15. Mai 2018 / 14:42 Uhr

Joachim Löw über Manuel Neuer: "...dann kann er bei der WM nicht spielen"

Joachim Löw über Manuel Neuer: "...dann kann er bei der WM nicht spielen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bundestrainer Joachim Löw (l.) und sein lange verletzter Kapitän Manuel Neuer
Bundestrainer Joachim Löw (l.) und sein lange verletzter Kapitän Manuel Neuer © imago/Sven Simon
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Joachim Löw spricht über die WM-Chancen von Manuel Neuer und erklärt, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit der Bayern-Keeper mit nach Russland fährt.

Trotz der Berufung in den vorläufigen deutschen WM-Kader ist die Turnier-Teilnahme des lange verletzten DFB-Kapitäns Manuel Neuer noch lange nicht gesichert. "Wir schauen von Tag zu Tag und gehen völlig offen miteinander um", sagte Bundestrainer Joachim Löw nach der Bekanntgabe des Aufgebots am Dienstag: "Ohne Spielpraxis in eine WM zu gehen, ist nach so einer langen Pause schier unmöglich. Das weiß auch Manuel Neuer."

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Neuers Einsatzmöglichkeiten vor dem WM-Start im 14. Juni sind allerdings überschaubar. Ob Bayern-Trainer Jupp Heynckes im Pokalfinale am kommenden Samstag gegen Eintracht Frankfurt auf den 32-Jährigen setzen wird, scheint äußerst unwahrscheinlich. Blieben die beiden Test-Länderspiele in Österreich (2. Juni) und gegen Saudi-Arabien (8. Juni).

SPORTBUZZER-Reporter Heiko Ostendorp zum vorläufigen WM-Kader

Löw sprach Klartext: "Wenn ein Einsatz in den Vorbereitungsspielen nicht möglich ist, dann kann er bei der WM nicht spielen." Dabei verwies der Weltmeister-Trainer immer wieder darauf, dass sich Neuer seiner "Verantwortung bewusst" sei. Eine Andeutung dafür, dass der Keeper im Falle fehlender Fitness selbst auf die Reise nach Russland verzichten würde. Ob der zuletzt monatelang am Mittelfuß verletzte Kapitän bei einer Turnier-Teilnahme auch automatische den Stammplatz zwischen den Pfosten erhalten würde, ließ Löw offen.

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Neben Neuer berief Löw die Torhüter Marc-Andre ter Stegen, Bernd Leno und Kevin Trapp in seinen 27-köpfigen Kader. Bis zum 4. Juni muss der Bundestrainer das Aufgebot um vier Spieler reduzieren.