17. April 2022 / 15:44 Uhr

Fans in Verl sehen neun Tore: 1. FC Magdeburg siegt für verstorbene Klublegende Joachim Streich

Fans in Verl sehen neun Tore: 1. FC Magdeburg siegt für verstorbene Klublegende Joachim Streich

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Der 1. FC Magdeburg entschied einen torreichen Schlagabtausch für sich.
Der 1. FC Magdeburg entschied einen torreichen Schlagabtausch für sich. © IMAGO/Eibner/dpa (Montage)
Anzeige

Der 1. FC Magdeburg hat seinen spektakulären Sieg am Sonntag der verstorbenen Klublegende Joachim Streich gewidmet. Der FCM steht nun unmittelbar vor dem Aufstieg in die 2. Liga. Die Stimmung ist aufgrund des Todesfalls dennoch gedrückt.

Einen Tag nach dem Tod von Klublegende Joachim Streich hat Tabellenführer 1. FC Magdeburg in der 3. Liga einen spektakulären Sieg gefeiert. Beim SC Verl siegte der FCM am Sonntag vor 2333 Zuschauern mit 5:4 (2:1). Luca Schuler (18. Minute), Cyrill Akono (32./Eigentor), Amara Condé (51.), Raphael Obermair (61.) und Tatsuya Ito (88.) trafen für den FCM. Akono (6.), Ron Berlinski (56., 64.) sowie Lukas Petkov (59.) waren für die Gastgeber erfolgreich. Magdeburg kann am kommenden Sonntag gegen Zwickau (14 Uhr/Magenta Sport) den Aufstieg perfekt machen.

Anzeige

Trainer Christian Titz hatte vor der Partie angekündigt, einen Erfolg für Streich feiern zu wollen. "Joachim Streich hat für den Verein und die Region unglaublich viel geleistet. Mich hat sein Tod völlig überrascht. Wir haben heute ein Spiel gegen eine spielstarke Mannschaft, das wir auch für Achim Streich gewinnen wollen", sagte der 51-Jährige. Sportdirektor Otmar Schork hatte betont, dass trotz des nahen Aufstiegs niemand in Feierlaune ist. "Der ganze Verein ist zutiefst erschüttert über den Verlust von Joachim Streich. Er war der Torjäger des Ostens. Ich hatte selbst auch noch mit ihm bei unseren Heimspielen Kontakt. Für uns ist es kein schönes Ostern", sagte er bei Magenta Sport.

Der FCM lief nach dem Tod von Streich im Alter von 71 Jahren mit Trauerflor auf. Nach der Schweigeminute für den Rekordspieler und Rekordtorschützen der DDR sahen die Zuschauer eine hoch pressende Verler Mannschaft, die den FCM schon in dessen Hälfte unter Druck setzte. Die Gastgeber belohnten sich und führten schnell (6.), als der FCM hinten zu offen stand. Erst nach einer Viertelstunde kam Magdeburg gefährlich auf, glich aber dann schnell aus: Schuler staubte ab. Ein Eigentor von Akono drehte die Partie völlig. Magdeburg hatte jetzt die Kontrolle, Sirlord Conteh (38., 43., 45.+2) vergab eine höhere Pausenführung.

Anzeige

Nach der Pause dauerte es fünf Minuten, bevor Baris Atik per Vorlage seinen 36. Scorerpunkt der Saison einfuhr – neuer Drittligarekord, Condé war der Nutznießer. Dann überschlugen sich die Ereignisse: Verl glich innerhalb von vier Minuten aus und egalisierte auch Obermairs erneute Führung (61.) nur Minuten später (64.). Insbesondere beim 2:3 sah FCM-Torwart Dominik Reimann nicht gut aus, ließ sich den Ball nach eigenem Abstoß praktisch an der Torlinie vom Fuß spitzeln. Den Schlusspunkt setzte Ito, der sich in die Box dribbelte und kurz nach seiner Einwechslung traf.