26. Januar 2021 / 16:30 Uhr

Großbaustelle beim ZFC Meuselwitz: Förster ist letztes Puzzleteil beim Kader-Umbau

Großbaustelle beim ZFC Meuselwitz: Förster ist letztes Puzzleteil beim Kader-Umbau

Johannes David
Leipziger Volkszeitung
ZFC Meuselwitz Sport Regionalliga Training unter Corona Bedingungen mit Holm Pinder 
Foto: Mario Jahn
ZFC Meuselwitz Sport Regionalliga Training unter Corona Bedingungen mit Holm Pinder Foto: Mario Jahn © Mario Jahn
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Ganze neun personelle Veränderungen gab es seit Beginn der Spielzeit beim ZFC Meuselwitz, inklusive Trainerwechsel. Mit den Neuen soll es nun aus dem Tabellenkeller raus.

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Meuselwitz. Großbaustelle vor dem Abschluss: Die Reparatur- oder vielleicht eher Sanierungsarbeiten am Kader des abstiegsbedrohten Fußball-Regionalligisten ZFC Meuselwitz lassen sich von Kleinigkeiten wie der Corona- und Winterpause nicht aufhalten. Neben der Verpflichtung von Top-Stürmer Benjamin Förster gab der Verein gleichzeitig Offensivmann Serhat-Semih Güler zum Bonner SC ab.

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Acht personelle Änderungen seit Saisonbeginn (zählt man die Entlassung von Trainer Koray Gökkurt mit sogar neun) – ein Zeichen für die verfehlte Transferpolitik des im Oktober geschassten Gökkurt? „Dieser Eindruck könnte zumindest entstehen“, sagt Nachfolger Holm Pinder. „Die Jungs haben dem Spiel nicht so ihren Stempel aufgedrückt, dass wir damit zufrieden gewesen sein könnten. Außerdem gab es Reibereien außerhalb des sportlichen Bereichs.“ Will heißen: Manch einem schmeckte es nicht, neben dem Fußball auch noch ein paar Stunden pro Woche zu arbeiten. „Jetzt sollten wir Ruhe in das Gesamtgebilde bekommen“, so Pinder.

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Unruhe in gegnerischen Strafräumen erhofft er sich dagegen von Förster. Schließlich liest sich die Bilanz des 31-Jährigen, der vom BFC Dynamo kommt, auch in dieser Spielzeit mit sechs Toren und drei Torvorlagen in neun Spielen exquisit. „Da ist uns ein großer Fisch ins Netz gegangen. Ein absoluter Zentrumsspieler, so ein Typ hat uns bisher gefehlt“, sagt Pinder. Zu viel Druck möchte der coachende Vizepräsident dem Neuen denn aber doch nicht aufbürden. „Er allein wird es auch nicht richten.“



Und allein ist Förster glücklicherweise nicht. Zuletzt fand mit Alexander Dartsch ein weiterer Torjäger den Weg zurück an die Schnauder. Kurz vor dem Lockdown war der Kader bereits mit den Defensivspezialisten Firat Tuncer und Felix Müller aufgemotzt worden.

Transferfenster schließt am 31. Januar

Derweil haben neben Güler auch Dennis Blaser (Schwarz-Weiß Bregenz), Cottrell Ezekwem (VfB Homberg) sowie Rudolf Gonzalez-Vass (ebenfalls Bonn) Meuselwitz im Januar verlassen. Alle vier waren erst im Sommer gekommen. Das Winter-Transferfenster schließt am 31. Januar, weitere Verpflichtungen sollen bis dahin aber nicht folgen. „Wir sind jetzt in der Defensive und Offensive gut aufgestellt, haben einen kleinen, aber feinen Kader“, sagt Pinder.

Zunächst werden die Vereinsverantwortlichen ohnehin eher die Tagung der „Arbeitsgemeinschaft Fortführung des Spielbetriebs“ des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV) am diesem Dienstag genau beäugen. Konkrete Termine sind freilich nicht zu erwarten, so ließ sich NOFV-Präsident Hermann Winkler unlängst mit folgenden Worten zitieren: „In dieser Thematik sind wir abhängig von politischen Entscheidungen“ – und brachte gleichzeitig die Wertung per Quotientenregel nach abgeschlossener Hinrunde ins Spiel.

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