08. März 2020 / 18:12 Uhr

Knappe Entscheidung für Einheit Perleberg im Prignitzer Derby (mit Galerie)

Knappe Entscheidung für Einheit Perleberg im Prignitzer Derby (mit Galerie)

Stefan Peglow
Märkische Allgemeine Zeitung
Thomas Brackrock (Mitte) und das Einheit-Team verteidigten die knappe Führung gegen nie aufsteckende Wittstocker einsatzstark.
Thomas Brackrock (Mitte) und das Einheit-Team verteidigten die knappe Führung gegen nie aufsteckende Wittstocker einsatzstark. © Stefan Peglow
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Landesliga Nord: Einheit Perleberg behält im Rückspiel gegen Hansa Wittstock nicht unverdient die Punkte.

SSV Einheit Perleberg – FK Hansa Wittstock 1:0 (1:0).

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Das Kellerduell und Nachbarschaftsderby nahm, anders als im Hinspiel, vor 165 Zuschauern auf Kunstrasen einen glücklichen Ausgang für die Perleberger, die mit nun 20 Punkten auf Tabellenrang zwölf kletterten. Seit sechs Partien gelang es keiner Mannschaft mehr, die Einheit-Elf zu besiegen. Das Hansa-Team um Trainer Jörg Lutter musste sich dagegen nun schon zum zehnten Mal in dieser Saison geschlagen geben. In den letzten fünf Partien holte es von 15 möglichen lediglich vier Zähler.

„Wir haben den Sieg verdient. Wir hatten in der ersten Halbzeit so viele Chancen und hätten ein, zwei Tore mehr machen müssen, dann wäre das Ding schon vor der Pause gegessen gewesen. Aber das war ein Derby und man muss auch mal dreckig gewinnen“, sagte Einheit-Coach Maik Arndt nach dem Abpfiff. Er haderte mit der Leistung von Referee Sebastian Ehmke und hatte dafür in den Schlussminuten die Gelb-Rote Karte gesehen. „Das war vom Schiri eine schwache Leistung. Der bringt doch mit seinem Gepfeife die ganze Unruhe erst rein“, ärgerte sich Arndt.

In Bildern: Einheit Perleberg behält im Prignitzer Derby knapp die Oberhand gegen Hansa Wittstock.

Einheit Perleberg behält im Prignitzer Derby knapp die Oberhand gegen Hansa Wittstock. Zur Galerie
Einheit Perleberg behält im Prignitzer Derby knapp die Oberhand gegen Hansa Wittstock. © Stefan Peglow

Auch Wittstocks Trainer Lutter war sichtlich verärgert: „Hier musst du mindestens einen Punkt mitnehmen. Aber wir machen die Dinger nicht, obwohl wir gut drin sind im Spiel. Wir haben vorm 0:1 zweimal den Ball zum Einwurf und fangen uns dann wieder ein Gegentor.“ Dazu kam, dass Schiri Ehmke den Wittstockern in der letzten Minute der Nachspielzeit einen Handelfmeter verweigerte und Florian Rieck nach dem Abpfiff wegen Meckerns noch den Gelb-Roten Karton zeigte. „Damit sind wir wieder einer weniger nächste Woche“, hakte Lutter die Begegnung ab.

In der gehörten die ersten 45 Minuten den Perlebergern, denn die Wittstocker brachten aus der Distanz keinen ihrer Abschlüsse aufs Tor. Stattdessen besorgte Perlebergs Kapitän Veit Gerigk in der 21. Minute nach einem schönen Angriff über rechts das 1:0 für seine Farben. Optisch und spielerisch waren die Perleberger ihren Gästen ein wenig überlegen. „Doch unsere drei, vier Chancen nutzen wir nicht“, bemerkte Arndt kritisch. Unter anderem schoss Tristan Balk Hansa-Keeper Kevin Apitz den Ball an die Füße. Zu dem Pech im Abschluss gesellte sich bei Einheit dann auch noch kurz vor dem Pausenpfiff Verletzungspech: Lukas Scharpenberg wurde gefoult, ohne dass der Referee reagierte, und musste vom Platz. „Wahrscheinlich ist der Zeh gebrochen“, war aus dem Lager der Einheit-Kicker zu hören, als diese sich abends das Landesligaspiel der befreundeten Blau-Weiß-Handballer ansahen und einen weiteren Grund zum Feiern hatten.

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Unbeeindruckt vom Rückstand machten die Wittstocker nach dem Seitenwechsel Druck. Vor allem Hannes Monschau sowie die eingewechselten Kevin Berlin und Tommy Hordan hatten beste Chancen. Ein Treffer sollte aber nicht fallen. Ihre Schüsse waren unplatziert, blieben in der SSV-Defensive oder beim gut aufgelegten Schlussmann Jarno Hesse hängen.


Einheit-Trainer Maik Arndt: "Wir wissen, dass sie hinten nicht so schnell sind"

„Wir wollten über die Außen das Spiel aufreißen und die Wittstocker unter Druck setzen, weil wir wissen, dass sie hinten nicht so schnell sind“, offenbarte Arndt nach dem Abpfiff das Vorhaben seiner Elf. „Der Ball kam auch über außen, aber eben nie gefährlich in den Strafraum der Wittstocker“, zeigte der Coach das Manko seiner Mannschaft auf. Ihr Kapitän Veit Gerigk sah es pragmatischer: „Wir haben dieses Derby gewonnen. Daher bin ich sehr erleichtert. Das war ein wichtiger Sieg.“ Am nächsten Sonnabend reist Einheit zum TSV Chemie Premnitz.

SSV Einheit Perleberg: Jarno Hesse; Denny Feilke, Florian Plog, Frederik Töpfer, Martin Behrend (84. Patrick Mostaller), Christian Becken, Lewin Neukirch (71. Lukas Schulze), Veit Gerigk,, Lukas Scharpenberg (44. Thomas Brackrock, Marvin Gramsch), Tristan Balk

FK Hansa Wittstock: Kevin Apitz: Christoph Raasch, Julian Riek, Oliver Drott, Erik Sonnenberg, Jochen Meier (46. Kevin Berlin), Hannes Monschau, Dominik Horstmann, Christoph Papke, (46. Tommy Hordan), Marcus Kkrüger (77. Alexander Holz), Florian Rieck