13. April 2021 / 18:11 Uhr

Kreisoberliga Oberhavel/Barnim: Rückkehr zur Staffel mit 16 Teams ab der Saison 2022/23

Kreisoberliga Oberhavel/Barnim: Rückkehr zur Staffel mit 16 Teams ab der Saison 2022/23

Matthias Schütt
Märkische Allgemeine Zeitung
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Profiteure des Saisonabbruchs 2020/21: Kreisoberliga-Schlusslicht SG Storkow (grüne Trikots) und der Tabellenvorletzte FC Kremmen. © Steffen Brabetz
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Fußballkreis Oberhavel/Barnim: Die Verbandsverantwortlichen arbeiten derzeit am Rahmenterminspielplan der Saison 2021/22. In der höchsten Kreisspielklasse sind auch weiterhin der FC Kremmen sowie die SG Storkow vertreten, die vom Aussetzen der Abstiegsregel profitieren.

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Die vergangenen beiden Spielzeiten waren für Fußball-Kreisoberligist FC Kremmen schlichtweg zum Vergessen – nicht nur wegen des doppelten Abbruchs aufgrund des Coronavirus. „Wir wollen in Zukunft wieder sportlich überzeugen. Dafür erledigen wir gerade unsere Hausaufgaben“, sagt FCK-Trainer Oliver Dölling, der die Mannschaft im Februar 2020 übernahm und dem Vernehmen nach auch in der nächsten Spielzeit das Kommando inne hat.

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Mitten im Abstiegskampf der Saison 2019/20 übernahm Dölling das Amt von Interimstrainer Nils Hildebrandt. In dieser Spielzeit belegten die Kremmener beim Abbruch nach 17 Spieltagen und mit nur sieben Punkten den letzten Tabellenplatz. Doch auf Absteiger wurde damals verzichtet – wie auch beim erneuten coronabedingten Abbruch der Serie 2020/21. Dieses Mal belegte der FCK den vorletzten Tabellenplatz. Vier Punkte aus neun Partien standen beim Verein aus Oberhavel, der im vergangenen Jahr seinen 100. Geburtstag feierte, zu Buche. Schlechter war einzig die SG Storkow, mit null Punkten aus neun Partien. „Wir haben ja aus dem Tabellenkeller nur gegen Storkow gespielt und da gewonnen. Wer weiß, wie die anderen Spiele ausgegangen wären“, sagt Dölling. „Aber das ist alles spekulativ.“

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Nach dem nun doppelten Klassenerhalt am grünen Tisch wollen es die Kremmener in der Spielzeit 2021/22 wieder sportlich schaffen und die nötigen Punkte für den Ligaverbleib auf dem Platz sammeln. „Wir sind gerade in Spielergesprächen und wollen Kremmen als Adresse für Fußballer wieder attraktiv machen“, so der FCK-Trainer. Doch nicht nur mit externen Akteuren wird gesprochen. In diesen Tagen, wo aufgrund der hohen Sieben-Tage-Inzidenz nicht gemeinsam trainiert werden darf, hat Coach Dölling die Einheiten in das Internet verlegt, um das „Wir-Gefühl“ nicht zu verlieren. So wird sich zweimal die Woche virtuell getroffen. „Da machen wir aber nicht nur unterschiedliche Workouts, um uns fit zu halten, sondern besprechen auch taktische Sachen“, erläutert der FCK-Trainer. „Es ist ganz wichtig, dass wir den Draht untereinander nicht verlieren“, weiß Dölling.

Neben den Kremmenern profitiert in der Saison 2020/21 auch Tabellenschlusslicht SG Storkow vom Saisonabbruch und der Aussetzung der Abstiegsregel. „Es ist schade, dass die Saison abgebrochen wurde. Ich hätte mir gewünscht, dass die Tabellenstände eingefroren werden und – wenn wieder Fußball möglich gewesen wäre – wieder gestartet wird“, sagt SGS-Trainer Christian Böttcher. „Ich bin nach wie vor der festen Überzeugung, dass wir es sportlich geschafft hätten. Die Kreisoberliga ist die Spielklasse, in die wir nach unserem Verständnis auch hingehören.“

Stichtag der Mannschaftsmeldungen ist der 1. Juni

Damit steht Stand heute auch fest, dass die höchste Kreisspielklasse in der Spielzeit 2021/22 erneut mit 14 Mannschaften an den Start gehen wird. „Wir müssen allerdings noch das Meldeverhalten der Vereine abwarten“, sagt Steffen Misdziol, Spielausschussvorsitzender des Fußballkreises Oberhavel/Barnim. Der Stichtag für die Mannschaftsmeldungen ist erst am 1. Juni. Bis dahin kann es noch Verschiebungen geben, falls Vereine aus Oberhavel oder Barnim auf Landesebene ihre Mannschaften zurückziehen oder derzeitige Teams aus der Kreisoberliga nicht mehr melden. „Da habe ich aber bisher keine Informationen. Dennoch müssen wir diesen Termin abwarten. Ich hoffe aber, dass es keinen Schwund bei unseren Vereinen gibt“, sagt Misdziol.

Dabei ist es der Plan des Fußballkreises, dass nach regulärer Beendigung der Spielzeit 2021/22 zur Saison 2022/23 wieder 16 Mannschaften in der vom Verband gern als „Premiumliga“ bezeichneten höchsten Spielklasse an den Start gehen werden. „Das ist unser Ziel“, so Misdziol. „Das wollten wir ja schon in diesem Jahr wieder erreichen und hatten dementsprechend die Regeln innerhalb unseres Verbandes angepasst.“ Doch auch hier machte die Corona-Pandemie die Bemühungen des FK zunichte, schon zur nächsten Saison mit 16 Mannschaften an den Start zu gehen. Die Aufstockung muss noch einmal verschoben werden.

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Punktspielstart der Saison 2021/22 im Kreis soll am 13. August sein

Vor knapp zwei Wochen wurde die Saison 2020/21 abgebrochen. Die Verbände konzentrieren sich bereits auf die nächste Spielzeit, bereiten in diesen Tagen die Saison 2021/22 vor. „Da sind wir aber am Ende von der Politik abhängig. Wir machen jetzt unsere Hausaufgaben“, sagt Misdziol. In diesen Tagen erarbeitet der Hennigsdorfer den Rahmenterminspielplan für die kommende Serie, hält sich dabei an Vorgaben des Fußball-Landesverbandes Brandenburg. In einer virtuellen Vorstandssitzung soll dieser dann am 22. April beschlossen werden, ehe danach die Veröffentlichung erfolgt. Dem Vernehmen nach plant der FK den Punktspielstart am Freitag, dem 13. August. Eine Woche vorher sollen Pokalspiele steigen.