31. Oktober 2020 / 13:46 Uhr

Zum 50-jährigen Jubiläum: Ein halbes Jahrhundert Frauenfußball in Deutschland zum Durchklicken

Zum 50-jährigen Jubiläum: Ein halbes Jahrhundert Frauenfußball in Deutschland zum Durchklicken

Constantin Paschertz
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Europa- und Weltmeisterinnen, große Sportlerinnen wie die zweifache Weltfußballerin Birgit Prinz (Mitte) — in 50 Jahren Frauenfußball in Deutschland gab es viele große Sportmomente und -persönlichkeiten.
Europa- und Weltmeisterinnen, große Sportlerinnen wie die zweifache Weltfußballerin Birgit Prinz (Mitte) — in 50 Jahren Frauenfußball in Deutschland gab es viele große Sportmomente und -persönlichkeiten. © Getty Images/Montage
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Seit 50 Jahren ist der Frauenfußball in Deutschland offiziell erlaubt. Seitdem hat er sich enorm professionalisiert, deutsche Teams haben sportliche Erfolgsgeschichten geschrieben und harte Vorurteile sehr erfolgreich bekämpft. Viele Gesichter haben diese fünf Jahrzehnte ganz unterschiedlich geprägt. Der SPORTBUZZER zeigt die 50 Jahre in einer Galerie.

Am 31. Oktober 1970 hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) das Verbot für Frauen, Fußball zu spielen, aufgehoben. Seit seinen Anfängen wurde er und wird er teilweise immer noch sehr belächelt. Viele Vorurteile begleiten die Sportlerinnen, die ihrerseits einfach Fußball spielen wollen, ohne einen Vergleich mit dem Männerfußball überhaupt anzustreben. Die Gesichter derer, die den deutschen Frauenfußball geprägt haben und es noch immer tun, sind zahlreich. Bärbel Wohlleben, Gero Bisanz, Silvia Neid, Bernd Schröder, Birgit Prinz oder Melanie Leupolz sind nur einige von ihnen, Vereine wie der 1. FFC Frankfurt, Turbine Potsdam oder der VfL Wolfsburg und natürlich die deutsche Nationalmannschaft sorgten außerdem für volle Trophäenschränke.

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Über die Jahrzehnte hinweg leisteten viele ihren Beitrag dazu, dass Frauenfußball immer populärer, professioneller und athletischer wurde. Der SPORTBUZZER würdigt die fünf Jahrzehnte mit einigen Meilensteinen auf dem Weg zum Frauenfußball von heute in einer Galerie.

50 Jahre Frauenfußball in Deutschland zum Durchklicken

Erst seit 50 Jahren ist Frauenfußball in Deutschland offiziell erlaubt. Der <b>SPORT</b>BUZZER zeigt die Höhepunkte dieser Zeit in der Galerie. Zur Galerie
Erst seit 50 Jahren ist Frauenfußball in Deutschland offiziell erlaubt. Der SPORTBUZZER zeigt die Höhepunkte dieser Zeit in der Galerie. ©

"Es ist einfach schön zu sehen, dass es den Frauenfußball schon 50 Jahre gibt, was in der Zeit entstanden ist und auch immer noch entsteht und sich entwickelt", sagte Chelsea-Profi Leupolz in einer Medienrunde des DFB in der vergangenen Woche: "Wir sollten uns aber immer weiterentwickeln wollen. Die vielen Jahre haben keine Aussagekraft mehr, wenn die Entwicklung stagniert." Von einer möglichen Austragung der WM 2027, auf die sich Deutschland bewirbt, erhofft sich die 26 Jahre alte Mittelfeldspielerin einen Schub an Attraktivität und Aufmerksamkeit für den deutschen Frauenfußball. Zu ihrer eigenen Vorbildfunktion meint sie: "Ich will Werte wie Vielfalt, Toleranz und Offenheit, die ich auch privat lebe, an Jüngere vermitteln. Mich selbst haben einige Menschen geprägt, Silvia Neid zum Beispiel sehr stark."

Die mögliche Austragung der WM 2027 empfindet auch Leupolz' Nationalmannschaftskollegin Kathrin Hendrich vom VfL Wolfsburg als Riesenchance, den teilweise stagnierenden Frauenfußball in Deutschland wieder stärker anzuschieben. "Da besteht die Möglichkeit, ein Zeichen zu setzen, weil der Frauenfußball dann wieder in den Regionen präsent ist", erklärte sie in der Medienrunde und schob nach: "Es ist noch viel Potential nach oben und sicher nicht jedes Spiel superattraktiv, aber es wird immer daran gearbeitet. Ich denke, dass der Frauenfußball es auch verdient hat, und ich gönne es uns Fußballerinnen, noch mehr Akzeptanz und Respekt zu erhalten."