutz nicht grundsätzlich ausschließen. "Wir sind überzeugt, dass es einen umsetzbaren Weg zwischen ausverkauftem Stadion und Geisterspielen gibt", sagte Ströll.