27. November 2020 / 11:25 Uhr

Gegen Süd 05 II ist der Knoten bei André Stöhr erst richtig geplatzt

Gegen Süd 05 II ist der Knoten bei André Stöhr erst richtig geplatzt

Christoph Laak
Märkische Allgemeine Zeitung
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André Stöhr vom SV Hohennauen führt die Torjägerliste der Kreisliga A mit neun Toren an. © Christoph Laak
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Kreisliga A Havelland: Der 31-jährige Offensivspieler des SV Hohennauen führt die Torjägerliste der Kreisliga aktuell an.

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Es war schleppend angelaufen: Zwar hatte André Stöhr vom Fußball-Kreisligisten SV Hohennauen bereits am 2. Spieltag bei der 2:3-Niederlage seiner Mannschaft gegen den FC Rot-Weiß Nennhausen sein erstes Saisontor geschossen, doch es sollte bis zum 6. Spieltag sein einziger Treffer bleiben. „Dann haben wir beim BSC Süd 05 II gespielt und der Knoten ist so richtig geplatzt“, erklärt André Stöhr, der in Brandenburg einen Doppelpack schnüren konnte.

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„Ich bin nur schwer reingekommen in die Saison, kam auch in einigen Spielen von der Bank“, so der 31-Jährige, der seit 2016 wieder für den SV Hohennauen aufläuft und seitdem immer seine Tore für den Verein vom See geschossen hat. Das Fußballspielen hatte Stöhr bereits bei den Hohennauenern gelernt, verzog dann als Jugendlicher aber in die Nähe von Cottbus und ging dort für den TSV 1903 Groß Kölzig auf Torejagd. „Ich bin praktisch zurück den Wurzeln gekommen“, schmunzelt der Blondschopf.

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Und in dieser Saison hat Stöhr, der als Soldat bei der Bundeswehr tätig ist, einen großen Anteil daran, dass seine Mannschaft bisher von ganz oben in der Tabelle grüßt. Neun Treffer hat Stöhr bisher für den SVH erzielt, in drei Spielen traf er doppelt. „Ich glaube wir sind als Mannschaft noch einmal deutlich besser geworden, spielen schon seit gut drei Jahren so zusammen“, schätzt der aktuell Führende in der Torjägerliste ein.

Dabei ist ihm dieser Titel gar nicht so wichtig, sieht er den Erfolg eher als ganzen Erfolg des Teams und der gesamten Offensive. „Wir sind menschlich eine tolle Mannschaft, machen auch privat viel zusammen. Wird sind eigentlich ein großer Freundeskreis, der auch zusammen Fußball spielt“, hat Stöhr einen wichtigen Grund für die positive Bilanz ausgemacht.

Der Meistertitel ist das große Ziel

Neben dem Torschützen vom Dienst hat auch Toni Voigt schon achtmal für den SVH ins Schwarze getroffen. „Toni macht es mir und Torsten Meier aber auch leicht. Er ist körperlich so präsent, dass er für uns unglaubliche Lücken reißt“, lobt Stöhr den Hohennauer Stoßstürmer und sagt: „Ich würde es Toni auch gönnen, wenn er am Ende in der Torschützenliste vorne steht. Mir ist das nicht so wichtig, als 20-Jähriger hätte ich aber wahrscheinlich was anderes gesagt“, lacht André Stöhr, der in Hohennauen im offensiven Mittelfeld zum Einsatz kommt.

Eine feste Tormarke hat er sich also nicht vorgenommen, sind Stöhr die Siege mit seiner Mannschaft viel wichtiger. Wobei auch beim Führenden der Torjägerliste das Selbstvertrauen mit der Zeit immer größer geworden ist. „Man weiß, dass man seine Chancen bekommt und wenn du dann so einen Lauf hast, bist du dir auch sicher, dass du eine davon reinmachst.“

In Bildern: Hohennauen setzt sich im Derby beim BSC Rathenow mit 4:2 durch.

Die Gäste (in Blau) erwischten einen ganz schwachen Start, steigerten sich aber nach der Pause und drehten die Partie. Zur Galerie
Die Gäste (in Blau) erwischten einen ganz schwachen Start, steigerten sich aber nach der Pause und drehten die Partie. © Christoph Laak

Aktuell ruht aber auch beim SVH, wie in allen Ligen Brandenburgs, der Ball. Dennoch bleiben die Ziele in Hohennauen hoch. „Wir sind Tabellenführer und stehen in meinen Augen auch zurecht dort oben. Es ist doch klar, dass man dann auch Meister werden will. Ich glaube, dass wir es packen können“, so André Stöhr. Dabei wird es aber vor allem auch auf seine Tore ankommen.