28. Januar 2022 / 19:00 Uhr

Fußballkreis Dahme/Fläming: Ringen ums Kicken

Fußballkreis Dahme/Fläming: Ringen ums Kicken

Sport Lucki
Märkische Allgemeine Zeitung
Hinweisschild auf die 2G-Regel für Amateursportler in Luckenwalde.
Hinweisschild auf die 2G-Regel für Amateursportler in Luckenwalde. © Frank Neßler
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Im Fußballkreis Dahme/Fläming hängt die für Mitte März geplante Saisonfortsetzung aufgrund der geltenden 2G-Regel in der Schwebe.

Noch ist nicht entschieden, wie die laufende Saison im Fußballkreis Dahme/Fläming im März fortgesetzt werden soll. Eine Umfrage dazu unter den Vereinen blieb ohne tragfähiges Ergebnis.

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„Es ist keine Frage des Wollens, es ist eine Frage des Könnens“, erklärte Bodo Konrad, der Vorsitzende des Fußballkreises Dahme/Fläming. Eine Vielzahl von Vereinen sieht sich aktuell außerstande, unter den derzeit geltenden 2G-Regeln anzutreten. Deshalb setzt der hiesige Fußballkreis auf Zeit. Es soll die nächste Verfügung der Landesregierung in der Pandemie abgewartet werden. Gehofft wird auf Lockerungen für den Freiluftsport oder zumindest auf Perspektiven darauf. „Nach der nächsten Verordnung, die ab dem 14. Februar gelten soll, werden wir das weitere Vorgehen mit Euch besprechen“, heißt es in einem Schreiben des Fußballkreises Dahme/Fläming, das in dieser Woche an die Vereine geschickt wurde.

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Ziel bleibt weiterhin die Fortsetzung der Saison zum 13. März. Dafür hatte der Spielausschuss des Fußballkreises Dahme/Fläming auf seiner Sitzung am 14. Januar einen neuen Rahmenterminplan erarbeitet und allen Vereinen zugestellt. Die Hinrunde soll demnach zunächst zu Ende gespielt werden. Anschließend werden mit Ausnahme der 2. Herren-Kreisklasse fast alle Staffeln im Frauen- und Männerspielbetrieb geteilt. In unterschiedlichen Runden sollen die Meister beziehungsweise Absteiger ermittelt werden. Dieses Prozedere bleibt die favorisierte Variante für die Saisonfortsetzung im Fußballkreis Dahme/Fläming.

„Wir wollen natürlich mit allen Mannschaften die Serie zu Ende spielen und niemanden verlieren“, erklärt Fußballkreischef Konrad, „an der Gesamtsituation für einen Re-Start der Saison hat sich bei uns nichts geändert. Anders als in anderen Fußballkreisen beginnen wir mit Mitte März relativ spät. Insofern haben wir auch noch Zeit. Wir werden also nichts übers Knie brechen und warten ab, ob sich die Politik für den Amateurfußball zu Lockerungen durchringen oder wenigstens eine Perspektive aufzeigen kann. Dann werden wir sehen. Alles andere ist für uns zum jetzigen Zeitpunkt Kaffeesatzleserei.“

Konrad: "Schon eine blöde Situation"

Sollte es nicht zum angedachten Modus der Saisonfortsetzung im Fußballkreis Dahme/Fläming am 13. März kommen können, dann wird der Spielausschuss die Sache noch einmal neu bewerten. „Wir werden Lösungen finden“, kündigte Konrad an, „wir haben Zeit bis zum 30. Juni. Die Saison wollen wir auf jeden Fall sportlich beenden. Das bleibt das Ziel.“

Der Fußballkreischef erklärte, dass ihn das knappe Ergebnis der Umfrage in den Vereinen zur Fortsetzung der Saison durchaus ein wenig überrascht hat. „Nun wissen wir aber, woran wir sind“, so Konrad, „es ist immer noch besser, als mit den Punktspielen anzufangen und die Vereine hätten aufgrund der 2G-Vorgaben nicht antreten können. Es gibt auch noch die Regel, dass Mannschaften, die dreimal nicht antreten, automatisch aus dem Meisterschaftsrennen fliegen. Und das will ja auch niemand. Es ist schon eine blöde Situation.“


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Mit dem Problem steht der Fußballkreis Dahme/Fläming nicht alleine da. Unter dem Motto: „Lasst uns gemeinsam Gehör verschaffen, für den Fußball wie wir ihn lieben“, haben Ulf und Nils Brunnemann aus Wittenberge in der vorigen Woche eine Petition gestartet, die sich an den Fußball-Landesverband Brandenburg (FLB) und Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) richtet.

Das Vater-Sohn-Duo aus der Prignitz will „diese eine letzte Chance nutzen“ und wirbt mit Nachdruck und klaren Worten dafür, den alsbald startenden Spielbetrieb unter 3G-Regeln (Geimpft/Genesen/Getestet), statt wegen des Infektionsgeschehens wie geplant unter 2G (nur Geimpfte oder Genesene), durchzuführen.

Der Zuspruch an der Petition ist riesengroß, in den sozialen Medien wurde sie dutzendfach geteilt. Das Vater-Sohn-Projekt findet Anklang. Bis zum Freitagnachmittag wurde die Petition fast 12 000 Mal unterschrieben.