18. August 2021 / 15:40 Uhr

Für bessere Leistungen: Wolfsburgs Schlager setzt auf Meditation und Tunnelblick

Für bessere Leistungen: Wolfsburgs Schlager setzt auf Meditation und Tunnelblick

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Setzt auf Meditation und Tunnelblick: VfL-Profi Xaver Schlager.
Setzt auf Meditation und Tunnelblick: VfL-Profi Xaver Schlager. © Roland Hermstein
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Xaver Schlager ist für das Spiel des VfL Wolfsburg enorm wichtig. Er erobert Bälle, schaltet schnell um und hat den Blick für die Mitspieler. Damit er seine Leistungen abrufen kann, setzt der Österreicher vor einem Spiel auf Meditation und während einer Partie auf den Tunnelblick.

Beten, die Haare richten oder Musik hören: Fußball-Profis haben vor Spielen die verschiedensten Rituale. Auch Xaver Schlager ist das wichtig. Der VfL-Mittelfeldmann hat etwas ganz Besonderes für sich entdeckt - er meditiert vor Spielbeginn. Und nicht nur das. Auch auf dem Platz ist dem Abräumer des Wolfsburger Bundesligisten eine Sache besonders wichtig, um seine Leistung abrufen zu können.

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Die Zeit bis zum Anpfiff nutzt jeder Spiel anders. Während die einen eher auf den Austausch mit den Teamkollegen setzen, genießen die anderen die Ruhe. Zu Letzterem gehört Schlager. "Jeder hat seine Routine. Bei einem hilft Musik, ich meditiere ganz gerne. Dabei schalte ich ab und lasse alle Probleme los", beschreibt der 23-Jährige. Grundsätzlich setzt beim VfL aber nicht nur der Mittelfeld-Stratege auf Entspannungstechniken, Yoga-Trainerin Stephanie Harrer arbeitet mehrmals die Woche auf freiwilliger Basis schon seit längerem mit einigen Wolfsburger Profis zusammen.

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Die Meditation kann Schlager auch am Samstag (15.30 Uhr) vorm Spiel bei Hertha BSC helfen. "Berlin will die Niederlage in Köln wiedergutmachen, daher wird es ein schwieriges Spiel. Wir müssen hart arbeiten. Wenn wir unser Spiel durchziehen, können wir gewinnen", hofft Wolfsburgs Nummer 24 auf die nächsten drei Punkte. Doch auf dem Platz kommt es für den Nationalspieler noch auf etwas ganz anderes an. "Ich versuche, im Tunnel zu sein", sagt Schlager. Anders als beim Alkoholkonsum sei es im Fußball von Vorteil, wenn man im Tunnelblick nichts anderes mitbekommt. "Da ist es richtig gut, weil man sich auf diese Sache konzentriert."

Allerdings nimmt der Profi im Tunnel kaum noch etwas von dem wahr, was um ihn herum passiert. "Im Spiel kriege ich gar nichts mit. Da kriege ich nicht einmal die Fans mit", sagt Schlager. Es gelingt ihm aber auch nicht immer, in den Tunnel zu kommen. Aber ist erst einmal drin, kommt er da auch so schnell nicht wieder raus - und das ist auch gut so. So kann er seine Leistungen am besten abrufen. In der vergangenen Saison waren ihm in 32 Liga-Spielen vier Vorlagen und zwei eigene Treffer gelungen. Auch in Berlin wird Schlager wieder versuchen, in den Tunnel zu kommen. Ob es gelingt, sieht er dann. "Manchmal schafft man es, manchmal nicht. Jedes Spiel ist anders", so der VfLer.