26. September 2022 / 09:02 Uhr

Frankreich-Presse schimpft: "Besorgniserregende Leistung" – aber Deschamps macht sich "keine Sorgen"

Frankreich-Presse schimpft: "Besorgniserregende Leistung" – aber Deschamps macht sich "keine Sorgen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps steht nach der Pleite in Dänemark in der Kritik.
Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps steht nach der Pleite in Dänemark in der Kritik. © IMAGO/AFLOSPORT (Montage)
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Die französische Nationalmannschaft hat sich bei der 0:2-Niederlage in Dänemark noch überhaupt nicht in WM-Form präsentiert. Während Trainer Didier Deschamps ziemlich entspannt bleibt, sieht die französische Presse noch einige Baustellen.

Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps sieht trotz der schwachen Auftritte des Weltmeisters in der Nations League knapp zwei Monate vor dem Start der WM keine Probleme. "Es ist ein junges französisches Team, das nicht die Erfahrung auf hohem Niveau hat. Wir sollten uns keine Sorgen machen", sagte der frühere Profi am Sonntag nach der 0:2-Niederlage in Dänemark. Er setzt vor allem auf die Rückkehr einiger etablierter Stars wie Karim Benzema von Real Madrid: "Die international erfahrenen Spieler werden uns gut tun."

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Die Équipe Tricolore zeigte sich beim 0:2 in Kopenhagen erneut weit entfernt von einer guten WM-Form und beendete die Gruppe A mit lediglich einem Erfolg aus sechs Partien und nur einem Punkt vor Absteiger Österreich. "Es ist keine Frage des Spielsystems", wehrte sich Deschamps gegen aufkommende Kritik an seiner Formation. "Wenn man bei vier Ecken immer dänische Spieler alleine lässt, kann man das auch mit drei, fünf oder zwölf Spielern nicht ändern."

Deschamps sieht zudem Probleme bei vielen Top-Nationen wie Deutschland (zuletzt 0:1 gegen Ungarn), Spanien (1:2 gegen die Schweiz) oder auch England (0:1 in Italien). "Es gibt andere große Teams, die auch verlieren", erklärte der langjährige Mittelfeldspieler. "Wir sollten uns nicht für besser als die anderen halten." Die französische Presse geht hingegen besonders hart mit der Defensive der Équipe Tricolore ins Gericht. "Die Spieler haben wahllos verteidigt", schrieb die L’Équipe: "Die französische Mannschaft verlor alles, was sie zuletzt im Stade de France stark gemacht hatte: ihre offensive Effizienz, aber auch - und vor allem - ihre Fähigkeit, gut zu verteidigen. " Der letzte Eindruck vor der WM in Katar sei "nicht sehr beruhigend" gewesen.

Bayern-Verteidiger Upamecano und Pavard schwach

Für die Zeitung Le Parisien ist auch die "Abwehr die eigentliche Baustelle vor Katar". Im Spiel gegen Dänemark hinterließen unter anderem die Bayern-Verteidiger Dayot Upamecano und Benjamin Pavard einen wackeligen Eindruck. "Die französische Nationalmannschaft, die am Sonntagabend zwei Mal durchbohrt wurde, gibt weniger als zwei Monate vor der Weltmeisterschaft Anlass zur Sorge. Die Verletzten, die Unpässlichkeiten und die Entscheidungen des Trainers - die Baustelle scheint riesig zu sein", schrieb Le Parisien.

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Frankreich ist wie auch Deutschland, Spanien oder England noch nicht bereit für das große Turnier am Jahresende im Wüstenstaat. Die Zeitung Le Monde wählte bei der Betrachtung der aktuellen Verfassung des Weltmeisters von 2018 das Wort "beunruhigend". Gegen Dänemark sei das Team von Deschamps "deklassiert" worden. Weiter heißt es: "Die französische Nationalmannschaft gab eine besorgniserregende Leistung ab. (...) Zwei Monate vor der Weltmeisterschaft, bei der Les Bleus übrigens auf die Skandinavier in ihrer Gruppe treffen werden, muss sich Didier Deschamps noch viele Fragen stellen."

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