11. August 2020 / 18:10 Uhr

Vertragsverlängerung von Jadon Sancho beim BVB: Darum gab es keine Ad-hoc-Mitteilung

Vertragsverlängerung von Jadon Sancho beim BVB: Darum gab es keine Ad-hoc-Mitteilung

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bleibt bei Borussia Dortmund: Jadon Sancho.
Bleibt bei Borussia Dortmund: Jadon Sancho. © Noah Wedel/imago images
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Borussia Dortmund vekündete am Montagnachmittag, dass man mit Superstar Jadon Sancho schon im vergangenen Jahr den Vertrag verlängert hätte. Eine Ad-hoc-Mitteilung des börsennotierten Vereins gab es allerdings nicht. Ein Börsenexperte erklärt, warum.

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Michael Zorc überraschte am Montag alle Experten und Fans von Borussia Dortmund. Nicht, weil Jadon Sancho am Montag mit im Flugzeug ins BVB-Trainingslager nach Bad Ragaz saß. Sondern, weil Zorc am Nachmittag verkündete, der BVB hätte schon im vergangenen Jahr mit Sancho den Vertrag verlängert. "Wir haben bereits im letzten Sommer das Gehalt an die Leistungsentwicklung von Jadon angepasst. In dem Zusammenhang haben wir den Vertrag bis 2023 verlängert", erklärte Zorc.

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Damit hatte niemand gerechnet, eine Pressemitteilung gab es vom Verein im vergangenen Jahr ebenfalls nicht. Doch die Frage, die sich viele danach in den sozialen Medien stellten: Warum musste der börsennotierte Verein keine Ad-hoc-Mitteilung verschicken? Diese Mitteilungen muss der BVB versenden, wenn Entscheidungen direkten Einfluss auf den Kurs der Aktie haben könnten. Im Fall von Sancho scheint dies nicht zu erwarten gewesen zu sein, sagt Börsenexperte Gereon Kruse von boersengeflüster.de gegenüber dem SPORTBUZZER.

BVB verschickte Ad-hoc-Meldung bei Dembele

"Ad-hoc-pflichtig sind nur kursrelevante Meldungen", sagt Kruse. Dies seien zum Beispiel Quartalszahlen oder Jahresabschlüsse. "Oder es sind Meldungen, die unmittelbare finanzielle Effekte haben - wie zum Beispiel beim Wechsel von Ousamane Dembele", sagt Kruse. Damals hatte der BVB eine Mitteilung rausgegeben, weil der FC Barcelona eine Summe von 105 Millionen Euro an den BVB überweisen wollte.



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Weitere Ad-hoc-Mitteilungen gab der BVB zum Beispiel bei den Abgängen von Pierre-Emerick Aubameyang zum FC Arsenal und von Mats Hummels zum FC Bayern heraus. Auch den Abgang von Christian Pulisic zum FC Chelsea verkündete der börsennotierte Verein mit einer solchen Mitteilung. "Der BVB fällt nicht mit übermäßig vielen Mitteilungen auf", sagte Börsen-Experte Kruse. Generell liegen solche Mitteilung aber auch ohnehin im Ermessen des Unternehmens.

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