13. September 2019 / 11:46 Uhr

Inter Türkspor Kiel erwartet den ESV zum Kellerkrimi

Inter Türkspor Kiel erwartet den ESV zum Kellerkrimi

Michael Felke
Kieler Nachrichten
Inters Shpend Meshekrani (re.) will den Eckernfördern heute genauso die Hacken zeigen wie in dieser Szene dem Bordesholmer Malte Petersen.
Inters Shpend Meshekrani (re.) will den Eckernfördern heute genauso die Hacken zeigen wie in dieser Szene dem Bordesholmer Malte Petersen. © Reinhard Gusner
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Nach sieben Spieltagen ziert Inter Türkspor Kiel ohne Punktgewinn das Tabellenende der Fußball-Oberliga. Sechs Punkte beträgt bereits der Abstand zum rettenden Ufer. Und obwohl noch 23 Spiele auszutragen sind, wird der Druck, die ersten Punkte einzufahren, für das Ostuferteam immer größer.

Kaum besser ist die Lage beim Eckernförder SV. Der Aufsteiger hat erst einen Punkt auf dem Konto und wartet als Vorletzter ebenfalls händeringend auf den ersten Sieg. Am heutigen Freitag treffen beide Mannschaften im Kellerkrimi in Kiel aufeinander (19 Uhr), und für beide ist ein Dreier fast schon Pflicht, um sich realistische Chancen auf den Klassenerhalt zu bewahren.

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Von der „letzten Ausfahrt“ will Inter-Trainer Özcan Atasoy aber nichts wissen: „Nein. Das ist nicht die letzte Ausfahrt. Sicher wird es noch mal schwieriger, wenn wir die Punkte nicht bekommen. Aber auch dann wäre die Aufgabe nicht aussichtslos. Wenn es nun März oder April wäre, könnten wir von der letzten Chance sprechen. Allerdings wäre es Balsam für die Seele und befreiend für die Köpfe der Spieler, wenn wir nun die ersten Punkte holen. Aber um das zu schaffen, dürfen wir nicht auf die Tabelle schauen. Unabhängig vom Tabellenplatz haben wir immer den Anspruch, unsere Heimspiele zu gewinnen.“

Inter-Trainer Özcan Atasoy, dessen Team im letzten Heimspiel gegen Preußen Reinfeld (1:5) maßlos enttäuschte und viel Kredit bei den Zuschauern verspielte, sieht einen Aufwärtstrend. Letzte Woche beim TSV Bordesholm zeigte sein Team eine ansprechende Leistung. Doch am Ende verloren die Kieler nach zwei Patzern von Schlussmann Hüsnü Özdemir mit 1:2 und standen wieder einmal mit leeren Händen da.

Atasoy: „Leider ist es im Moment so, dass unsere Mannschaft eine Wundertüte ist.“

„Es war ein gutes Spiel von uns. Allein die zwei Fehler haben uns den Sieg gekostet. Das kann passieren. Zeigen wir gegen Eckernförde den gleichen Einsatz und den gleichen Willen, dann kommen auch die spielerischen Elemente zurück, und wir werden gewinnen. Leider ist es im Moment so, dass unsere Mannschaft eine Wundertüte ist. Wir machen zwei Schritte nach vorne und dann wieder einen zurück. Wir müssen konstanter werden. Dazu gehören Mentalität und Einstellung. Arbeitet nicht jeder Spieler bei einem Ballverlust nach hinten mit, kann es nicht klappen. Außerdem müssen wir, wenn es einmal nicht läuft, die Emotionen im Griff haben“, erinnert sich der Coach ungern an die beiden Feldverweise gegen Reinfeld

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Chris Schimming (grobes Foulspiel) ist zwei Wochen gesperrt, während das Urteil für Ali Kalma (Tätlichkeit) noch aussteht. „Diese Frusttaten gehören nicht auf den Platz. Ich erwarte, dass sich alle beherrschen und Ruhe bewahren. Wir dürfen uns nicht reizen lassen, und vor allem dürfen wir jetzt nicht nervös werden. Dazu gibt es gegen Eckernförde auch keinen Grund. Personell sind wir nicht anders als letzte Woche aufgestellt. Und da hat die Mannschaft sehr gut gespielt“, meint Atasoy, der offen lässt, ob Hüsnü Özdemir oder Nico Ganzel zwischen den Pfosten stehen wird.

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Der Bordesholmer Malte Petersen (li.) versucht, Inters Shpend Meshekrani vom Ball zu trennen. Zur Galerie
Der Bordesholmer Malte Petersen (li.) versucht, Inters Shpend Meshekrani vom Ball zu trennen. ©

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