01. September 2020 / 13:57 Uhr

Kreisoberliga Prignitz/Ruppin: Wilde Schlussphase in Meyenburg

Kreisoberliga Prignitz/Ruppin: Wilde Schlussphase in Meyenburg

Marius Böttcher
Märkische Allgemeine Zeitung
Die SG Sieversdorf und der Pankower SV trennten sich 2:2.
Die SG Sieversdorf und der Pankower SV trennten sich 2:2. © Dirk Becker
Anzeige

Kreisoberliga Prignitz/Ruppin: 4:4-Remis zwischen Wacker und Stahl und Kyritz dreht Zwei-Tore-Rückstand - der zweite Spieltag in der Zusammenfassung.

Zernitzer SV - Hertha Karstädt 3:2 (0:1). Tore: 0:1 Marcel Wolf (39.), 1:1 Manuel Lübke (59.), 2:1 Jacob Rossa (68.), 2:2 Marius Wesse (85.), 3:2 Marcel Wolf (87., Eigentor). Zuschauer: 60. Etwas glücklich, weil sehr spät, fuhren die Zernitzer Kicker den ersten Saisondreier ein. „Karstädt hatte im ersten Durchgang ein paar Vorteile, beim Gegentor agieren wir aber schläfrig. Nach der Pause waren wir dann aktiver“, erklärte ZSV-Trainer Marco Urner, der für David Milatz lobende Worte parat hatte: „Ich habe ihn auf verschiedenen Positionen eingesetzt und überall hat er seinen Job souverän ausgeführt.“

Anzeige

Blau-Weiß Wusterhausen – Union Neuruppin II 3:0 (1:0). Tore: 1:0 Kevin Neumann (34.), 2:0 Pascal Daube (72.), 3:0 Neumann (77., Strafstoß). Zuschauer: 80. Auch wenn das erste Tor 34 Minuten auf sich warten ließ, so waren die drei Punkte der Gastgeber nie in Gefahr. „Union hat im gesamten Spiel nicht einmal ernsthaft auf unser Tor geschossen“, erklärte Wusterhausen-Coach Andreas Nucklies. Die Führung mussten sich seine Schützlinge hart erarbeiten, spätestens nach dem zweiten Treffer war die Partie entschieden: „Wir haben hin und wieder Lücken im Bollwerk gefunden.“

Die Mannschaft des Tages.
Die Mannschaft des Tages. ©

Rot-Weiß Kyritz – Blumenthal/Grabow 3:2 (1:2). Tore: 0:1 René Steinhauer (18.), 0:2 Jan Büssow (23.), 1:2 Jens Westphal (43.), 2:2 Stefan Keiling (50.), 3:2 Westphal (90.). Zuschauer: 118. Ausgerechnet der Ex-Grabower Stefan Keiling brachte die Kyritzer, die einem 0:2-Rückstand hinterherliefen, mit dem 2:2-Ausgleich auf die Siegerstraße. Wie er das Spiel gesehen hat, verrät er im Interview (siehe Nachgefragt).

SG Sieversdorf – Pankower SV 2:2 (2:1). Tore: 1:0 Dustin Schmidt (7.), 2:0 Nico Pethke (13.), 2:1 Tony Schulz (36.), 2:2 Brian Hammermeister (55.). Zuschauer: 66. Die Hausherren legten nach der 1:6-Auftaktpleite los wie die Feuerwehr und erzielten zwei sehenswerte Treffer. „Danach sind die Chancen zum dritten und vierten Tor da“, verrät SGS-Coach Sandro Behrendt. Der Aufsteiger aus der Prignitz zog anschließend Torjäger Tony Schulz ins Mittelfeld zurück, was das Sieversdorfer Spiel durcheinander brachte. „Ärgerlich ist, dass beide Gegentore nach Standards fallen“, so Behrendt, „am Ende müssen wir mit dem einen Punkt leben, auf beiden Seiten hätte noch ein Tor fallen können.“

BSV Zaatzke – Garz-Hoppenrade 1:2 (0:2). Tore: 0:1 Eric Pörschke (18.), 0:2 Wilhelm Schiele (42.), 1:2 Christian Mahnke (54.). Zuschauer: 95. „Eine absolut unnötige Niederlage, der Glücklichere hat am Ende gewonnen“, resümierte BSV-Coach Mark Leschner. Seine Mannschaft stand im ersten Durchgang zu offen und lud den neuen Spitzenreiter zu Kontern ein. Beim Stand von 0:1 vergab Christian Mahnke einen Strafstoß, nach dem Seitenwechsel sorgte der BSV-Angreifer aber für den Anschluss. „Wir hätten das 2:2 machen können, Möglichkeiten waren da“, sagte Leschner, der schnellstmöglich den Hebel umlegen will.

Aktuelles aus Brandenburg

Meyenburger SV – Stahl Wittstock 4:4 (3:0). Tore: 1:0 Kevin Berlin (25.), 2:0, 3:0 Marcus Krüger (32., 33.), 3:1 Andrew Lemke (56.), 3:2 Oliver Goldberg (82.), 3:3 Tobias Dachselt (86.), 4:3 Chistoph Raasch (90.+2), 4:4 Oliver Schulz (90.+4). Zuschauer: 198. Acht Tore, packende Zweikämpfe und eine absolut wilde Schlussphase sahen die knapp 200 Zuschauer am Sonntag in Meyenburg. Das Duell zweier Staffelfavoriten verlief zunächst einseitig, binnen acht Minuten schossen die Wackeraner eine 3:0-Führung heraus. „Wir haben die erste Halbzeit total verpennt, wahrscheinlich auch ein falsches System gewählt“, erklärte Stahl-Coach Dietmar Andree. Nach der Umstellung waren seine Schützlinge besser im Spiel und belohnten sich mit dem Ausgleich, ehe es in den letzten Minuten Schlag auf Schlag ging. „Die Jungs haben große Moral bewiesen, nach einem 0:3 kommt nicht jede Truppe zurück“, lobte Andree.