09. April 2021 / 22:00 Uhr

Flut von Zeitstrafen: IceFighters verlieren Playoff-Auftakt in Hamburg

Flut von Zeitstrafen: IceFighters verlieren Playoff-Auftakt in Hamburg

Stephanie Riedel
Leipziger Volkszeitung
Thomas Zuralev bzwingt Patrick Glatzel zum 2-0
Die IceFighters Leipzig verlieren das erste Playoff-Spiel in Hamburg mit 1:3. © Ralf Homburg
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Glückstrikots der Langzeitverletzten hinter der Bande bringen kein Glück: Die IceFighters Leipzig sind mit einer 1:3- Niederlage in die fünfte Jahreszeit der Saison bei den Crocodiles Hamburg gestartet. Crocodile-Keeper Kai Kristian war für das Team von Sven Gerike nahezu unüberwindbar.

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Hamburg/Leipzig. Da war der Wurm drin: Zum gefeierten Saisonhighlight haben die IceFighters Leipzig beim ersten Aufeinandertreffen in der Best-of-Three-Serie der Playoffs bei den Crocodiles Hamburg 3:1 (2:0, 0:0, 1:1) verloren.

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Per Powerplay zum 2:0

Den Gastgebern gelang ein Auftakt nach Maß: Nur 15 Sekunden nach dem Anbully segelte die Scheibe über Leipzigs Goalie Patrick Glatzel in die Maschen. Die Eiskämpfer blieben am Puck und setzten sich im Hamburger Drittel fest. Gleichwohl verteidigte die sonst schwächere Defensive der Crocodiles mit aller Leidenschaft.

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Die IceFighters aus Leipzig verlieren das Auftaktspiel der Playoff-Serie in Hamburg mit 1:3. Zur Galerie
Die IceFighters aus Leipzig verlieren das Auftaktspiel der Playoff-Serie in Hamburg mit 1:3. © Ralf Homburg

Dann landete Hamburgs Vojtech Suchomer nach einem Stockschlag von Moritz Israel in der Bande und auf dem Eis. Der 25-jährige Leipziger kassierte nicht nur fünf Strafminuten, sondern auch eine Spieldauerdisziplinarstrafe. Heißt: der zuletzt starke Moritz Israel fehlt am Sonntag im Aufgebot von Headcoach Sven Gerike. Sekunden später kombinierten sich die Hausherren im Powerplay zum 2:0. Die Leipziger Kufencracks gaben sich kämpferisch, doch bei Keeper Kai Kristian war immer Endstation.

„Gut weitergespielt und viel versucht“

Das Mitteldrittel lief torlos von der Uhr. Die tickte in Sachen Strafen nun ganze 76 Minuten, denn verknotete und harte Zweikämpfe prägten diese Phase. Allein der Hamburger Dennis Reimer holte sich 14 Minuten, sein Kollege Yannis Walch ereilte das gleiche Schicksal wie Leipzigs Israel. Das war die Chance für die Messestädter, bei fünf Minuten in Überzahl zu scoren. Und wieder verhinderte der Gäste-Goalie einen Anschlusstreffer. Doch sein Pendant Glatzel stand ihm nicht nach, glänzte mit Reaktionsschnelligkeit und war hellwach.

Im Schlussdrittel erhöhten die Gastgeber auf drei Tore. Obwohl Hubert Berger mit seinem 13. Saisontreffer zum 1:3 verkürzte, war für das Gerike-Team auch mit dem sechsten Feldspieler auf dem Eis nichts mehr zu holen. Nun heißt es am Sonntag (17 Uhr) für die IceFighters im Viertelfinal-Heimspiel: Vollgas! Alles oder nichts!

Natürlich sei die Partie für seine Crew schlecht losgegangen, befand Coach Sven Gerike. „Aber wir haben beim 0:2 nicht aufgesteckt, gut weitergespielt und im letzten Drittel viel versucht“, sagte der 44-Jährige.