17. August 2021 / 17:36 Uhr

Inter Türkspor will mit Jungcoach Cokgez zurück in die Erfolgsspur

Inter Türkspor will mit Jungcoach Cokgez zurück in die Erfolgsspur

Jan-Phillip Wottge
Kieler Nachrichten
Hintere Reihe: Okan Erkocu, Fabian Pauls, Marvin Lorenzen, Serkan Yildirim, Mahsun Dogan, Enis Jashari, Samed Erol, Batuhan Ibrahimoglu, Rezan Acer, Tom Schmidtke, Muhammet Taşci. Mittlere Reihe: Alban Jashari, Erdogan Cumur, Teambetreuer Heiko Klenig, Ligamanager Bülent Şeker, Co-Trainer Boris Taube, Trainer Onur Cokgez, Athletiktrainer Iwer Boysen, Physiotherapeutin Angelina Czeranski, Torwarttrainer Mesut Özdek, Furkan Şentürk, Stian Waschko.Vordere Reihe von links: Coşkun Yamak, Jeppe Waschko, Kosovar Morina, Burak Sarac, Nico Ganzel, Yasin Akbaba, Arbnor Abazaj, Arian Jashari.
Hintere Reihe: Okan Erkocu, Fabian Pauls, Marvin Lorenzen, Serkan Yildirim, Mahsun Dogan, Enis Jashari, Samed Erol, Batuhan Ibrahimoglu, Rezan Acer, Tom Schmidtke, Muhammet Taşci. Mittlere Reihe: Alban Jashari, Erdogan Cumur, Teambetreuer Heiko Klenig, Ligamanager Bülent Şeker, Co-Trainer Boris Taube, Trainer Onur Cokgez, Athletiktrainer Iwer Boysen, Physiotherapeutin Angelina Czeranski, Torwarttrainer Mesut Özdek, Furkan Şentürk, Stian Waschko.Vordere Reihe von links: Coşkun Yamak, Jeppe Waschko, Kosovar Morina, Burak Sarac, Nico Ganzel, Yasin Akbaba, Arbnor Abazaj, Arian Jashari. © Jan-Phillip Wottge
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Ende August beginnt im Amateurfußball die neue Saison. Nach der abgebrochenen Spielzeit im vergangenen Jahr ein neuer Anlauf auch für die Top-Vereine unserer Region. Hier im KN-Sportbuzzer stellen wir bis zum Start der neuen Runde in unserem „Saison-Check“ alle regionalen Verbands-, Landes- und Oberligisten vor, analysieren die Qualität der Mannschaft, die Spielphilosophie des Trainers und geben eine Prognose ab, wo das Team am Ende landen kann. Diesmal: Der Oberligist Inter Türkspor Kiel.

Die Durststrecke ist lang, sehr lang: Am 30. November 2019 durfte Inter Türkspor Kiel letztmalig einen Oberligasieg bejubeln. In den fünf Spielen der Saison 2020/2021 blieb Inter sieglos. Lediglich ein magerer Punkt stand beim Saisonabbruch auf der Habenseite. Zwei Spielzeiten in Folge entgingen die Ostufer-Kicker lediglich dem Abstieg, weil er ausgesetzt wurde. Doch mit dem engagierten Jungcoach Onur Cokgez soll jetzt wieder die Erfolgsspur aufgenommen werden.

Wer kam, wer ging?

„Wir hatten viel Zeit, den Kader für die kommende Saison zu planen. Spätestens ab dem Saisonabbruch konnten wir die Überlegungen für die Oberliga konkretisieren. Wir sind breiter aufgestellt als in den Vorjahren“, sagt Inter-Ligamanager Bülent Seker. Das spiegelt sich in der Transferbilanz wieder: Den sechs Abgängen stehen elf Neuzugänge gegenüber. Vom FC Kilia Kiel kamen Okan Erkocu und Enis Jashari. Ebenfalls über Oberligaerfahrung verfügen Terrence Dorring, Andre Volkers (TSV Altenholz), Stian Petter Waschko (TSV Bordesholm) und Grady Zinkondo (PSV Neumünster). Arbnor Abazaj (pausierte, zuletzt Eutin 08) sowie die Youngster Davit Arakelyan, Muhammet Tasci (beide Heider SV U19) und Burak Sarac (eigene U19) ergänzen den 30-Mann-Kader. Mit Mirsat Demirci und Driton Gashi zog es zwei Spieler zum TSV Klausdorf. Ebenfalls im Doppelpack wechselten Yannick Hagemann und Jan Schilling zum SV Tungendorf. Jordi Kiala schloss sich dem PSV Neumünster an, während Lenny Rolfs künftig für den SC Weiche Flensburg 08 II kickt.

Star der Mannschaft

Das Team soll der Star werden. Dennoch stechen Rezan Acer und Erdogan Cumur aus dem Inter-Kader heraus. Cumur, der Torjäger und Kapitän, soll veredeln, was Acer, der Kreativspieler initiiert. Zudem sind der 27-jährige „Rezo“ und der 29-jährige „Erdo“ nicht nur aufgrund ihres Alters, sondern vielmehr wegen ihrer langjährigen Oberligaerfahrung die Führungsspieler im extrem jungen Inter-Kader. „Ausruhen kann sich bei uns keiner mehr. Die Erfahrenen bekommen durch die jungen Spieler Konkurrenz, das ist extrem leistungsfördernd“, sagt Cokgez und verteilt keine Persilscheine an die Etablierten.

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Philosophie des Trainers

Seit dem 29. Oktober 2020 ist Onur Cokgez der Cheftrainer bei Inter Türkspor Kiel. Eigentlich sollte der jüngste Coach der Oberliga (27 Jahre) die „Interisti“ in den Tagen nach Amtsantritt auf das Spiel gegen den Husumer SV vorbereiten. Doch es kam anders: Der Fußballlockdown samt Saisonabbruch folgte. Der B-Lizenzinhaber feiert seine Oberligapremiere nun am Sonnabend im Auswärtsspiel beim TSV Bordesholm. Die Philosophie ist eindeutig: Nur als Team sind wir stark. „Inter soll als Mannschaft arbeiten. Nicht eine Ansammlung von Individualisten sein. Wir haben eine junge Mannschaft. Aber jung braucht Zeit, dafür beginnt erfahren auch nicht erst mit 25 Jahren“, nimmt Cokgez alle Akteure in die Pflicht und fordert „Intensität in allen Spielen“.

Erwartungen und Ziele zur neuen Saison

„Wir wollen uns möglichst weit von den Abstiegsplätzen fernhalten. Der Klassenerhalt genießt Priorität“, sagt Cokgez. Seine Ziel steckt er langfristig: „Unser Projekt lässt sich nicht von heute auf morgen umsetzen. Die Verjüngung des Kaders und die Implementierung meiner Ideen nimmt Zeit in Anspruch“, erklärt er. Seker ergänzt: „In drei Jahren wollen wir zu den Spitzenteams gehören. Fußballerisch können uns nicht viele das Wasser reichen, aber wir müssen erfahrener und taktisch disziplinierter werden.“

Sportbuzzer-Prognose

Wenn Inter unter dem neuen Coach Onur Cokgez das Gesicht einer launischen Diva ablegen und Siegermentalität entwickeln kann, ist ab Platz vier der Nordstaffel alles möglich. Gelingt dies nicht, droht Inter trotz aller Qualität im Kader ein weiteres Jahr mit Abstiegskampf bis zum letzten Spieltag.