20. März 2023 / 16:28 Uhr

Hannover 96 spricht Trainer Stefan Leitl das Vertrauen aus - Scharfe Kritik nach Derby-Krawallen

Hannover 96 spricht Trainer Stefan Leitl das Vertrauen aus - Scharfe Kritik nach Derby-Krawallen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Stefan Leitl bleibt Trainer von Hannover 96.
Stefan Leitl bleibt Trainer von Hannover 96. © IMAGO/Zink (Montage)
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Hannover 96 steht trotz der sportlichen Talfahrt hinter Trainer Stefan Leitl. Der Klub nahm den Coach aus der Schusslinie und äußerte zugleich harte Kritik an dem Verhalten einiger Fans, die im Rahmen des Derby bei Eintracht Braunschweig für Krawalle gesorgt hatten. 

Trotz zuletzt neun Spielen ohne Sieg nacheinander und der 0:1-Pleite am Sonntag im Niedersachsen-Derby bei Eintracht Braunschweig steht Trainer Stefan Leitl beim Zweitligisten Hannover 96 nicht zur Disposition. "Über den Trainer diskutieren wir nicht", heißt es in einer am Montagnachmittag veröffentlichten Stellungnahme des Klubs: "Es ist die Aufgabe von Sportdirektor Marcus Mann und Cheftrainer Stefan Leitl, gemeinsam eine Analyse und inhaltliche Lösungen zu diskutieren und zu entscheiden, um zusammen mit der Mannschaft in den kommenden Spielen eine Stabilisierung zu schaffen und zurück in die Erfolgsspur zu finden."

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Die Niedersachsen standen nach der Hinrunde der 2. Bundesliga noch auf dem fünften Tabellenplatz mit Kontakt zu den Aufstiegsplätzen, sind in diesem Jahr aber noch ohne Sieg. In der Tabelle liegt man auf Platz zehn. Der Rückstand auf den dritten Platz, der zur Teilnahme an der Relegation berechtigt, beträgt 18 Punkte.

Hannover 96 verurteilt Derby-Krawalle

Die Fans hatten ihrem Frust nach der Derby-Pleite Luft gemacht und am Sonntagabend vor dem eigenen Stadion randaliert. Schon während der Partie in Braunschweig war es auf den Tribünen zu Zwischenfällen gekommen. Der Klub verurteilte diese Verhalten scharf: "Bei den Geschehnissen von gestern handelte es sich um vorsätzliche Randale. Die Kultur des Fußballs ist dadurch geprägt, ein gemeinschaftliches Erlebnis für alle zu sein – eine Veranstaltung, bei der sich alle Fans im Stadion wohl und sicher fühlen sollen. Dies war im Rahmen des Derbys nicht gewährleistet."

Die Vorfälle am Sonntag wurden in der Erklärung noch einmal zusammengefasst: "Das Derby wurde von Aggression begleitet. Mehrfach musste die Partie auch deswegen unterbrochen werden, weil Raketen auf den Platz sowie aus dem 96-Gästeblock gezielt auf andere Tribünenbereiche des Stadions geschossen worden sind. Darüber hinaus wurden Sitzschalen herausgerissen und in Brand gesteckt sowie Toiletten demoliert. Am Abend kam es an der Heinz von Heiden Arena zu einer weiteren Eskalation, bei der massiv pyrotechnisches Material gezündet und teilweise in Richtung der Mannschaft von Hannover 96 geworfen wurde."

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Hannover 96 fordert DFB und DFL zum Handeln auf

Um derartige Probleme in den Griff zu bekommen, forderte der Verein den DFB und die DFL zum Handeln auf. "Insgesamt ist eine zunehmende Eskalation von Gewalt und Pyrotechnik im deutschen Profifußball ersichtlich. Darüber ist bundesweit zu diskutieren. Der DFB und die DFL sind zwingend gefordert, aktiv zu werden", hieß es: "Was sich insbesondere zeigt: Die Strafen des DFB zur Sanktionierung dieser Vergehen erweisen sich als wirkungslos, denn die Verursacher werden dadurch nicht getroffen, sondern die Klubs. Der Klub erhält Strafen für das Fehlverhalten Dritter. Hier muss eine neue Strategie entwickelt und gemeinsam mit den Klubs verabschiedet werden."

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