13. Juni 2021 / 21:09 Uhr

Hammersieg: HC Elbflorenz versaut dem HSV Hamburg die Aufstiegsfeier

Hammersieg: HC Elbflorenz versaut dem HSV Hamburg die Aufstiegsfeier

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Die Dresdner Spieler hält es nicht mehr auf der Bank des HC Elbflorenz, als der Sieg gegen den HSV Hamburg endlich perfekt ist.
Die Dresdner Spieler hält es nicht mehr auf der Bank des HC Elbflorenz, als der Sieg gegen den HSV Hamburg endlich perfekt ist. © Matthias Rietschel
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Der HC Elbflorenz hat mit einem sensationellen Auftritt den Zweitliga-Konkurrenten und Spitzenreiter Handball Sport Verein Hamburg mit 37:31 besiegt. Dabei feuerten erstmals seit über sieben Monaten über 700 Zuschauer die Crew von Cheftrainer Rico Göde zum Erfolg. 

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Dresden. Beflügelt von 702 Zuschauern haben die Handballer des HC Elbflorenz Spitzenreiter HSV Hamburg mit 37:31 (17:14) in die Schranken gewiesen und den Hanseaten damit die erhoffte Aufstiegsfeier vermasselt. Kapitän Mario Huhnstock, der mit einer ganz starken Vorstellung im Tor maßgeblich zum Sieg beitrug, bestätigte anschließend: „Wir wussten, dass sie hier den Aufstieg perfekt machen konnten, aber das wollten wir bei unserem ersten Spiel seit langem vor Zuschauern in der eigenen Halle keinesfalls sehen.“

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Von Emotionen getragen

Vereinschef und Mäzen Uwe Saegeling hatte diesen Gedanken schon vor der Partie in Richtung des Gegners etwas süffisant gemeint: „Dynamo hat´s gezeigt, man steigt besser zu Hause auf.“ Die Botschaft des Tabellenvierten war also klar und deutlich. Und so spielten die Hausherren dann auch über die kompletten 60 Minuten. Trainer Rico Göde konnte nachher mit Stolz bilanzieren, dass dies „eines der besten Zweitliga-Spiele“ seiner Mannschaft gewesen ist.

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Nach dem 2:2-Ausgleich durch Kreisläufer Philip Jungemann kamen die Hausherren immer besser ins Rollen. Während die Gäste mehrfach am Gestänge und Mario Huhnstock scheiterten, fanden die Göde-Schützlinge glänzend die Lücken in der gegnerischen Abwehr. Als Jonas Thümmler zum 7:4 (14.) einnetzte, konnten die Dresdner erstmals einen Drei-Tore-Vorsprung bejubeln. Der Funke sei vom Publikum übergesprungen, wie Arseniy Buschmann befand.

Getragen von diesen Emotionen brannten die HCE-Spieler auch auf der Platte ein wahres Feuerwerk ab. Als Mindaugas Dumcius nach einem Konter das 9:5 (16.) markierte, musste HSV-Coach Torsten „Toto“ Jansen schon zum ersten Mal den grünen Karton zücken. Doch geholfen hat seine Ansprache kaum. Die Dresdner diktierten mit einer starken Abwehr und einer effektiven Chancenverwertung im Angriff ganz klar das Geschehen. Allein die Wurfquote sprach zur Halbzeit Bände – beim HCE standen 81 Prozent zu Buche, bei Hamburg lediglich 58,3 Prozent.

Mehr Fans gegen Bietigheim?

Auch nach dem Seitenwechsel knüpften die Gastgeber nahtlos an diese Leistung an. Wie entfesselt kamen sie aus der Kabine und schraubten den Vorsprung binnen sieben Minuten auf sechs Tore (22:16). Immer wieder erwies sich dabei Mario Huhnstock als Fels in der Brandung und in der Offensive ließen sich Lukas Wucherpfennig, Mindaugas Dumcius, Sebastian Greß oder Arseniy Buschmann, der sonst nicht zu den Top-Scorern zählt, einfach nicht aufhalten. „Ich denke schon, dass bei uns heute sehr viele Phasen dabei waren, in denen man deutlich gesehen hat, dass wir uns weiterentwickelt haben“, meinte Huhnstock. Dabei zahle sich auch aus, dass durch die Corona-Pause alle Spieler zuletzt viel Einsatzzeit hatten und so jeder seinen Beitrag geleistet habe.

Gäste-Coach Torsten Jansen machte den Dresdnern ebenfalls ein Kompliment: „Elbflorenz hat wirklich sehr stark gespielt.“ Rico Göde meinte zum Schluss: „Mehr Werbung kann unser Team nicht machen, deshalb hoffe ich, dass zum letzten Heimspiel gegen Bietigheim noch mehr Zuschauer kommen.“

Elbflorenz-Tore: Wucherpfennig 9/3, Dumcius 7, Buschmann, Greß je 5, Jungemann 3, Dierberg, Kretschmer, Stavast, Thümmler je 2.