17. April 2021 / 20:19 Uhr

Funkel-Einstand misslingt: Leverkusen vergrößert Kölner Abstiegsnot

Funkel-Einstand misslingt: Leverkusen vergrößert Kölner Abstiegsnot

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Friedhelm Funkel geht bei seinem Einstand als Köln-Trainer leer aus. Gegen Bayer Leverkusen verlor sein Team deutlich.
Friedhelm Funkel geht bei seinem Einstand als Köln-Trainer leer aus. Gegen Bayer Leverkusen verlor sein Team deutlich. © IMAGO/Revierfoto/dpa/Montage
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Der erhoffte Effekt des Trainerwechsels von Markus Gisdol zu Routinier Friedhelm Funkel ist ausgeblieben: Der 1. FC Köln bleibt auch im neunten Spiel in Folge ohne Sieg und rutscht in der Liga immer tiefer in den Tabellen-Keller. Bayer Leverkusen springt durch den Sieg am Samstagabend dagegen sogar zumindest für einen Tag auf Platz fünf.

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444 Tage nach seiner Entlassung bei Fortuna Düsseldorf hat Friedhelm Funkel, der neue Trainer des 1. FC Köln, bei seinem Comeback an der Seitenlinie im rheinischen Derby gegen Bayer Leverkusen eine bittere Niederlage hinnehmen müssen. Der abstiegsgefährdete SC unterlag der Werkself in der BayArena mit 0:3 (0:2) und bleibt damit Tabellen-17. der Bundesliga - mit nunmehr vier Zählern Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz, den Aufsteiger Arminia Bielefeld belegt. Leon Bailey (5. und 76. Minute) per Doppelpack und Moussa Diaby (51.) sorgten für die deftige Niederlage der Kölner.

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Kurios: Im Januar 2020 hatte Funkel in seinem zuvor letzten Bundesliga-Spiel mit Düsseldorf ebenfalls ein 0:3 in Leverkusen kassiert. Der FC ist nun bereits seit neun Spielen sieglos und holte in diesem Zeitraum nur zwei von 27 Punkten. In Leverkusen kam vom frühen Gegentor über zwei Latten-Treffer bis zu einem zurückgenommenen Elfmeter alles Pech für den FC zusammen.

Nach der effizienten Vorstellung der Leverkusener unter Interimstrainer Hannes Wolf gegen die Kölner kann Bayer langsam aber sicher mit dem Europacup planen. Mit 47 Punkten überholt die Werkself zumindest für einen Tag Borussia Dortmund und springt auf Platz fünf. Der BVB kann am Sonntagnachmittag allerdings nachlegen - wegen der besseren Tordifferenz würde den Dortmundern bereits ein Remis gegen Werder Bremen (15.30 Uhr/Sky) reichen, um den Platz vor der Werkself wieder einzunehmen.

Leverkusener Defensive durchaus wacklig

Funkel, der die Partie fast komplett stehend am Rande der Coaching Zone mit den Händen in den Hosentaschen verfolgte, hatte sein auf vier Positionen verändertes Team ohnehin nicht zum Mauern auf den Rasen geschickt. Doch nun mussten die Kölner richtig aktiv werden. Das taten sie durchaus ansehnlich. Dabei machte sich bezahlt, dass die Zentrale mit Jonas Hector, Ellyes Skhiri und Max Meyer fußballerisch gut besetzt war. Kapitän Hector hatte dann auch die erste Chance zum Ausgleich, er köpfte nach Flanke von Jannes Horn aus sieben Metern knapp vorbei (20.).

Bayer ließ sich viel zu weit in die Defensive drängen und zeigte sich durchaus wacklig, vor allem Tin Jedvaj war ein Unsicherheitsfaktor. Nach 34 Minuten freuten sich die Kölner schon auf einen Elfmeter. Schiedsrichter Sören Storks hatte gepfiffen, wurde aber darauf hingewiesen, dass der Kontakt zwischen Charles Aranguiz und Marius Wolf außerhalb des Strafraums stattfand. Hector zog den Ball scharf aufs Tor und traf die Latte. Bayer kam erst in der 45. Minute durch einen Kopfball von Patrik Schick wieder zu einer Chance.

Nach dem Wechsel begann die Partie mit der dritten Chance von Hector, der knapp verzog (47.). Nach einer eigenen Ecke liefen die Kölner schließlich in einen Konter. Diaby schloss ihn ab und sorgte für die Vorentscheidung. Köln gab aber nicht auf, Florian Kainz traf aus 25 Metern die Latte (63.). Knapp eine Viertelstunde später besiegelte Bailey mit dem 3:0 die Kölner Niederlage.