30. September 2019 / 08:01 Uhr

Holstein Kiel II: Laurynas Kulikas trifft doppelt zum Derbysieg gegen Heider SV

Holstein Kiel II: Laurynas Kulikas trifft doppelt zum Derbysieg gegen Heider SV

Jan-Phillip Wottge
Kieler Nachrichten
Jubel bei Holstein Kiel II nach dem gewonnenen Derby gegen den Heider SV.
Jubel bei Holstein Kiel II nach dem gewonnenen Derby gegen den Heider SV. © Sonja Paar
Anzeige

Der Citti Fussball Park bleibt in der Regionalliga Nord für Gästeteams eine uneinnehmbare Festung: Holstein Kiel II besiegte im Landesderby den Heider SV vor 293 Zuschauern im Kieler Dauerregen mit 5:0 (2:0). Durch den vierten Heimsieg kletterten die Jungstörche wieder auf Platz vier der Regionalliga-Tabelle.

Regen, tiefes Geläuf, knapp 150 lautstarke Gästefans. Derbyzeit in der Regionalliga. Und die Kieler zeigten, dass sie begriffen. Ab der ersten Minute war das Visier herunter geklappt. Heide bedeutet Kampf, Leidenschaft und unbändiger Wille. „Wir wussten, dass es eine Mentalitätsfrage wird. Entsprechend sind wir das Spiel angegangen. Die Jungs haben das glänzend umgesetzt, haben voll dagegengehalten und schnell auch fußballerische Lösungen gefunden“, lobte KSV-Coach Nicola Soranno.

Anzeige

Klickt euch durch die Fotos zum Regionalliga-Derby zwischen Holstein Kiel II und dem Heider SV:

Tim Siedschlag setzt zum Schuss an. Zur Galerie
Tim Siedschlag setzt zum Schuss an. ©

Fürwahr. Holstein ließ den Ball in der Kieler Wasserschlacht beachtlich schnell zirkulieren. Verpasste Johann Berger nach sechs Minuten noch eine flache Hereingabe von Tom Baller um eine Stiefelspitze, stand der Ex-Rostocker vier Minuten später nach Griese-Flachpass goldrichtig und netzte eiskalt zum 1:0 ein. „Die letzten Wochen liefen für mich schon richtig gut. Jetzt habe ich mich auch mal mit einem Tor belohnt. Wir wissen, dass wir mit 100 Prozent jeden Gegner schlagen können, so sind wir auch heute das Spiel angegangen“, erläuterte Berger.

Holstein blieb am Drücker. Einen Kopfball von KSV-Kapitän Tjorve Mohr kratzte der Ex-Kieler im HSV-Dress, Jan Wansiedler, von der Torlinie (14.). Der Nachschuss von Barne Pernot (14.) wurde ebenso geklärt wie der Chipball von Julius Alt über HSV-Keeper Torben Franzenburg (25.). Doch langsam schwammen sich die Gäste frei. Beide Teams agierten jetzt mit hoher Zweikampfintensität und gutem Tempo. Mit einem fulminanten Kracher aus 25 Metern ließ Heides Leif Hahn das Lattenkreuz des Kieler Tores, das erstmalig von Tom Pachulski gehütet wurde (Stammkeeper Timon Weiner saß in Fürth auf der Bank der Zweitliga-Profis), erzittern (25.). Holstein reagierte: Berger (28.) und Laurynas Kulikas (32.) prüften Franzenburg. Chancenlos war der Heider Schlussmann, als sein Verteidigers Lasse Greve eine Siedschlag-Flanke aus der Gefahrenzone befördern wollte und ins eigene Tor traf – 2:0 (32.).

Mehr aus der Fußball-Regionalliga Nord

Die besten Torjäger in Schleswig-Holstein aus der Saison 2019/2020 (Oberliga, Landesliga und Verbandsliga). Stand: 9. März 2020

34 Tore Zur Galerie
34 Tore ©

Und auch nach der Halbzeit blieb das Tempo hoch. Pachulski wischte eine Hass-Bogenlampe aus dem Winkel (51.). Nach einer Griese-Ecke drückte Mohr schließlich den Ball zum 3:0 (75.) über die Linie. „Danach wussten wir, dass wir nicht mehr für Punkte in Frage kommen. Holstein hat eine hohe Spielkultur und lässt den Ball überragend laufen“, lobte Heides Coach Sönke Beiroth. Die Jungstörche ließen im Gefühl des sicheren Sieges jedoch nicht locker. Kulikas erhöhte per Kopf nach butterweicher Baller-Flanke auf 4:0 (82.) und vollendete eine Bilderbuchkombination über Jannis Voß und Tim Siedschlag mit einem Schuss ins lange Eck zum 5:0 (90.). „Es wurde Zeit, dass wir endlich mal zu Null spielen. Das war das Produkt der guten Arbeit gegen den Ball“, analysierte Soranno, dessen Team am kommenden Sonntag (14 Uhr) zum FC St. Pauli II fährt.

[Anzeige] Erlebe das Deutschland-Spiel gegen Costa Rica live und exklusiv in der Konferenz bei MagentaTV. Mit dem Tarif MagentaTV Flex für nur 10€ pro Monat, monatlich kündbar.