30. August 2021 / 20:44 Uhr

Kreisoberliga Prignitz/Ruppin: Gästeteams fühlen  sich in der Fremde wohl

Kreisoberliga Prignitz/Ruppin: Gästeteams fühlen  sich in der Fremde wohl

Marius Böttcher
Märkische Allgemeine Zeitung
Fehrbellins Richard Hasse (r. im Laufduell mit dem Pankower Lenny Appelt) stemmte sich gegen die Niederlage, unterlag aber mit 1:4.
Fehrbellins Richard Hasse (r. im Laufduell mit dem Pankower Lenny Appelt) stemmte sich gegen die Niederlage, unterlag aber mit 1:4. © Dirk Becker
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Kreisoberliga Prignitz/Ruppin: Der dritte Spieltag mit fünf Auswärtssiegen und einem Remis in der Zusammenfassung.

Garz-Hoppenrade – Union Neuruppin II 1:2 (0:0). Tore: 0:1 Thaer Damir (71.), 1:1 Franz Arndt (75.), 1:2 Damir (76.). Zuschauer: 35. Erst in den letzten 20 Minuten nahm die Partie mächtig Fahrt auf – den Unterschied machte wieder Unions Thaer Damir, der die Gildenhaller um Trainer Ingo Nachtigall mit seinen Toren fünf und sechs zum Erfolg schoss.

Blau-Weiß Wusterhausen – Blumenthal/Grabow 1:4 (0:2). Tore: 0:1 Aleksandr Marasov (4.), 0:2 Marcel Weckwerth (30.), 0:3 Kai Rösler (58.), 0:4 Niklas Zöllich (66.), 1:4 Thoralph Gondesen (70.). Zuschauer: 51. „Wir sind wirklich gar nicht ins Spiel gekommen, haben keine gewinnbringenden Lösungen gefunden“, erklärte Andreas Nucklies nach der deutlichen Heimpleite seiner Mannschaft. Der Blau-Weiß-Coach sah eine eiskalte Grabower Elf, die aus ihren ersten beiden Chancen zwei Tore machte. „Nach der Pause gestalten wir das Spiel offen, nach dem dritten Treffer war aber die Luft endgültig raus“, so Nucklies. Trainerkollege Ralf Lengert war nach dem ersten Erfolg in der neuen Saison zufrieden: „Wir haben zur richtigen Zeit die Tore gemacht und sind dadurch der verdiente Sieger, das Glück und Können war diesmal auf unserer Seite. Man hat Wusterhausen auch angemerkt, dass mit Christoph Lemm der Kopf der Mannschaft fehlte“, resümierte der SVBG-Trainer.

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SV Dreetz – TSV Wustrau 2:4 (1:0). Tore: 1:0 Kevin Bell (23.), 1:1, 1:2, 1:3 Domenic Dean Biemann (47., 54., 64.), 1:4 Leroy Scheffler (79.), 2:4 Melvin Krüger (83.). Zuschauer: 54. Erneut musste der Aufsteiger Lehrgeld zahlen und die dritte Niederlage in Kauf nehmen. Dabei verlief es im ersten Abschnitt recht vielversprechend und ein Tor von Kevin Bell brachte die 1:0-Pausenführung. Nach dem Seitenwechsel brachen jedoch alle Dämme – Wustrau zog auf 4:1 davon. „Wir hatten uns schon im ersten Durchgang Chancen erarbeitet, wirklich zwingend wurde es aber erst nach der Pause“, verriet TSV-Coach Andy Kretschmann. Der SVD verkürzte zwar noch einmal durch Melvin Krüger, doch blieb es beim letztlich verdienten Auswärtserfolg der zuvor ebenfalls punktlosen Gäste. „So langsam trägt das, war wir im Training Woche für Woche üben, Früchte“, sagte Kretschmann zufrieden.

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Stahl Wittstock – Zernitzer SV 2:2 (0:0). Tore: 0:1, 0:2 Manuel Lübke (51., 56., Strafstoßtor), 1:2 Philip Gerstmann (67.), 2:2 Jonas Bienert (80.). Zuschauer: 60. Ein Unentschieden der besseren Sorte sahen am Sonntagnachmittag die Fans auf dem Stahlsportplatz. „Die Zuschauer, die bei strömendem Regen den Weg gefunden haben, wurden nicht enttäuscht“, sagte Zernitz-Trainer Marco Urner. Seine Schützlinge ging im zweiten Abschnitt durch einen Lübke-Doppelschlag mit 2:0 in Front, am Ende musste sich der ZSV mit einem Punkt begnügen. „Den nehmen wir so mit und müssen uns darüber auch nicht ärgern. Das Spiel war von fünf, sechs Großchancen auf beiden Seiten geprägt, bis zur letzten Minute hätten sowohl wir als auch Stahl gewinnen können“, erklärte Marco Urner, der bei den Gästen einziger Ersatzmann war. Auch Stahl-Coach Dietmar Andree bezeichnete den munteren Kick als offenen Schlagabtausch: „Am Ende wurden richtige Löwen vergeben, wir haben mal wieder den Start verpennt. Es hat aber Spaß gemacht, trotz der Brisanz war es eine sehr faire Partie.“

Die Mannschaft des Tages.
Die Mannschaft des Tages. © MAZ

SV 90 Fehrbellin – Pankower SV Rot-Weiß 1:4 (0:3). Tore: 0:1 Sylvio Münch (17.), 0:2 Lenny Appelt (22.), 0:3 Jan Eßmann (45.), 1:3 Tim Boerger (72.), 1:4 Brian Hammermeister (88.). Zuschauer: 62. Die noch immer verlustpunktfreien Gäste spielten einen starken ersten Durchgang, die 90er gaben sich aber keineswegs geschlagen, bekamen nach dem Anschlusstreffer die zweite Luft und drückten den PSV in die eigene Defensive. „Wir machen das 2:3, die Schiedsrichter sehen aber eine Abseitsposition, die meiner Meinung nach fragwürdig war. Pankow war effizient und zielstrebig, aber keine drei Tore besser“, ärgerte sich Fehrbellin-Trainer Ronald Schubert. Einen Konter schlossen die Prignitzer kurz vor Ultimo aber zur Entscheidung ab.

BSV Zaatzke – Meyenburger SV 1:2 (0:1). Tore: 0:1 Max Berger (5.), 1:1 Julius Vietz (47.), 1:2 Christoph Papke (85.). Zuschauer: 80. „Eine Serie ist dafür da, irgendwann zu reißen“, zog Mark Leschner schmunzelnd Bilanz. Der BSV-Trainer sah sein Team nach dem schläfrigen Start mit Vorteilen, der Ausgleich unmittelbar nach der Pause war „verdient“: „Die mannschaftliche Leistung war wieder in Ordnung, unsere Spielanlage noch besser als in Grabow.“ Dass die Partie in der Schlussviertelstunde Richtung Meyenburg schlug, lag seiner Meinung nach auch an Referee Eric Lemke: „Die Ampelkarte gegen Hendrik Schiller ist zu hart, er wird in dieser Situation in seinen Gegenspieler reingeschubst.“ Fünf Minuten vor Ultimo gelang Christoph Papke der Siegtreffer für die Gäste. Neben den verlorenen drei Punkten war die Verletzung von Hannes Hennig, der mit Hämatomen im Oberschenkel ins Krankenhaus gebracht, der negative Höhepunkt für die Zaatzker. „Ein Bruch, wie zunächst vermutet, ist es zum Glück nicht“, klärte Mark Leschner auf.