01. Februar 2021 / 10:20 Uhr

Kein Spielbetrieb für Sachsens Fußballer vor Ostern?

Kein Spielbetrieb für Sachsens Fußballer vor Ostern?

Jürgen Schwarz
Dresdner Neueste Nachrichten
Symbolbild
Es gibt noch immer keinen Termin für die Rückkehr in den Spielbetrieb, was eine Austragung der kompletten Hinrunde gefährdet. © dpa
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Sachsens Fußballverband spielt für Landesliga und Landesklassen verschiedene Szenarien durch. Damit zumindest die Hinrunde ausgespielt werden kann, müsste der Ligabetrieb spätestens Mitte März wieder starten. Am 6. Februar wird es eine Videokonferenz mit den Spiel-Obleuten der Kreise geben.

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Dresden. Der Spielausschuss des Sächsischen Fußball-Verbandes (SFV) geht davon aus, dass möglicherweise vor Ostern kein Spielbetrieb in der Landesliga und in den vier Landesklasse-Staffeln möglich ist. Sollte der Restart tatsächlich erst ab dem 10./11. April möglich sein, stünden bis zum Saisonende am 30. Juni nur noch zwölf Wochenenden zur Verfügung. Da in der Landesliga einige Mannschaften erst fünf Punktspiele absolviert haben – also noch 16 Partien offen sind –, wäre dieser Beginn für die 6. Liga nicht mehr ausreichend, um die komplette Hinrunde mit 21 Spieltagen über die Bühne zu bringen.

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Bereits in einer Videokonferenz am 11. Dezember hatten sich der SFV und die Vereine darüber verständigt, dass keine Wertung erfolgen sollte, wenn die Hinrunde nicht komplett gespielt werden kann. Eine Realisierbarkeit hält der SFV-Spielausschuss nur für machbar, wenn spätestens am 20./21. März die Meisterschaft fortgesetzt wird. In den Landesklassen stellt sich die Situation etwas anders dar, da hier nur 16 Teams pro Staffel am Wettbewerb teilnehmen. Hier haben die Mannschaften noch acht bis zehn Punktspiele vor der Brust.

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Als spätesten Termin zum Restart hat sich der Spielausschuss hier den 24./25. April als Deadline gesetzt. Nicht berücksichtigt sind dabei die Partien im Landespokal und Kreispokal. Hier, so wird intern argumentiert, könnte aber auch im Juli oder wie 2020 selbst noch im August gespielt werden. Dazu wäre allerdings die Änderung von Paragraf 4 der Spielordnung erforderlich.

Landesliga kann Hinrunde nicht absolvieren

Aufgrund der unterschiedlichen Ausgangslage in der Landesliga und den vier Landesklasse-Staffeln hat der SFV-Spielausschuss verschiedene Szenarien erstellt und den Vereinen mitgeteilt. Kann ab Mitte März gekickt werden, könnten in beiden Ligen die Hinrunden gespielt und sportlich gewertet werden. Der Auf- und Abstieg würde wie vorgesehen erfolgen. Im zweiten Szenario geht der SFV davon aus, dass hier wie da bis etwa Mitte April der Restart nicht erfolgen kann. Dann wäre, so der Spielausschuss, eine Wertung nicht vertretbar, Auf- und Abstiege nicht vollziehbar. Allerdings könnte ein Aufsteiger zur Oberliga (jährliches Lizenzierungsverfahren) nach einem zu regelnden Modus unter den (Landesliga-)Bewerbern ermittelt werden.

Die Landesliga kann die Hinrunde nicht absolvieren, die Landesklasse aber schon. Bei dieser Diskrepanz sind weitere Überlegungen anzustellen und mit Vereinen und Kreisen abzustimmen, hört man vom Spielausschuss. Möglicherweise könnte man, so ein Vorschlag, Abstiege aus der Landesklasse in die Kreise und Aufstiege von den Kreisen in die Landesklasse ermöglichen, jedoch keine Aufsteiger der Landesklasse in die Landesliga.

Aufgrund der vielen Unwägbarkeiten will der SFV-Spielausschuss die Formulierungen, die an die Vereine in schriftlicher Form gingen, zu diesem Zeitpunkt nur als grobe Gedanken verstanden wissen. Am 6. Februar wird es daher eine Videokonferenz mit den Spiel-Obleuten der Kreise sowie zwei Tage später eine Videokonferenz als Austauschplattform mit allen Vereinen der Landesliga und Landesklasse Herren – die Teilnahme ist freiwillig – geben.