30. August 2020 / 21:04 Uhr

Grün-Weiß Deutsch Wusterhausen erstürmt im Benefizspiel den Gipfel

Grün-Weiß Deutsch Wusterhausen erstürmt im Benefizspiel den Gipfel

Kevin Päplow
Märkische Allgemeine Zeitung
Abteilung Attacke beim Jubel. Grün-Weiß Deutsch Wusterhausen freut sich über die Tabellenführung.
Abteilung Attacke beim Jubel. Grün-Weiß Deutsch Wusterhausen freut sich über die Tabellenführung. © Thomas Böttcher
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Kreisliga Dahme/Fläming: Aufsteiger nach 6:2-Erfolg über Wacker Motzen nun Spitzenreiter.

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SG Grün-Weiß Deutsch Wusterhausen - SG Wacker Motzen 6:2 (3:0). Tore: 1:0 Dominik Engelage (12.), 2:0 Paul Ludwig (36.), 3:0 Mattis Reszat (42.), 4:0 Kevin Lemke (63.), 4:1 Paul Kretzschmar (64.), 4:2 Philip Liebe (73.), 5:2 Mattis Reszat (87.), 6:2 Mattis Reszat (89.). Zuschauer: 185

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Am 2.Spieltag der Kreisliga Dahme/Fläming stand für die Fußballer aus Deutsch Wusterhausen nicht nur das erste Kreisligaheimspiel nach elf Jahren Abstinenz an. Sie trugen diese Partie auch für ihre schwer erkrankte Legende Ronny Päplow aus, der an Chorea Huntington erkrankt ist - eine Nervenkrankheit die den Muskeltonus im Gehirn angreift.

Dominik Engelage.trifft zur Führung

Die Mannen von Robert Lewandowski konnten trotz des Regens so eine Kulisse von 185 Zuschauer begrüßen. Diese sahen auch nach etwas weniger als einer Viertelstunde das Führungstor per Linksschuss von Dominik Engelage. Auf Grund der Witterung war es aber in vielen Teilen ein Abnutzungskampf. Die Wacker-Elf vergab direkt nach dem 1:0 ihre beste Gelegenheit auszugleichen, als Fritz von Haacke am langen Pfosten aber Brian Päplow in die Arme schoss.



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Wenn die Grünen Platz hatten, dann wurde es gefährlich und es fielen Tore. Nachdem Paul Ludwig auf 2:0 erhöhen konnte, konterte die Heimelf über Antonio Pilgrim, der Mattis Reszat zum 3:0-Pausenstand bediente. Spätestens als Kevin Lemke nach knapp einer Stunde Wacker-Keeper Kai Lischke mit einem Freistoß zum 4:0 überrumpelte, schien alles gelaufen zu sein. Die Elf vom See zeigte aber Moral und stellte schnell den Anschluss her. Paul Kretzschmar umkurvte Päplow im Tor und schloss ab. Morgenluft witterte Motzen dann, als Steven Thom ein Foulspiel an Nico Haßka beging. Den fälligen Elfmeter verwandelte Philip Liebe zum 2:4 aus Sicht der Gäste.

Christian Wiedemeier: „Diese Art Platzverweise kassierten wir schon im letzten Jahr“

Anstatt sich weiter aufzuraffen, handelten sich aber zwei Wacker-Kicker unnötige Platzverweise ein. Toni Bienge grätschte Steven Thom grob von hinten ab und Paul Kretzschmar wurde ebenfalls mit Rot für eine Tätlichkeit von Schiedsrichter Heinz Brademann früher unter die warme Dusche geschickt. Not amused darüber zeigte sich Co-Trainer Christian Wiedemeier. „Der Sieg von Deutsch Wusterhausen ist verdient, weil sie spielerisch einfach mehr Qualität hatten. Ich ärgere mich am meisten über die Roten Karten. Diese Art Platzverweise kassierten wir schon im letzten Jahr. Anscheinend haben unsere Ansprachen dahingehend nicht gefruchtet“, so Wiedemeier frustriert.

Robert Lewandowski: „Wir haben heute für Rudi gespielt“

Als Mattis Reszat per Kopf und nach einem Konter mit seinem Doppelpack den Endstand von 6:2 markierte, war der Trainer der Dotscher glücklich und emotional. „Wir haben verdient gewonnen und die Momentaufnahme Tabellenführung ist schön, aber wir drehen nicht durch. Wir haben heute für Rudi gespielt und sind dankbar, dass viele Vereine wie unser Gegner Motzen, der Heideseer SV Fortuna, die SG Großziethen oder der MSV Zossen spendeten. Der Fußballkreis ist schon besonders und hält zusammen. Wir sind dankbar“, zeigt sich Lewandowski glücklich.

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