21. Februar 2022 / 15:19 Uhr

Teuchert, Kerk und Beier: 96-Coach Dabrowski baut neue Geometrie im Sturm

Teuchert, Kerk und Beier: 96-Coach Dabrowski baut neue Geometrie im Sturm

Andreas Willeke
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Die drei ganz vorn: Cedric Teuchert, Sebastian Kerk und Maximilian Beier (von links) zeigen auf St. Pauli bei ihren Kontern, dass 96 mit ihnen offensiv sehr gut aufgestellt ist.
Die drei ganz vorn: Cedric Teuchert, Sebastian Kerk und Maximilian Beier (von links) zeigen auf St. Pauli bei ihren Kontern, dass 96 mit ihnen offensiv sehr gut aufgestellt ist. © IMAGO/Beautiful Sports
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Man muss sie ja nicht gleich als neues „magisches Dreieck“ feiern, aber Cedric Teuchert, Sebastian Kerk und Maximilian Beier haben beim 3:0 von 96 auf St. Pauli die Defensive der Gastgeber ordentlich durcheinandergewirbelt. Coach Dabrowski hat eine neue Geometrie im Sturm gebaut.

Versuche hatte es viele gegeben, mehr Torgefahr herauszukitzeln aus dieser Mannschaft. Mit nur 18 Treffern fuhr Hannover 96 auch als abschlussschwächste Mannschaft auf den Kiez. Doch der 96-Trainer hatte sich etwas Neues überlegt, und dieser Plan ging beim 3:0-Sieg beim FC St. Pauli perfekt auf.

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Christoph Dabrowski ordnete seinen Angriff neu – baute aus seinen schnellen Offensiven ein Dreieck. Die neue Geometrie im Sturm: Maximilian Beier und Cedric Teuchert als Doppelsturm, dahinter der zentrale offensive Mittelfeldspieler Sebastian Kerk. Man muss es nicht gleich als magisches Dreieck feiern – doch zumindest auf St. Pauli funktionierte das perfekt. Der Sieg hätte sogar noch deutlich höher ausfallen können, wenn 96 alle Torchancen genutzt hätte. Das offensive System fußte auch auf einer veränderten Defensive. Aus Respekt vor dem Spitzenreiter habe 96 „ein bisschen tiefer gestanden, wir wollten immer wieder Nadelstiche setzen“, erklärt Kerk. „Das ist uns ganz gut gelungen.“ Kann man so sagen.

Bilder vom Spiel der 2. Bundesliga zwischen dem FC St. Pauli und Hannover 96

Beim Aufwärmen richten Spieler und Staff von 96 einen besonderen Gruß an ihren verletzten Kollegen Sebastian Ernst. Zur Galerie
Beim Aufwärmen richten Spieler und Staff von 96 einen besonderen Gruß an ihren verletzten Kollegen Sebastian Ernst. ©

Dabrowski erkannte dabei auch „eine fußballerische Entwicklung“ seiner Mannschaft. „Wir hatten viele Umschaltszenen, viele Torschüsse und dadurch auch viele Großchancen.“

So schoss Kerk zwar sein sechstes Saisontor und bleibt damit bester 96-Torjäger. Der Ex-Osnabrücker hätte aber noch mindestens ein weiteres Tor erzielen können. Er vergab – schon fast auf der Torlinie stehend – eine Luxuschance per Kopf.

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Beier kommt in der Rückrunde richtig in Schwung

Das gilt auch für Teuchert. Er lief kurz vor der Halbzeit von der Mittellinie allein aufs Tor zu, brachte den Ball aber freistehend nicht am Torwart vorbei. Dennoch war Teuchert eine ständige Gefahr für das St.-Pauli-Tor. Der von Union zurückgeholte Angreifer legte Dominik Kaiser auch die Führungstreffer auf den Fuß.

Mindestens genauso wichtig ist allerdings Beier. Der 19-Jährige kommt in der Rückrunde so richtig in Schwung. Bei nahezu jeder gefährlichen Aktion ist er beteiligt, auch wenn er diesmal nicht getroffen hat. Den Abpraller nach seinem zu kurz vom Torwart abgewehrten Schuss lupfte Kerk zum 2:0 über die Linie. Vor dem dritten Tor von Sebastian Stolze warf er sich entscheidend in den Zweikampf.

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Beier, Teuchert und Kerk – dieses sehr bewegliche Dreieck verschiebt sich ständig und öffnet Räume für nachrückende Spieler. Mit ihrem Tempo sind die drei ideale Konterspieler. Gegen offensiv ausgerichtete Teams wie St. Pauli können sie ihre Stärke vorführen. Schwieriger wird das gegen Betonanmischermannschaften, die ihren Strafraum verrammeln. Doch auch gegen Kiel am kommenden Freitag dürfte Dabrowski das neue Dreieck auf den Rasen zaubern. Jetzt, da 96 mit 21 Toren nicht mehr den schwächsten Angriff stellt. Aue kommt nur auf 20.

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