28. November 2021 / 08:41 Uhr

96-Spielmacher Sebastian Ernst sucht seine Form - und fehlt gesperrt gegen den HSV

96-Spielmacher Sebastian Ernst sucht seine Form - und fehlt gesperrt gegen den HSV

Sportredaktion Hannover
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Verpasst das kommende Heimspiel der Roten gelbgesperrt: Sebastian Ernst.
Verpasst das kommende Heimspiel der Roten gelbgesperrt: Sebastian Ernst. © 2021 Getty Images
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Er kehrte als erhoffte Führungsfigur zu Hannover 96 zurück - blieb bisher aber oft unter den Erwartungen. Am Samstag sah Sebastian Ernst seine fünfte gelbe Karte und wurde zur Pause ausgewechselt. Im Nordduell gegen den Hamburger SV fehlt er den Roten.

Er galt vor der Saison als einer der großen Hoffnungsträger bei Hannover 96 - sucht wie so viele bei den Roten aber nach seiner Form. Als Aufstiegsheld von der SpVgg Greuther Fürth gekommen, hatte Sebastian Ernst dieses Ziel "langfristig auch mit 96". Bisher läuft es in die völlig andere Richtung, 96 steckt nach der 0:4-Pleite beim Karlsruher SC am Samstag weiter im Tabellenkeller fest.

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Zur Pause kommt Kaiser für Ernst

Mittendrin: ein nicht zum ersten Mal enttäuschender Ernst, der (noch) nicht der erhoffte Impulsgeber und Taktgeber im 96-Spiel ist. In Karlsruhe nahm Trainer Jan Zimmermann seine blasse Nummer 10 zur Pause raus und brachte Dominik Kaiser. Ernst hatte in der 26. Minute zudem seine fünfte gelbe Karte gesehen. Im Heimspiel gegen den Hamburger SV fehlt er also.

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Ob Zimmermann dann noch auf der Bank sitzt, ist zumindest fraglich. Der 96-Coach steht nach dem Debakel im Wildparkstadion mächtig unter Druck. Auch bei der Personalie Ernst hatte der Übungsleiter oft kein glückliches Händchen. Mal auf der Doppelsechs, mal auf der Zehnerposition, und mal halblinks oder halbrechts: Die richtige Position für Ernst im 96-System fand er nicht wirklich. In Fürth brillierte der 26-Jährige als Zehner in einer Mittelfeldraute hinter einer Doppelspitze (sieben Tore und sechs Vorlagen in 33 Spielen).

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Ernst bei allen 96-Siegen überzeugend

Am stärksten war Ernst auch bei 96 im offensiven Mittelfeld. An den einzigen drei Saisonsiegen der Roten gegen Heidenheim (1:0, SPORTBUZZER-Note 2), Holstein Kiel (3:0, Note 2,5) und gegen den FC St. Pauli (1:0, Note 2) hatte er entscheidenden Anteil. In allen drei Partien durfte er seinen Mittelfeldpart offensiver interpretieren. Zu häufig blieb er als Achter aber auch unglücklich in seinen Aktionen.

Im Nordduell mit dem HSV am kommenden Sonntag muss sich Ernst mit der Zuschauerrolle begnügen, Kaiser steht als Ersatz bereit. Danach steht Ernst in der Pflicht, seiner selbst auferlegten Führungsrolle konstant gerecht zu werden.

tk