14. Februar 2021 / 07:01 Uhr

Freiburg-Profi Grifo nach Rummenigge-Aussagen: "Beim Impfen die älteren Menschen bevorzugen"

Freiburg-Profi Grifo nach Rummenigge-Aussagen: "Beim Impfen die älteren Menschen bevorzugen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Vincenzo Grifo (links) hat in der Impfdebatte klar Stellung bezogen.
Vincenzo Grifo (links) hat in der Impfdebatte klar Stellung bezogen. © IMAGO/Laci Perenyi (Montage)
Anzeige

Aussagen von Karl-Heinz Rummenigge haben die Impfdebatte im Profifußball angestoßen. Nun äußerte sich Vincenzo Grifo vom SC Freiburg mit einem klaren Statement. Eine Bevorzugung der Bundesliga-Spieler kann er sich nicht vorstellen.

Vincenzo Grifo vom SC Freiburg hat sich in der Corona-Pandemie gegen eine bevorzugte Impfung von Sportlern ausgesprochen. "Wir sind sehr privilegiert, wir dürfen unseren Job ausüben", sagte der Mittelfeldspieler am Samstagabend im "Aktuellen Sportstudio" des ZDF. "Ich würde sagen, dass wir beim Impfen die älteren Menschen bevorzugen und dann kommen wir Jungen dran", ergänzte der 27 Jahre alte italienische Nationalspieler.

Anzeige

Im deutschen Profisport war zuletzt hitzig über eine mögliche Bevorzugung von Profisportlern beim Impfen diskutiert worden. Vorausgegangen waren Aussagen von Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge, der bei Sport1 angeregt hatte, dass Fußball-Profis als Impfvorbilder in der Bevölkerung dienen könnten. Die Aussagen fanden enormen Widerhall, obwohl eine solche Frage für die Politik derzeit und auch in naher Zukunft gar nicht auf der Agenda steht.

Mehr vom SPORTBUZZER

Kritik an Rummenigge-Vorstoß

Seinen Vorstoß hatte Rummenigge unter anderem damit begründet, dass das Vertrauen in der Bevölkerung wachse, wenn sich beispielsweise ein Spieler des FC Bayern impfen lasse. Rummenigge hatte weder eine Bevorzugung eingefordert noch einen Vergleich mit anderen Berufen angestellt. Unter anderem Olympiaturner Marcel Nguyen ("Ich musste herzlich lachen") und – deutlich heftiger – der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling ("Ich finde es beschämend") hatten diese Aussagen kritisiert.