04. August 2021 / 09:48 Uhr

Vorne wie hinten: Kann 96-Neuzugang Börner Standardschwäche beheben?

Vorne wie hinten: Kann 96-Neuzugang Börner Standardschwäche beheben?

Andreas Willeke
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Julian Börner gibt schon im ersten Training durchaus den Ton an.
Julian Börner gibt schon im ersten Training durchaus den Ton an. © Florian Petrow
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"Wir kassieren komische Gegentore nach Standards und machen selbst keine Tore, das ist etwas, mit dem ich sehr unzufrieden bin", sagt Jan Zimmermann. Der 96-Trainer ist jedoch guter Dinge, dass Neuzugang Julian Börner für mehr Sicherheit und Torgefahr nach ruhenden Bällen sorgen wird.

Das erste Training von Julian Börner bei 96 sah nicht so aus, als wenn es das erste gewesen wäre. Wie selbstverständlich bildete er beim Übungsspiel mit Marcel Franke die Innenverteidigung. Der 30-Jährige machte den Kollegen auch schon klare Ansagen.

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Der Trainer mochte dennoch sportlich noch keine Einschätzung über den Neuen abgeben. Aber die Wertschätzung ist vorhanden. „Sehr hartnäckig“ hat sich Zimmermann ja bemüht, „das mit Julian durchzuziehen“. Mit Börner hofft der 96-Trainer auch auf mehr Torgefahr bei Eckbällen und Freistößen. „Davon gehe ich aus, er wird uns mit Sicherheit guttun.“

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Die aktuelle 96-Standardschwäche ist für den Coach ein Ärgernis. Seine Mannschaften „sind immer sehr gefährlich bei Standards gewesen und haben sie sehr gut verteidigt“. Sein 96-Team kassiert dagegen „komische Gegentore nach Standards und wir machen selbst keine Tore, das ist etwas, mit dem ich sehr unzufrieden bin“.

Schon in Norderstedt in der Startelf

Mit Sebastian Kerk hat 96 dabei einen neuen Spieler, der die Eckbälle gefährlicher und schärfer in den Strafraum schlägt, als das in der Vorsaison der Fall war. „Wir haben in jedem Spiel gute Situationen durch Standards“, weiß „Zimbo“. Heraus kommt jedoch nichts. Franke durfte gegen Rostock in der Anfangsphase frei köpfen – und jagte die Kugel weit über das Tor. „Schalke führt nach zwei Standards 2:0, Dresden macht den Ausgleich nach Standard“, hat Zimmermann am letzten Spieltag gesehen. „Es kommt viel auf ruhende Bälle an, auf Konzentration und Durchschlagskraft.“

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Der 41-Jährige setzt dabei auf Börner, der schon am Samstag seine Startelfpremiere feiern wird. „Ich bin froh, dass er da ist, weil es schon wieder eng ist“, weiß Zimmermann. „Wir haben nominell wenig Alternativen im Defensivbereich.“

Beim DFB-Pokalspiel in Norderstedt wird Simon Falette mit einer Fußverletzung ausfallen. In der nächsten Woche soll er aber wieder trainieren können. Ob er dann noch mal in die Startelf zurückkehrt, wird sich zeigen. Mit Kapitän Franke und Börner zeichnet sich ein neues Pärchen für die Abwehrzentrale ab.

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