17. Oktober 2021 / 16:21 Uhr

Bayern-Boss Oliver Kahn erklärt: So geht Lucas Hernandez mit der drohenden Haftstrafe um

Bayern-Boss Oliver Kahn erklärt: So geht Lucas Hernandez mit der drohenden Haftstrafe um

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bayern-Profi Lucas Hernandez (l.) stand trotz seiner anstehenden Gerichtsverhandlung gegen Leverkusen in der Startelf. Vorstandsvorsitzender Oliver Kahn (r.) bat vor dem Spiel um Verständnis, dass man sich zu dem Fall nicht äußern wolle. 
Bayern-Profi Lucas Hernandez (l.) stand trotz seiner anstehenden Gerichtsverhandlung gegen Leverkusen in der Startelf. Vorstandsvorsitzender Oliver Kahn (r.) bat vor dem Spiel um Verständnis, dass man sich zu dem Fall nicht äußern wolle.  © IMAGO/RHR-Foto/Eibner (Montage)
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Am Dienstag muss Lucas Hernández in Madrid vor Gericht erscheinen. Dem Profi des FC Bayern drohen sechs Monate Haft. Dennoch stand er am Sonntag gegen Bayer Leverkusen in der Startelf. Dafür gab es Lob von Vorstandschef Oliver Kahn.

Der Fall Lucas Hernández bestimmt derzeit die Schlagzeilen rund um den FC Bayern. Auch die Klub-Führung hat sich zuletzt "viel mit dieser Situation beschäftigt", bestätigte Oliver Kahn, Vorstandsvorsitzender des Rekordmeisters im Vorfeld des Bundesliga-Topspiels gegen Bayer Leverkusen (5:1) am DAZN-Mikrofon.

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Er bat zudem um Verständnis, "dass dies eine private Sache von Lucas ist. Darüber hinaus geht es um juristische Verfahren und ich denke es gibt auch ein großes Verständnis dafür, dass wir uns jetzt im Rahmen dieser Verfahren auch nicht dazu äußern werden."

Kahn hob jedoch den Umgang des Franzosen mit der Situation hervor. "Da gibt es Spieler, die völlig unterschiedlich reagieren. Es gibt Spieler, die würden jetzt in so einer Situation möglicherweise nicht besonders Lust auf Fußball haben. Dann gibt es aber wieder Spieler, für die es eine willkommene Ablenkung ist. Für die ist es auch die Möglichkeit, heute durch Leistung ein bisschen auch die Ablenkung zu finden."

Hernández stand am Sonntagnachmittag in Leverkusen in der Startelf des FC Bayern. Kahn lobte: "Lucas ist ein Typ, auf den man sich immer verlassen kann in jeder Situation. Wir gehen davon aus, dass er heute eine Top-Leistung bringt und er diese Geschichte jetzt 90 Minuten ablegen kann."

Anfang der Woche wurde bekannt, dass das 32. Madrider Strafgericht eine sechsmonatige Haft gegen den Abwehrspieler angeordnet hat. 2017 hatte er ein Kontaktverbot gegenüber seiner heutigen Ehefrau missachtet, indem er mit ihr einen gemeinsamen Urlaub verbracht hatte. Am Dienstag soll er in Madrid vor Gericht erscheinen, einen Tag später steht in der Champions League das Gruppenspiel bei Benfica Lissabon an.