01. Oktober 2017 / 18:50 Uhr

FC Höherberg gewinnt Spitzenspiel

FC Höherberg gewinnt Spitzenspiel

Christian Roeben
Göttinger Tageblatt
Julius-Damian Meyer, Dominic Schüssler und Kapitän Paul Jünemann (v.l.) bejubeln den Sieg des FC Höherberg im Kreisliga-Spitzenspiel beim SV Germania Breitenberg.
Julius-Damian Meyer, Dominic Schüssler und Kapitän Paul Jünemann (v.l.) bejubeln den Sieg des FC Höherberg im Kreisliga-Spitzenspiel beim SV Germania Breitenberg. © Helge Schneemann
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Kreisliga: 3:2-Erfolg nach Rückstand beim SV Germania Breitenberg

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Breitenberg. Der FC Höherberg hat das Fußball-Kreisliga-Spitzenspiel beim SV Germania Breitenberg mit 3:2 (2:2) gewonnen und damit seinen zweiten Tabellenplatz gefestigt. Julius-Damian Meyer (4.), Dominic Schüssler (44.) und Max Jünemann (49.) schossen den FC zum Erfolg im Prestigeduell.

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Knapp 200 Zuschauer sahen ein Gästeteam, das gleich mal furios loslegte. Erst vier Minuten waren gespielt, als sich der Zweite beim Dritten über dessen rechte Seite gekonnt nach vorne kombinierte. Schüssler legte quer auf Meyer, der aus knapp zehn Metern durch die Beine von Breitenbergs Schlussmann Sebastian Depuhl traf. Tobias Rudolph hätte für das Team von Trainer Ansgar Kühne nur sechzig Sekunden fast zum 2:0 nachgelegt, doch sein fulminanter 20-Meter-Schuss landete lediglich an der Latte.

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helgeschneemann.com_043 © Schneemann

Für die Breitenberger schien das ein Weckruf gewesen zu sein. Nach völlig verschlafenem Start gelang es der Germania anschließend besser, das Mittelfeld mit Tempo zu überbrücken. Torjäger Kevin Wodarsch, der in der 9. Minute nach einem Vogt-Pass noch knapp im Abseits gestanden hatte, sorgte nach einer guten Viertelstunde für das 1:1. Nachdem sich der quirlige Argjend Sulemanaj auf der linken Seite dynamisch durchgesetzt hatte und auf Wodarsch abgelegt hatte, bewies Breitenbergs Nummer zehn seine starke Schusstechnik. Statt es aus 17 Metern mit Gewalt zu versuchen, setzte er den Ball mit Präzision flach links neben den Pfosten zum 1:1 (16.).



Noch schöner war jedoch sein zweiter Streich, den Wodarsch nur fünf Minuten später folgen ließ. Nach einem Konter startete er rund 35 Meter vor dem gegnerischen Gehäuse sein Solo, ließe dabei die halbe Höherberger Mannschaft stehen und lupfte den Ball als Sahnehäubchen in knallgelben Schuhen mit links über FC-Keeper Alexander Blümel – ein Klassetor (21.).

Das Heimteam, durch die Führung mit frischem Selbstvertrauen ausgestattet, wollte nun nachlegen, schaffte das jedoch nicht. Cedric Ubers Versuch wurde von Höherbergs Kapitän Paul Jünemann von der Linie geköpft (35.), und Tobias Gabel, der im zentralen defensiven Mittelfeld aufgeboten worden war, schob den Ball von halblinks an Blümel vorbei, jedoch auch gegen den Pfosten (37.). „Wir haben in der ersten Halbzeit gut gespielt, hätten aber höher führen müssen“, bemängelte Breitenbergs Trainer Ingo Sarow nach der dritten Saisonniederlage seiner Elf.

Der Chancenwucher der Germania sollte sich noch vor dem Seitenwechsel rächen. Nach einer Ecke klärten die Gastgeber nicht resolut genug, und Höherbergs Schüssler gelang per wuchtigem Schuss unter die Latte vor dem Halbzeitpfiff der 2:2-Ausgleich (44.).

„Das war etwas glücklich, denn zwischen der fünften und 35. Minute haben wir schlechten Fußball gespielt. Insgesamt ist der Sieg aber aufgrund der zweiten Halbzeit verdient, denn in dieser ist Breitenberg nichts mehr eingefallen“, urteilte Höherbergs Coach Kühne.

Damit lag er richtig. Nach einem katastrophalen Fehlpass im Aufbau der Breitenberger staubte Max Jünemann nach Schuss von Henrik Kurth zum 3:2 aus FC-Sicht ab (49.). „So etwas darf uns nicht passieren. Allen drei Gegentoren sind eklatante Fehler von uns vorausgegangen“, haderte Germanias Übungsleiter Sarow. Insgesamt standen die zweiten 45 Minuten auf keinem guten Niveau. Den Höherbergern reichte es, sich kompakt zu verschieben, da der Gegner läuferisch viel zu wenig investierte und sich Fehlpässe gleich im Dutzend erlaubte. Den Breitenbergern gelang es nach der Pause nicht, sich auch nur eine Chance zu erspielen. „Das war zu wenig, das muss man so deutlich sagen“, kritisierte Sarow nach der Derbypleite.

Tore: 0:1 Meyer (4.), 1:1/2:1 Wodarsch (16., 21.), 2:2 Schüssler (44.), 2:3 Max Jünemann (49.).

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