06. Mai 2021 / 21:44 Uhr

Hertha-Trainer Pal Dardai macht Abstiegskampf-Ansage nach Sieg über Freiburg: "So schaffen wir das"

Hertha-Trainer Pal Dardai macht Abstiegskampf-Ansage nach Sieg über Freiburg: "So schaffen wir das"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Hertha-Trainer Pal Dardai (rechts) zeigte sich nach dem Sieg seines neuformierten Teams stolz.
Hertha-Trainer Pal Dardai (rechts) zeigte sich nach dem Sieg seines neuformierten Teams stolz. © IMAGO/Andreas Gora
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Hertha BSC hat sich im Abstiegskampf mit dem klaren Sieg im Nachholspiel gegen den SC Freiburg Luft verschafft. Nach der Partie zeigte sich Trainer Pal Dardai hochzufrieden mit dem Auftritt seines Teams, bei dem gerade "etwas zusammenwächst".

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Pal Dardai tätschelte und herzte jeden, die Spieler von Hertha BSC klatschten sich erschöpft, aber erleichtert ab. Mit einer riskanten Neun-Spieler-Rotation hatte Dardai sein Team von den Abstiegsrängen in der Bundesliga geführt und am Donnerstagabend einen wichtigen 3:0 (2:0)-Sieg im Nachholmatch des 30. Spieltags gegen den SC Freiburg gefeiert. Krzysztof Piatek in der 13. Minute und neun Minuten später Peter Pekarik erzielten die Tore, dank derer die Herthaner vom 17. auf den 14. Platz kletterten. Nemanja Radonjic (85.) setzte mit seinem ersten Bundesliga-Tor den Schlusspunkt. Und Dardai zeigte sich im Anschluss begeistert.

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"Ich bin hochzufrieden. Das sind drei hochverdiente Punkte", jubelte Dardai bei DAZN. Denn sein Plan ging vollends auf. Dardai tauschte bis auf Torwart Alexander Schwolow und Matteo Guendouzi seine Mannschaft fast komplett aus im Vergleich zum Punktgewinn in Mainz am Montag (1:1) - dem ersten von insgesamt drei Nachholspielen nach der Corona-Quarantäne. "Wir waren fit, haben mit dem Kopf gespielt und waren sehr diszipliniert in der ersten Halbzeit, sehr kompakt", zollte der Ungar seinem neuformierten Team "Respekt".

Pal Dardai nach Hertha-Sieg stolz: "Bei der Mannschaft wächst etwas zusammen"

Besonders der Teamgeist habe Dardai überzeugt. "Bei der Mannschaft wächst etwas zusammen. Die Egos sind zur Seite geschoben worden", sagte Dardai und machte eine Ansage an die Konkurrenz im Abstiegskampf: "Jeder macht richtig mit, wie in einer Hertha-Familie - und so schaffen wir das." Die Hertha hat nun dem Trainer zufolge "ein Endspiel" gegen Arminia Bielefeld (Sonntag, 18 Uhr) vor der Brust. Am Mittwoch (18 Uhr) steht zudem das letzte von drei Nachholspielen an - gegen den fixen Absteiger Schalke 04 (18 Uhr).



Im Tabellenkeller haben bis auf S04 noch alle Teams die Chance, sich aus eigener Kraft zu retten. Köln liegt aktuell mit 29 Punkten einen Zähler hinter dem punktgleichen Trio aus Bielefeld, Bremen und der Hertha. Auch der FC Augsburg (33) und Mainz (35) befinden sich noch im Abstiegskampf. Die Berliner könnten am Sonntag also gegen einen direkten Konkurrenten weiter Boden gut machen.

Torwart Alexander Schwolow sprach nach der Partie von einem "ganz wichtigen Schritt zum Klassenerhalt". Abwehrspieler Niklas Stark stimmte seinem Keeper zu: "Wir haben jetzt einen Step gemacht und sind motiviert, den nächsten zu machen." Der Wirbel um Jens Lehmann, der nach einer rassistischen WhatsApp-Nachricht an Ex-Bundesliga-Profi Dennis Aogo aus dem Aufsichtsrat des Hauptstadtklubs entfernt wurde, habe das Team laut Aussage Starks nicht weiter beschäftigt. "Natürlich hat man es mal angesprochen, mit Kollegen drüber diskutiert. Wir haben alle drei Tage ein Spiel. Das steht im Vordergrund. Alles andere rückt dahinter."

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