11. Juli 2018 / 16:18 Uhr

Keine Grenzgänger mehr im Frauen-Spielbetrieb

Keine Grenzgänger mehr im Frauen-Spielbetrieb

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ludwigsfelder FC
Der Ludwigsfelder FC sicherte sich den Meistertitel und spielt nun in der Landesliga. © verein
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In der Saison 2018/19 gibt es keine „Gaststarter“ in der Kreisliga – die Nachfrage aus anderen Kreisen war so groß, dass ein Aufnahmestopp verhängt wurde.

Am Ende waren sie einfach an ihre Kapazitätsgrenzen gestoßen, sogar aus dem Norden des Landes waren Anfragen gekommen. „Es haben sich alleine aus dem  Fußballkreis Oberhavel fünf Mannschaften gemeldet, die am Spielbetrieb des Fußballkreises Dahme/Fläming teilnehmen wollten“, sagt Thomas Görs, beim Fußballkreis Dahme/Fläming für die Organisation des Damen-Ligabetriebes zuständig, „das war für uns einfach nicht zu stemmen. Wir wollten auch alle gleich behandeln, deshalb haben wir uns dafür entschieden, generell nur noch Vereine antreten zu lassen, die innerhalb des Fußballkreises liegen – zumal wir genügend Teams haben.“

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Genau deshalb – weil sich zwischen Nonnendorf und Großziethen ein stabiler Spielbetrieb etabliert hat, wurde die Dahme-Fläming-Region in den vergangenen Jahren zu einer beliebten Anlaufstelle für sportliche Grenzgänger.

SG Gießmannsdorf und SV Blau-Weiß Lubolz im FK

In der vergangenen Saison traten beispielsweise die SG Gießmannsdorf und der SV Blau-Weiß Lubolz aus dem Fußballkreis Südbrandenburg in der hiesigen Kreisliga an.  Sportlich konnten sich beide Vereine als Vierter und Fünfter eine Platzierung im oberen Drittel erkämpfen, Lubolz zog außerdem ins Pokal-Endspiel ein – unterlag aber im Finale von Wünsdorf dem Meister und Landesliga-Aufsteiger Ludwigsfelder FC. Ein  weiterer sportlicher Wanderer zwischen den Kreisen war die SG Schenkenhorst (Havelland). Deren Frauen gingen  schon mehrere Spielzeiten lang im FK Dahme/Fläming auf Punktejagd.

In Bildern: Die Traditionself von Union Berlin bei einem Duell mit dem UFC im Ludwigsfelder Waldstadion.

Die Traditionself des 1. FC Union 2014 bei einem Duell mit dem UFC Ludwigsfelde. Zur Galerie
Die Traditionself des 1. FC Union 2014 bei einem Duell mit dem UFC Ludwigsfelde. © Lars Sittig

Trotz der sportlich guten Bilanz ist das Kapitel „Grenzgänger“ nun mangels Kapazität vorerst beendet. Einer der Gründe: In den vergangenen Jahren meldeten sich mehrere Teams aus Vereinen innerhalb der Kreisgrenzen neu an. Zwar zog der RSV Mellensee seine Vertretung in diesem Sommer zurück, dafür startet Großbeeren nun mit zwei Mannschaften. In der kommenden Spielzeit werden zwölf Mannschaften antreten. „Ein weiterer Grund für unsere Grundsatzentscheidung war“, sagt Görs, „dass die Fahrtwege für die Vereine aus unserer Region noch länger geworden wären.“ Die schnellste Route nach Gießmannsdorf, einem Ortsteil der Stadt Luckau im Landkreis Dahme-Spreewald, beträgt laut Planer 76 Kilometer, nach Lubolz, einem Ortsteil der Stadt Lübben, 70 Kilometer. Weite Wege für Fußballspiele auf Kreisebene.

Ludwigsfelder FC nun in der Landesliga

In der Frauenfußball Landesliga vertraten die Teams des SC Eintracht Miersdorf/Zeuthen, des Heideseer SV Fortuna und des BSC Preußen 07 Blankenfelde-Mahlow in der abgelaufenen Spielserie die Farben des Fußballkreises Dahme/Fläming. Alle drei Vertretungen haben einstellige Tabellenplätze erkämpft. Eintracht Miersdorf/Zeuthen wurde Fünfter, die Frauen des BSC Preußen beendeten die Punktspielserie als Achte und knapp dahinter belegte der HSV Fortuna den neunten Platz. Mit Aufsteiger und Kreispokalsieger Ludwigsfelder FC wird aus diesem Trio des Fußballkreises Dahme/Fläming nach der Sommerpause sogar ein Quartett.