26. Juni 2022 / 22:55 Uhr

Jürgen Kohler: BVB "absoluter Top-Favorit auf die Meisterschaft", FC Bayern hat "Probleme"

Jürgen Kohler: BVB "absoluter Top-Favorit auf die Meisterschaft", FC Bayern hat "Probleme"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Für Ex-Weltmeister Jürgen Kohler ist der BVB der klare Favorit auf die Meisterschaft, vor dem FC Bayern.
Für Ex-Weltmeister Jürgen Kohler ist der BVB der klare Favorit auf die Meisterschaft, vor dem FC Bayern. © IMAGO/Eduard Bopp (Montage)
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Für den ehemaligen Weltmeister Jürgen Kohler geht Borussia Dortmund als Favorit ins Rennen um die deutsche Meisterschaft. Der 56-Jährige, der sowohl für die Bayern als auch den BVB aktiv war, ist nicht komplett überzeugt von den Transfers des Rekordmeisters.

Kann die Wachablösung in der Bundesliga durch Borussia Dortmund nach über zehn Jahren Bayern-Dominanz gelingen? Jürgen Kohler, der ehemalige deutsche Nationalspieler und Weltmeister von 1990, ist davon für die kommende Saison fest überzeugt, wie er in seiner Kolumne für den Kicker (Montagsausgabe) schreibt. Demnach gefallen dem 56-Jährigen die bisher getätigten BVB-Transfers, die das Team "verstärken" werden. "Daher ist für mich in diesem Jahr Dortmund der absolute Top-Favorit auf die Meisterschaft – nicht der FC Bayern", stellt Kohler fest.

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"Mit Niklas Süle, Nico Schlotterbeck und Karim Adeyemi hat der BVB drei Nationalspieler verpflichtet. David Raum wäre der vierte. Und Sebastien Haller kennt die Bundesliga, er hatte eine Superquote", zählt der ehemalige Profi des FC Bayern (73 Spiele) und Borussia Dortmund (249) auf. Der Kader der Dortmunder sei auch durch sie "weitaus breiter und auch in der Spitze besser geworden". Daher könne er die defensive Haltung der BVB-Boss, die Neu-Trainer Edin Terzic Zeit geben wollen, eine Mannschaft zu entwickeln, nicht verstehen. "Bei diesen Investitionen hat der BVB die Chance, mindestens einen Titel zu holen und Bayerns Serie von zehn Meisterschaften in Folge zu brechen", ist Kohler überzeugt.

Weniger begeistert ist der einstige "Fußballgott" dagegen von der Transferperiode des FC Bayern. Der mögliche Abgang von Robert Lewandowski sorge für Unruhe. Sollte der Weltfußballer seinen Wunsch erfüllt bekommen und gehen dürfen, wäre Superstar-Neuzugang Sadio Mané laut Kohler "kein klassischer Ersatz": "Er kann zwar in der Spitze spielen, da hat er seine Klasse unter Jürgen Klopp unter Beweis gestellt, aber der Senegalese interpretiert die Position anders", zeigt sich der ehemalige Innenverteidiger skeptisch.

Wie bei den Verteidigern der Bayern. "Weder Benjamin Pavard noch Dayot Upamecano oder Lucas Hernandez sind – bei aller Wertschätzung – auf Strecke gut genug für einen Top-Verein wie Bayern", kritisiert Kohler. "Inwiefern die aus Amsterdam gekommenen Noussair Mazraoui und Ryan Gravenberch sofort helfen, werden wir sehen." Den Bayern fehle ein "Allrounder".

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