17. April 2021 / 19:41 Uhr

Hütter: Kein Zusammenhang zwischen SGE-Abschied und Gladbach-Pleite – "Ist mir zu billig"

Hütter: Kein Zusammenhang zwischen SGE-Abschied und Gladbach-Pleite – "Ist mir zu billig"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Frankfurt-Trainer Adi Hütter zeigte sich nach der Pleite gegen Gladbach bedient.
Frankfurt-Trainer Adi Hütter zeigte sich nach der Pleite gegen Gladbach bedient. © IMAGO/Ulrich Hufnagel
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Ausgerechnet in der Woche seines angekündigten Wechsels zu Borussia Mönchengladbach erlebte Adi Hütter mit Eintracht Frankfurt ein Debakel - gegen seinen zukünftigen Klub. Von einem Zusammenhang der Leistung seiner Mannschaft mit dem Auftritt bei der Elf vom Niederrhein will er jedoch nichts wissen.

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Adi Hütter hatte es ganz eilig, seinen künftigen Arbeitsplatz zu verlassen. Nach dem bitteren 0:4 (0:1) seines aktuellen Arbeitgebers Eintracht Frankfurt bei seinem künftigen Klub Borussia Mönchengladbach klatschte der österreichische Coach hastig mit den niedergeschlagenen Eintracht-Profis ab und zog dann bedient ab. "Herzlich willkommen bei uns", begrüßte wenig später Gladbachs Ersatzkeeper Tobias Sippel, der den rot-gesperrten Yann Sommer vertrat, flapsig via Sky seinen künftigen Chefcoach.

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Hütter hatte sich das erste Spiel nach seiner Verkündung am Dienstag, im Sommer nach Gladbach wechseln zu wollen, ganz anders vorgestellt. "Das schaut heute natürlich nicht gut aus", räumte der Frankfurt-Coach nach der heftigen Pleite ein, wollte von einem Zusammenhang mit seiner Entscheidung aber nichts wissen: "Das wäre mir viel zu billig." Dem stimmte auch Keeper Kevin Trapp zu: "Das war ein Spiel, in dem nicht viel ging", kommentierte der schwache Eintracht-Keeper Kevin Trapp betrübt. Die heftige Pleite nach Toren von Matthias Ginter (10. Minute), Jonas Hofmann (60.), Ramy Bensebaini (67.) und Hannes Wolf (90.+5) hätte sogar noch höher ausfallen können, wenn die starken Borussen ihre Chancen konsequenter ausgenutzt hätten.

Hütter will "Reaktion" seiner Mannschaft gegen Augsburg sehen

Nach zuletzt sechs Spielen in Serie ohne Niederlage haben vor allem die Hessen und Noch-Trainer Hütter nun erst einmal andere Sorgen. Am Sonntag kann der Tabellenfünfte Borussia Dortmund bis auf vier Zähler heranrücken. "Auch wenn man mal sieben Punkte vorne ist, muss man das erst mal über die Ziellinie bringen", schimpfte Hütter im Hinblick auf die mögliche erste Champions-League-Qualifikation überhaupt für die Eintracht. "Ich will, dass wir jetzt am Dienstag eine Reaktion zeigen." Dann kommt der FC Augsburg nach Frankfurt.

Spieler und Trainer hoffen nun, nicht in einen ähnlichen Abwärtsstrudel zu geraten, wie die Gladbacher, nachdem Trainer Marco Rose im Februar seinen Abgang zu Borussia Dortmund verkündet hatte. Anschließend verloren die Borussen sieben Pflichtspiele in Serie. "Es gilt jetzt zu zeigen, dass es nicht daran liegt", sagte Kapitän Sebastian Rode im Hinblick auf den Wechsel Hütters. Der Coach will die SGE unbedingt in die Champions League führen: "Wir werden auch an den verbleibenden fünf Spieltagen nochmal alles versuchen, damit wir das Ziel erreichen, dass es in Frankfurt noch nie gegeben hat."