18. Februar 2020 / 16:19 Uhr

Fußballkreis Dahme/Fläming: Frauenteams starten in Rückrunde

Fußballkreis Dahme/Fläming: Frauenteams starten in Rückrunde

Lars Sittig
Märkische Allgemeine Zeitung
Hier bejubelt das Frauenteam des LFC noch die Titelverteidigung beim 18. Schneider-Cup in Beelitz - jetzt hat wieder der Punktspielbetrieb begonnen. 
Hier bejubelt das Frauenteam des LFC noch die Titelverteidigung beim 18. Schneider-Cup in Beelitz - jetzt hat wieder der Punktspielbetrieb begonnen.  © privat
Anzeige

Landesliga Frauen: Die Damenmannschaft der Region wieder im Ligabetrieb  – auf einem stabileren Fundament als anderswo.

Anzeige

Als die Zeit für eine Analyse gekommen war, war Dominik Lehmann mit Aufwand und Ertrag des Auftaktduells zufrieden. „Wir sind froh, dass wir gegen einen kompakten Gegner einen Punkt mitgenommen haben“, sagte der Co-Trainer des Ludwigsfelder FC nach der Partie beim SC Eintracht Miersdorf/Zeuthen, „und eine Niederlage zum Pflichtspiel-Auftakt 2020 abwenden konnten.“ 2:2-unentschieden war das Derby in der Frauenfußball-Landesliga am Sonntag auf dem Kunstrasenplatz in Zeuthen ausgegangen und die Winterpause geendet.

Anzeige
Mehr zum Sport in der Region

Der Ball rollt wieder im Pflichtspielmodus für die Damenteams des Fußballkreises (FK) Dahme/Fläming – wo der Punktspielbetrieb nach wie vor auf einer solideren Basis steht als in den meisten anderen Regionen des Landes Brandenburg. Insgesamt kämpfen in dieser Spielzeit in der Kreisliga zwölf Vertretungen um Punkte. Ein leichter Rückgang im Vergleich zu früheren Jahren – der allerdings keine innerbetrieblichen Ursachen hat. „Die Zahl hat sich reduziert, weil keine Mannschaften mehr aus anderen Kreisen bei uns antreten“, sagt Thomas Görs, beim FK für den Frauenfußball verantwortlich, „deshalb ist die zahl etwas gesunken, liegt aber immer noch deutlich höher als in anderen Kreisliga.“

Zum Vergleich: Im benachbarten Havelland treten in dieser Spielzeit nach dem Rückzug des SV Babelsberg II fünf Damenteams an, in anderen Kreis-Spielklassen liegt die Zahl der Vertretungen lediglich wegen Gaststartern aus benachbarten Kreisen oder Bundesländern im zweistelligen Bereich. Gut möglich, dass die Zahl der Frauenmannschaften zwischen Nonnendorf und Groß Teupitz in der kommenden Saison sogar noch steigt: Mit dem BSC Preußen Blankenfelde-Mahlow kehrt nach dem Rückzug im vergangenen Herbst ein Urgestein des Frauenfußballs in den Ligabetrieb zurück. Offen ist allerdings, ob die Rückkehrerinnen auf Kreis- oder sogar Landesebene antreten werden (siehe Infokasten) – auch dort ist der FK Dahme/Fläming mit zwei Teams (von zwölf) gut vertreten.



In Bildern: Ludwigsfelder HC unterliegt Blau-Weiß 90.

Der Ludwigsfelder HC (schwarze Trikots) hat zu Hause gegen Blau-Weiß 90 Berlin verloren. Zur Galerie
Der Ludwigsfelder HC (schwarze Trikots) hat zu Hause gegen Blau-Weiß 90 Berlin verloren. © Lars Sittig

Zuwachs aus der Kreisliga in der Landesliga zeichnet sich bisher allerdings nicht ab: Der Aufstieg in die Landesliga – wegen des Wechsels vom Klein- auf das Großfeld ein Quantensprung, ist zumindest beim KSV Sperenberg, dem aktuellen Tabellenführer, nicht geplant. „Wir werden nicht aufsteigen. Da wir nicht genug Spielerinnen über die gesamte Saison hätten. Deshalb sind unsere Ziele die Meisterschaft und eventuell der Pokal“, sagt Sperenbergs Trainer Alexander Fischer, der mit seinem Team am Sonntag beim Start der zweiten Saisonhälfte zu Hause im Topspiel gegen Phönix Wildau (Vierter) ein 2:2-Unentschieden erkämpfte. Peilt man beim KSV den Sprung nach oben perspektivisch an? „Ich denke eher nicht, da wir auch nicht den entsprechenden Nachwuchs haben“, sagt Alexander Fischer, „also ist ein Kader von 20 Frauen dauerhaft nicht realisierbar.“

Ludwigsfelder FC im Pokalhalbfinale gegen den FSV Forst Borgsdorf

In Ludwigsfelde hatte man den Sprung in die einzige Landesspielklasse gewagt und arbeitet nun daran, sich weiter zu etablieren. „Wir werden auch in der kommenden Saison in der Landesliga antreten“, kündigt Dominik Lehmann an, „und diesen Weg fortsetzen.“ Vor allem ein Highlight in den kommenden Wochen sorgt beim LFC schon für Vorfreude: Im Halbfinale des Landespokals tritt Ludwigsfelde am 1. März beim Ligakonkurrenten FSV Forst Borgsdorf an (Start: 15 Uhr). „Wir fiebern natürlich dem Halbfinale entgegen“, sagt Katharina Kruse, die Leiterin der Frauenfußball-Abteilung, „zumal sich ja auch unsere D-Juniorinnen qualifiziert haben.“

Tipp: Die komplette SPORTBUZZER-Berichterstattung zur EM 2021 findest Du auch in der superschnellen EM-App von Toralarm. Und folge gerne @sportbuzzer auf Instagram!