08. März 2022 / 17:35 Uhr

Gericht lehnt Eröffnung des Verfahrens gegen Bakery Jatta ab – HSV-Profi gilt offiziell als unschuldig

Gericht lehnt Eröffnung des Verfahrens gegen Bakery Jatta ab – HSV-Profi gilt offiziell als unschuldig

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Staatsanwaltschaft Hamburg hatte Anklage gegen Bakery Jatta erhoben.
Die Staatsanwaltschaft Hamburg hatte Anklage gegen Bakery Jatta erhoben. © IMAGO/Philipp Szyza
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Bakery Jatta muss sich nun doch nicht vor Gericht verantworten. Einen entsprechenden Bericht des "Hamburger Abendblatts" bestätigte der Anwalt des HSV-Profis. Das Amtsgericht Hamburg-Altona hat die Eröffnung des Verfahrens abgelehnt, nachdem die Staatsanwaltschaft im Dezember Anklage erhoben hatte. 

HSV-Profi Bakery Jatta muss sich nicht vor Gericht verantworten. "Das Amtsgericht Hamburg-Altona hat die Eröffnung des Hauptverfahrens abgelehnt, da es nach dem vorliegenden Ermittlungsergebnis keinen hinreichenden Tatverdacht gegen den Angeschuldigten sieht", teilte das Hanseatische Oberlandesgericht am Dienstag mit.

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Zuvor hatte Jattas Anwalt Thomas Bliwier der Deutschen Presse-Agentur einen entsprechenden Bericht des Hamburger Abendblatts bestätigt. "Die Staatsanwaltschaft konnte nicht darlegen, dass Herr Jatta getäuscht hat", sagte Bliwier.

HSV-Boss Boldt reagiert erleichtert

Die HSV-Verantwortlichen reagierten erleichtert: "Wir haben die Entscheidung des Gerichts natürlich positiv aufgenommen. Wir hoffen, dass diese Akte nun endgültig geschlossen ist", sagte Sportvorstand Jonas Boldt: „Baka war, ist und bleibt für uns ein voll integrierter Mitmensch und kann seine gute Gesamtentwicklung als unser Spieler hoffentlich fortsetzen.“

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Die Hamburger Staatsanwaltschaft hatte im Dezember vergangenen Jahres Anklage gegen den Spieler von Zweitligist Hamburger SV erhoben. Nach Auffassung der Behörde soll es sich bei ihm tatsächlich sich um den zweieinhalb Jahre älteren Bakary Daffeh handeln. Dem Gambier waren Vergehen gegen das Aufenthaltsgesetz in vier Fällen sowie in einem weiteren Fall mittelbare Falschbeurkundung vorgeworfen worden. Die ersten Vorwürfe zu einer möglichen falschen Identität des Angreifers hatte es im August 2019 gegeben.

"Es gibt keinerlei Tatverdacht und keinen Anlass für weitere Ermittlungen", sagte Bliwier: "Das ist ausermittelt." Die Staatsanwaltschaft kann noch Beschwerde gegen die Gerichtsentscheidung einlegen.