28. Januar 2022 / 19:53 Uhr

Im Nachholspiel winkt Wolfsburgs Fußballerinnen wieder die Bundesliga-Spitze

Im Nachholspiel winkt Wolfsburgs Fußballerinnen wieder die Bundesliga-Spitze

Jasmina Schweimler
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Rückrundenstart: Svenja Huth (l.) und der VfL können im Spiel bei Turbine Potsdam wieder Tabellenführer werden.
Rückrundenstart: Svenja Huth (l.) und der VfL können im Spiel bei Turbine Potsdam wieder Tabellenführer werden. © Boris Baschin
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Mit dem Nachholspiel bei Turbine Potsdam beginnt für die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg am Samstag das Bundesliga-Jahr 2022. Ein Sieg würde wieder die Tabellenführung bringen.

Am Samstag (14 Uhr, live auf Magentasport) starten die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg mit einem Auswärtsspiel bei Turbine Potsdam in die Rückrunde der Bundesliga. Der zwölfte Spieltag fand bereits vor der Winterpause statt, das Duell gegen Potsdam musste aber aufgrund positiver Corona-Befunde bei den Brandenburgerinnen verschoben werden. Bayern und Hoffenheim stehen mit einem Spiel mehr zwar noch vor den Wolfsburgerinnen, mit einem Sieg im Karl-Liebknecht-Stadion, in dem 1000 Zuschauer zugelassen sind, kann der Vizemeister die Tabellenführung aber wieder übernehmen.

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Unter den Top-Mannschaften ist der VfL das einzige Team, das bisher gegen Potsdam gewinnen konnte. Gegen Bayern, Frankfurt und auch Hoffenheim erkämpfte sich der Tabellenfünfte ein Unentschieden und hält mit 21 Zählern hinter Frankfurt (25), dem VfL (26), Hoffenheim (27) und Meister Bayern (28) weiter Anschluss an die oberen Plätze. "Wir wollen am Wochenende gewinnen. Am Ende können es Big Points sein. Da geht es im ersten Moment weniger um die Tabellenführung an sich", so VfL-Trainer Tommy Stroot, denn: "Das wird eine Herausforderung. Potsdam ist hochtalentiert und diszipliniert. Das wird ein harter Brocken, wo wir vielleicht lange hämmern müssen, um durchzukommen." Mit Onyinyechi Zogg lotste Potsdam zudem eine erfahrene Verteidigerin von ASJ Soyaux nach Brandenburg und unterstrich damit weiter seine internationale Zugkraft.

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Mit dem erneuten Ausfall von Alexandra Popp musste der Vizemeister vor dem Duell eine Hiobsbotschaft verkraften. Die Allrounderin, die vor Kurzem erst ihr Comeback auf dem Platz gefeiert hatte, musste sich am Donnerstag in einer erneuten Operation ein Knorpelfragment aus dem rechten Knie entfernen lassen. Dazu fehlen mit Pauline Bremer (Muskelverletzung), Shanice van de Sanden (Fußprobleme), Pia-Sophie Wolter (Kreuzbandriss) und Ewa Pajor (Knie-OP) weitere Spielerinnen. Mit Sveindis Jonsdottir könnte hingegen der einzige Winterneuzugang sein Pflichtspiel-Debüt im VfL-Trikot feiern, Rebecka Blomqvist ist nach auskurierter Sprunggelenksverletzung wieder voll einsatzbereit.

Das Selbstvertrauen ist nach der Hinrunde groß. Dass der VfL nach dem großen Umbruch im Sommer noch in allen drei Wettbewerben vertreten ist, "dafür haben wir sehr hart gearbeitet", sagt Wolfsburgs Trainer. "Das schwierigste Halbjahr liegt hinter uns, der Glaube an das, was wir tun, wächst." Das unterstrich auch die Vertragsverlängerung von Kapitänin und Führungsspielerin Dominique Janssen. Dass diese Vertragsverlängerung gelungen ist, obwohl es für die 27-Jährige auch lukrative Optionen in England, Frankreich oder Spanien gegeben hätte, ist für den Verein eine wichtige Weichenstellung - und ein Zeichen dafür, dass der VfL weiter für internationale Top-Stars attraktiv bleibt. "Wenn so eine Spielerin den Vertrag um zwei weitere Jahre verlängert, bestätigt das auch den Weg, denn Spielerinnen lassen sich auch nicht einfach so überzeugen", freut sich Stroot. Dementsprechend "ist das ein sehr tolles Feedback, dass sie dieses Projekt auch mit Überzeugung weitergehen will".