03. Oktober 2021 / 15:17 Uhr

Jari Alexander Wiese schenkt der SG Kühren vier Buden ein

Jari Alexander Wiese schenkt der SG Kühren vier Buden ein

Jan Claas Harder
Kieler Nachrichten
Brachte Torpedo Neumünster gegen Kühren in die Spur: Jari Alexander Wiese.
Brachte Torpedo Neumünster gegen Kühren in die Spur: Jari Alexander Wiese. © hfr
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Der Saisonstart der SG Kühren in der Fußball-Kreisliga Mitte hätte kaum besser verlaufen können. An den ersten fünf Spieltagen wurden ausschließlich Siege eingefahren, so dass das Team von SG-Coach Hakan Yagci zwischenzeitlich von der Tabellenspitze grüßen durfte.

Mittlerweile hat diese durchweg positive Bilanz jedoch Kratzer bekommen. Am sechsten Spieltag ging das erst das Heimspiel gegen TS Einfeld (2:4) verloren und nun gab es auch noch eine deutliche 2:6-Auswärtsniederlage beim FC Torpedo 76 Neumünster.

Eine Pleite, die sich zunächst nicht andeutete, denn Kühren fand einen Start in die Partie, der kaum optimaler hätte sein können. Sascha Pascal Böttcher und Evgeny Eduardovic Ziehe sorgten mit ihren Treffern dafür, dass die SG bereits nach drei Minuten mit 2:0 in Front lag. Jubeln konnten aber Ende jedoch die Gäste, die ihren Triumph in erster Linie Jari Alexander Wiese zu verdanken hatten, der mit seinen vier Toren (8./35./42./50.) den 0:2-Rückstand in eine 4:2-Führung umwandeln konnte.

„Ich wusste, dass er ein gutes Spiel machen wird, aber ich habe ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, dass er gleich vier Buden machen wird“, gesteht Torpedos Trainer Cakar Alpay. Für den vierfachen Torschützen, der zuvor noch in der eigenen A-Jugend kickte, war es der erste Startelfeinsatz in der Ligamannschaft überhaupt. „Er hat sich in einem Testspiel die Hand gebrochen und konnte somit die gesamte Vorbereitung gar nicht mitmachen. Für ihn war das nun ein ziemlich perfekter Einstand“, so Alpay.

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Und perfekt verliefen auch die restlichen Minuten dieser Spielpaarung aus Sicht der Gastgeber, denn auch nach der gelb-roten Karten für Olaf Raniewicz (65.) gab es kein Bruch im Spiel der Torpedo-Kicker. Im Gegenteil. Efe Fidan (84.) und Dominik Fanter (87.) konnten das Resultat in der Schlussphase sogar noch auf 6:2 hochschrauben.

Für SG-Coach Hakan Yagci war dies logischerweise ein gebrauchter Tag, der das Zustandekommen dieses Ergebnisses jedoch realistisch einschätzen konnte: „Durch einfache Fehler haben wir den Gegner wieder ins Spiel gebracht. Dann hat die Partie eine Eigendynamik entwickelt, die sich nicht mehr stoppen ließ. Darüber hinaus muss man aber auch feststellen, dass Torpedo diesmal Spieler auf dem Feld hatte, die zuvor noch nicht zum Einsatz gekommen sind. Würden sie immer in dieser Formation antreten, dann würden sie vermutlich jedes Ligaspiel gewinnen.“

Dass Cakar Alpay diesmal in personeller Hinsicht ganz andere Möglichkeiten besaß, war dem Torpedo-Coach fast schon ein wenig unangenehm: „Es tut mir leid, dass ausgerechnet Hakan, mit dem ich gut befreundet bin, mit seiner Mannschaft darunter leiden musste.“