29. November 2021 / 19:16 Uhr

Hansa-Verteidiger Malone: Es war sehr schwer, runterzukommen

Hansa-Verteidiger Malone: Es war sehr schwer, runterzukommen

Sönke Fröbe
Ostsee-Zeitung
 Hansa-Verteidiger Ryan Malone
 Hansa-Verteidiger Ryan Malone © imago images/Christian Schroedter
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Ryan Malone hatte nach seinem Zweitliga-Startelfdebüt für den FC Hansa Rostock in Paderborn eine Nacht mit nur wenig Schlaf. Mit einer soliden Leistung empfahl sich der Mann aus Massachusetts für weitere Einsätze. Beim 1:0 hatte er buchstäblich seine Finger im Spiel.

Viel geschlafen hat Ryan Malone nicht in der Nacht von Sonntag auf Montag. „Es war sehr schwer, runterzukommen“, sagt der Hansa-Verteidiger, für den das 1:1 in Paderborn ein besonderes Spiel war: Zum ersten Mal stand der Sommer-Neuzgang in der 2. Liga in der Startelf. Nach der langen Busfahrt von Ostwestfalen zurück an die Ostseeküste sei er „immer noch heiß“ gewesen und habe zu Hause mit seiner Frau Kate noch lange über das Spiel geredet, bevor er irgendwann Ruhe fand. Volle 90 Minuten stand Malone in Paderborn auf dem Rasen und damit doppelt so lange wie bei seinen fünf Kurzeinsätzen davor.

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Vor dem Anpfiff in der Benteler Arena hatte sich seine Aufregung in Grenzen gehalten. „Egal in welcher Liga, es ist immer das gleiche Gefühl. Natürlich ist man aufgeregt, aber nicht nervös“, erklärt der knapp 1,90 Meter große Rechtsfuß. Zumal Jens Härtel seinen Sommer-Neuzugang von Drittligaabsteiger VfB Lübeck langfristig auf die Startelf-Premiere vorbereitet hatte. Schon am Anfang der Woche ließ der Hansa-Trainer Malone wisssen, dass er in Paderborn erstmals von Anfang an spielen würde. Zum ersten Mal in einem Punktspiel und zum zweiten Mal nach seinem 120-Minuten-Einsatz im DFB-Pokal Ende Oktober in Regensburg.

„Deshalb konnte ich mich mental auf die Situation einstellen. Für mich war es keine Überraschung, auch weil ich gute Trainingswochen gehabt habe“, so Malone. Er sei „einfach nur stolz“ auf die Premiere und zufrieden mit seinem Auftritt im Abwehrzentrum. „Für mich war es eine große Aufgabe. Ich glaube, ich habe ein gutes Spiel gemacht und gezeigt, dass ich in dieser Liga mithalten kann.“ Malone hat seine Profi-Erfahrung überwiegend in der 4. Liga gesammelt (über 100 Einsätze für Stuttgarter Kickers, Lok Leipzig und Lübeck) und in einigen Drittliga-Partien für Lübeck und den 1. FC Magdeburg, damals schon unter Coach Härtel. Ein Feedback vom Trainer gab es unmittelbar nach dem Spiel nicht. Aber: „Meine Mitspieler haben mir gesagt, dass ich eine gute Leistung abgeliefert habe.“


Hansa-Zugänge in der Amtszeit von Sportchef Martin Pieckenhagen

Nikolas Nartey (2019/20) Zur Galerie
Nikolas Nartey (2019/20) ©

Seine Profi-Erfahrung hat der Mann aus dem US-Bundesstaat Massachusetts überwiegend in der 4. Liga gesammelt (über 100 Einsätze für die Stuttgarter Kickers, Lok Leipzig und Lübeck) und in einigen Drittliga-Partien für Lübeck und den 1. FC Magdeburg, damals schon unter Trainer Härtel. Malones Spezialität: sein enorm weiter Einwurf. Damit leitete er am Sonntag den Rostocker Führungstreffer ein: John Verhoek verlängerte per Kopf, und Simon Rhein versenkte den Ball im Netz. „Im Training haben wir das ganz oft geübt. Das ist meine Waffe, wenn wir Einwurf haben, müssen wir die nutzen.“

In Paderborn spielte Malone anstelle von Stamm-Innenverteidiger Thomas Meißner, der bis dahin ein Abo für die Anfangself hatte. Der US-Amerikaner hofft jetzt auf weitere Einsätze von Anfang an. „Die Startelf war natürlich immer mein Ziel. Ich muss im Training weiter dranbleiben und immer Gas geben. Ich muss jeden Tag zeigen, dass ich da bin. Wenn ich so weitermache, könnte ich diese Chance noch mal kriegen“, sagt er mit Blick auf das letzte Heimspiel des Jahres am Sonnabend gegen Ingolstadt: „Ich will unbedingt vor unseren Fans zu Hause spielen.“ Auf ein gut gefülltes Ostseestadion müssen Malone und seine Teamkollegen vorerst allerdings verzichten. Gegen die Oberbayern dürfen maximal 1000 Zuschauer kommen.