17. Februar 2022 / 11:18 Uhr

Wer ersetzt Ondoua? 96-Coach Dabrowski und sein Plädoyer für Dominik Kaiser

Wer ersetzt Ondoua? 96-Coach Dabrowski und sein Plädoyer für Dominik Kaiser

Dirk Tietenberg
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Dominik Kaiser scheint die besten Karten zu haben, den gesperrten Gaël Ondoua in Hamburg zu vertreten.
Dominik Kaiser scheint die besten Karten zu haben, den gesperrten Gaël Ondoua in Hamburg zu vertreten. © Florian Petrow
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Gaël Ondoua fehlt im Spiel beim FC St. Pauli gelbgesperrt. Die besten Chancen, ihn zu ersetzen, hat offenbar Dominik Kaiser. "Er hat sehr, sehr gute Spiele gemacht", lobt 96-Coach Christoph Dabrowski. Und er sei "einer, der eine Klarheit hat in Ballbesitz".

Die Stürmer üben Toreschießen, die Verteidiger üben, Tore zu verhindern. So weit klar, so gut die Struktur im Gruppentraining am Mittwoch. Aber was soll 96 bloß mit dem zentralen Mittelfeld anfangen? Gaël Ondoua, Mark Diemers, Dominik Kaiser und Mike Frantz sahen zu viert in einem riesigen Feld mit Co-Trainer Kai Hesse recht verloren aus. Sie passten sich die Bälle zu und schlugen ab und an Flugbälle. „Vororientierung“ war das Thema.

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96 sucht nicht erst seit Saisonstart permanent nach Orientierung im zentralen Mittelfeld. Nun fällt die einzige Konstante Ondoua gelbgesperrt aus. Wer ersetzt ihn? Kaiser? Frantz? Diemers? Alle drei sind keine gelernten defensiven Mittelfeldleute. Tom Trybull hat 96 inzwischen nach Sandhausen verschenkt.

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Christoph Dabrowski bringt seine Aufgabe vor dem St.-Pauli-Spiel am Sonntag auf den Punkt: „Das ist wieder die Herausforderung, zu basteln. Wir werden versuchen, es aufzufangen“, verspricht der Trainer. Namentlich durch Julian Börner, der in Heidenheim gesperrt gefehlt hatte. „Und der Domme“, beginnt der Trainer sein Plädoyer für Dominik Kaiser, „hat bei mir fast immer gespielt. Er hat sehr, sehr gute Spiele gemacht. Er ist erfahren, ein sehr verlässlicher Spieler, ein Charakterspieler, der bedingungslos marschiert, sich reinhaut. Einer, der eine Klarheit hat in Ballbesitz.“

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Kaiser hätte sicher gern häufiger diese Klarheit der Worte gehört, zumal er in Hannover auf sein Vertragsende zusteuert. Er stand nur bei der Hälfte der 22 Spiele in der Startelf. Er ist 33 Jahre alt und auch nicht mehr der Schnellste, um den gesamten Zen­trums­be­reich abzudecken. „Wir haben viele Ideen im Kopf“, meint Dabrowski und erklärt die Vorzüge des Mittelfeldpressings. Darin könnte sich der frühere Leipziger wohler fühlen. Ein Kaiser der alten Leipzig-Schule: Ball klauen und kontern.