13. April 2021 / 08:40 Uhr

"Kollektives Versagen" bringt Dynamo Dresden ins Wanken

"Kollektives Versagen" bringt Dynamo Dresden ins Wanken

Caroline Grossmann und Stefan Schramm
Dresdner Neueste Nachrichten
Dynamo
Enttäuschte Gesichter sprechen Bände: Heinz Mörschel (r.) und seine Mitspieler waren nach der Haching-Blamage bedient. © Michael Ruffler
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Dynamo Dresden hat nur noch einen Punkt Vorsprung auf Platz zwei. Die Schwarz-Gelben sind enttäuscht von der Blamage in Haching, wollen aber dennoch mit breiter Brust ins nächste Spiel gegen Duisburg gehen.

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Dresden. Eigentlich hatte sich Dynamo Dresden den 68. Jahrestag der Vereinsgründung am Montag anders vorgestellt. Zum Jubiläum wollten die Profis der Sportgemeinschaft mit deutlichem Vorsprung von der Spitze der Drittliga-Tabelle grüßen. Ein ordentliches Vier-Punkte-Polster hätte es sein können. Doch es kam anders. Mit einer 0:2-Niederlage blamierten sie sich beim Schlusslicht, der SpVgg Unterhaching. Als „kollektives Versagen“ bezeichnete Außenverteidiger Niklas Kreuzer den Auftritt des Spitzenreiters, der nur zu Beginn überlegen war.

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„Wir haben gut angefangen, dann aber die Nerven verloren“, ärgerte sich Kapitän Sebastian Mai nach der Sonntagspartie gegen die Oberbayern, die dem dritten Tor deutlich näher waren als favorisierten Gäste aus Sachsen dem Anschluss. Den stellte dafür der FC Ingolstadt her. Waren die „Schanzer“ zunächst unglücklich über ihr 2:2 gegen Bayern München II, entpuppten sie sich durch die Pleiten von Dynamo und Hansa Rostock am Wochenende als erfolgreichstes Team des Spitzentrios.

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Die SG Dynamo Dresden verliert beim Tabellenletzten in Unterhaching mit 2:0. Zur Galerie
Die SG Dynamo Dresden verliert beim Tabellenletzten in Unterhaching mit 2:0. ©

Nur noch einen mageren Zähler Vorsprung haben die Schwarz-Gelben auf die drittplatzierten Ingolstädter. Der direkte Aufstiegsplatz ist in Gefahr. „Heute soll sich jeder mal richtig ärgern und das ist auch verdient, weil ich glaube, dass das ein Bigpoint gewesen wäre, den wir hätten setzen können – auch für den Kopf der anderen“, bilanzierte Sebastian Mai. Nun aber hat sich in den Köpfen der gegnerischen Teams manifestiert, dass selbst Kellerkinder Dynamo den Zahn ziehen können.

"Müssen das nächste Spiel gewinnen"

Dass sich an der Tabellensituation nur wenig geändert habe, sei das einzig Positive an dem Spieltag aus Dresdner Sicht gewesen, so Niklas Kreuzer. Und angesichts der jüngsten Bilanz der SGD – lediglich ein Punkt und 0:3 Tore aus den letzten drei Spielen – ist das nur dem zuvor vorhandenen, jetzt aufgebrauchten Polster und dem Unvermögen der Konkurrenz zu verdanken. Aus dem Drei- hat sich ein Vierkampf entwickelt. Der noch vor wenigen Wochen scheinbar abgeschlagene TSV 1860 München hat nur noch fünf Punkte Rückstand auf die Spitze.

Am Sonnabend um 14 Uhr empfängt die Mannschaft von Chefcoach Markus Kauczinski den Tabellen-13. MSV Duisburg, der sich genau wie Haching im Abstiegskampf befindet. Mai meint: „Jetzt müssen wir uns den Mund abputzen. Wir haben eine Woche Zeit, daran zu arbeiten, dass wir wieder besser im Kollektiv werden.“ Und Kreuzer fordert: „Wir sind Tabellenerster, müssen mit klarem Kopf und breiter Brust auftreten und das nächste Spiel gewinnen!“