02. Juli 2022 / 11:26 Uhr

Wechsel von Fiete Arp zu Holstein Kiel fix: So lief die Saison 2021/22 für die anderen Leihspieler des FC Bayern

Wechsel von Fiete Arp zu Holstein Kiel fix: So lief die Saison 2021/22 für die anderen Leihspieler des FC Bayern

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der FC Bayern hatte Alexander Nübel (von links), Joshua Zirkzee, Fiete Arp und Sarpreet Singh (v.l.) in der vergangenen Saison verliehen.
Der FC Bayern hatte Alexander Nübel (von links), Joshua Zirkzee, Fiete Arp und Sarpreet Singh (v.l.) in der vergangenen Saison verliehen. © Getty Images/IMAGO/Belga/Philipp Szyza/Buzzi/Schiffmann (Montage)
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Der Wechsel von Fiete Arp vom FC Bayern München an die Förde ist offiziell. Der Angreifer hatte zuletzt bereits auf Leihbasis für Holstein Kiel gespielt, wird dort auch in Zukunft auf Torejagd gehen. Der 22-Jährige war allerdings nicht die einzige Leihgabe des Rekordmeisters in der zurückliegenden Saison. Ein Überblick.

Der lange als großes Sturmtalent gehandelte Fiete Arp verlässt den FC Bayern München nach drei erfolglosen Jahren vorzeitig und schließt sich nun auch fest dem Zweitligisten Holstein Kiel an. Der 22 Jahre alte Offensivspieler und der deutsche Rekordmeister einigten sich auf eine Auflösung des noch bis 2024 laufenden Vertrages. An Kiel war Arp bereits in der zurückliegenden Spielzeit ausgeliehen worden, um auf Spielpraxis im Profi-Bereich zu kommen.

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Zuvor war er 2019 für eine Ablösesumme von drei Millionen Euro vom Hamburger SV nach München gewechselt, konnte die in ihn gesetzten Erwartungen aber nicht erfüllen. Geprägt wurde die Anfangsphase seines Engagements in München auch durch mehrere Verletzungen. Letztlich bestritt der Angreifer kein Bundesliga-Spiel und wurde vorwiegend in der zweiten Mannschaft der Bayern eingesetzt. In der vergangenen Saison hatten die Münchner Arp leihweise nach Kiel ziehen lassen. Beim Zweitligisten kam er auf 23 Punktspieleinsätze, in denen er zwei Tore erzielte.

Arp war einer von zahlreichen Spielern mit einem Profi-Vertrag beim FC Bayern, die in der zurückliegenden Spielzeit auf Leihbasis für einen anderen Klub im Einsatz waren. Der SPORTBUZZER hat nachgeschaut, wie es bei den anderen verliehenen Münchenern lief.

Joshua Zirkzee

Um Spielpraxis auf Profi-Niveau sammeln zu können, schloss sich das Sturm-Talent dem RSC Anderlecht an. Ein Leih-Geschäft, das für alle Seiten voll aufging. Zirkzee war bei dem belgischen Top-Klub Stammspieler und Top-Scorer. In bislang 47 Pflichtspielen brachte es der 21-Jährige auf 31 Torbeteiligungen (18Tore/13Vorlagen), gehörte damit zu den besten Torschützen der Liga. Der niederländische Junioren-Nationalspieler steht in München noch bis 2023 unter Vertrag und hat nach eigener Aussage nach wie vor das Ziel, sich auch dort durchzusetzen. "Das Kapitel FC Bayern München ist noch nicht abgeschlossen", sagte er im Oktober gegenüber Voetbal International.

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Zirkzee hatte in der Saison 2019/20 erste Einsatzzeiten bei den Profis der Münchener erhalten. Insgesamt absolvierte er bislang zwölf Bundesliga-Spiele (vier Tore). In der Rückrunde der vorvergangenen Saison war Zirkzee bereits an den italienischen Erstligisten Parma Calcio ausgeliehen. Dort kam er in der Serie A aber nur auf vier Einsätze mit insgesamt 108 Spielminuten.

Alexander Nübel

Nach einem Jahr als Nummer zwei hinter Manuel Neuer wechselte der Torhüter im vergangenen Sommer zur AS Monaco. Beim Klub aus der Ligue 1 etablierte er sich nach anfänglichen Schwierigkeiten als Stammkeeper. So sehr, dass Monaco-Sportdirektor Paul Mitchell ihm sogar schnell ein baldiges Debüt in der Nationalmannschaft prophezeite.

Ob der 25-Jährige nach Ende seiner Leihe im Sommer 2023 wirklich nach München zurückkehrt, ist aktuell trotz gültigen Arbeitspapiers bis 2025 sehr fraglich. Neuer hat seinen Vertrag bis 2024 verlängert und Nübel will nicht noch einmal den Vertreter spielen. "Wenn er (Neuer) da ist, wird er spielen. Und ich glaube nicht, dass ich dann in der Zeit noch mal zu Bayern zurückkomme", sagte er im April der Bild.

Ron-Thorben Hoffmann

Auch der zweite Leih-Torhüter der Bayern war bei seinem Ausweich-Klub gesetzt. Der 23-Jährige galt zunächst als unangefochtene Nummer eins beim AFC Sunderland. Der gebürtige Rostocker hielt den Drittligisten lange im Aufstiegsrennen und Hoffmann schien sein Glück gefunden zu haben: "Ich will mit dieser Mannschaft aufsteigen und langfristig hier bleiben. Das ist für mich ganz klar", bestätigte Hoffmann gegenüber The Athletic im Dezember. Mit dem Aufstieg klappte es, mit dem Verbleib jedoch nicht. Hoffmann verlor in der Rückrunde nach einer Corona-Infektion und einem Trainer-Wechsel seinen Stammplatz. Zur kommenden Saison wechselt er fest zu Zweitliga-Aufsteiger Eintracht Braunschweig.

Chris Richards

Nach einer erfolgreichen Leihe in der Rückrunde der Saison 20/21 wurde der Deal zwischen dem Rekordmeister und der TSG Hoffenheim auf die jüngst beendete Saison ausgeweitet. Bei den Kraichgauern gehörte Richards zum Stammpersonal. Der Defensiv-Allrounder wurde von Trainer Sebastian Hoeneß in der Regel als Innenverteidiger in der Dreierkette eingesetzt. Zwei Verletzungen in der Rückrunde zwangen ihn jedoch häufig zum Zusehen, sodass er wettbewerbsübergreifend nur auf 23 Saisonspiele kam. Der US-Nationalspieler, der bislang zehnmal für die Bayern-Profis zum Einsatz kam, hat in München noch einen langfristigen Vertrag bis 2025. Nach dem feststehenden Abgang von Niklas Süle im Sommer könnte der 21-Jährige in der kommenden Spielzeit auch beim Rekordmeister zu einer Option werden.

Lars Lukas Mai

Ein weiteres Innenverteidiger-Talent des FC Bayern spielte seine zweite Saison in der 2. Liga. Nach einem Jahr beim SV Darmstadt 98 wechselte Lars Lukas Mai im Sommer 2021 zum SV Werder Bremen. "Lukas hat bei Darmstadt seine Qualitäten gezeigt und überzeugt. Bei Werder Bremen geht er den nächsten logischen Schritt seiner Entwicklung", hatte FCB-Sportvorstand Hasan Salihamidzic den Wechsel begründet. Beim Bundesliga-Absteiger war der 22-Jährige unter Ex-Trainer Markus Anfang, der ihn zuvor auch schon in Darmstadt trainiert hatte, zunächst gesetzt. Nach dem Trainerwechsel zu Ole Werner hatte Mai jedoch einen schwereren Stand, sodass er nur noch zu Kurzeinsätzen kam und sich nicht für eine Weiterbeschäftigung empfehlen konnte. Zur kommenden Saison wechselt er fest zum FC Lugano in die Schweiz.

Adrian Fein

Der gebürtige Münchener, der im Alter von sieben Jahren zum FC Bayern kam, ist ein "Leih-Routinier". Die am 31. Januar begonnene Leihe zu Dynamo Dresden war bereits die fünfte Leih-Station für den Mittelfeldspieler seit 2018. Über Regensburg, den HSV, PSV Eindhoven und zuletzt Greuther Fürth landete Adrian Fein im Winter bei dem sächsischen Zweitligisten. So richtig durchgesetzt hatte er sich nur in Hamburg in der Spielzeit 2019/20, als er unangefochtener Stammspieler war. Bei Aufsteiger Fürth kam Fein in der Hinrunde der laufenden Saison so gut wie gar nicht zum Zug, kam bei vier Pflichtspiel-Einsätzen nur auf insgesamt 75 Spielminuten. Bei Dynamo sollte er bis Saisonende wieder regelmäßig Spielpraxis sammeln, lief jedoch nicht ein einziges Mal für den Absteiger auf. Sein Vertrag beim FC Bayern läuft noch bis 2023.

Sarpreet Singh

Singh war 2019 aus seiner neuseeländischen Heimat zum FC Bayern gewechselt und dort vor allem in der zweiten Mannschaft zum Zuge kommen. In der Saison 2019/20 bestritt er zwei Bundesliga-Spiele für die Bayern. Sein Erstliga-Debüt gab er dabei gegen Werder Bremen. Im Winter 2021 ging er für ein halbes Jahr zur Leihe zum 1. FC Nürnberg. In der abgelaufenen Saison spielte er auf Leihbasis für Zweitligist Jahn Regensburg und wurde dort zum Stammspieler. Bis zu seiner Verletzung absolvierte er 27 Pflichtspiele, in denen ihm sechs Tore und neun Vorlagen gelangen. Die hartnäckige Schambeinentzündung verhinderte einen Sommer-Wechsel zu Werder.

Bright Arrey-Mbi

Für eineinhalb Jahre war das Abwehr-Talent im Januar nach Köln verliehen worden. Das Ziel: "Spielpraxis in der Bundesliga sammeln und sich auf der nächsten Stufe weiterentwickeln" (Hasan Salihamidzic). Auf sein Debüt in der Bundesliga wartet der 19-Jährige allerdings noch, in der Rückrunde kam er unter Trainer Steffen Baumgart nicht zum Zug. Sein Profi-Debüt hat der Innenverteidiger allerdings schon hinter sich. Hansi Flick hatte Arrey-Mbi im Dezember 2020 im Gruppenspiel der Champions League gegen Atlético Madrid überraschend in die Startelf beordert. In der Bundesliga kam er für den Rekordmeister allerdings noch nicht zum Einsatz. In München ist er bis 2025 gebunden.

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